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Drei Forderungen zum Trassenbau

08. Februar 2018


Südlink Die von den großen Stromtrassen betroffenen Land- und Forstwirte in Niedersachsen erneuern drei zentrale Forderungen, die bei der Umsetzung der Planungen zu berücksichtigen sind. „Der Schutz land- und forstwirtschaftlicher Böden genießt absolute Priorität“, erläutert dazu Dr. Holger Hennies, Landvolkvizepräsident und Sprecher der vom Leitungsbau betroffenen Grundeigentümer. Im Rahmen der drei Vorhaben – SüdLink, SüdOstlink und ANord – muss die Rücksichtnahme auf den Boden als Produktionsgrundlage der Land- und Forstwirte an allererster Stelle stehen.

Zweite Forderung ist der Verzicht auf den Naturschutzausgleich bei Maßnahmen der ökologischen Energiewende. „Die Energiewende steht im Dienste der Ökologie, sie ist der Grund für den Trassenbau“, sagte Hennies.

Drittens erinnert Hennies daran, entstehende Nachteile durch wiederkehrende Zahlungen auszugleichen. Hennies nennt als Nachteilsausgleich einen Betrag von zehn Euro je Leitungsmeter bei einer Leistung von zwei Gigawatt. Daraus ergebe sich für SüdLink mit vier Gigawatt ein Betrag von 20 Euro je Leitungsmeter. Er rechnet vor: „Der Strompreis würde sich um lediglich 0,04 Cent je Kilowattstunde erhöhen“. Dem stünden erhebliche Einsparungen gegenüber. Allein 2015 kosteten netzstabilisierende Notmaßnahmen rund eine Milliarde Euro. Können die Leitungen schnell gebaut werden, entfallen zudem CO2-Belastungen durch Kohlekraftwerke.

Wiederkehrende Zahlungen tragen laut Hennies zur Akzeptanz bei den betroffenen Grundeigentümern bei, ermöglichen einen früheren Baubeginn und verstärken somit letztlich den ökologischen Ansatz der Energiewende.

Seine drei Forderungen hat das Landvolk Niedersachsen in einem Merkblatt zusammengefasst.
LPD/red

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