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Pachtpreisbremse ist ein leeres Versprechen

18. Mai 2017

Foto: Landvolk

L P D – Als „leeres Versprechen“ stufen Niedersachsens Junglandwirtinnen und Junglandwirte den Entwurf des Niedersächsischen Landwirtschaftsministers zum Agrarstruktursicherungsgesetz ein. Sie befürchten, dass das von Minister Christian Meyer sehr plakativ formulierte Ziel „Bauernland in Bauernhand“ sich genau ins Gegenteil verkehren wird. „Der Gesetzentwurf birgt sehr viel Sprengstoff für die bäuerliche Agrarstruktur“, befürchtet Eric Brenneke als Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen. Er sieht zudem den dörflichen Frieden in Gefahr. Die Junglandwirte erwarten eine Beteiligung der jungen Generation an dem Gesetzentwurf, denn mit diesem Gesetz werde über ihre Zukunft entschieden.

Die Junglandwirte haben in einem Brief an den Agrarausschuss des Landtages einige Beispiele aufgelistet, um die befürchteten Nachteile darzustellen. So sehen sie durch das Vorkaufsrecht der Siedlungsgesellschaften einen steigenden Wettbewerb um den knappen Faktor Fläche. Junglandwirten werde damit zukünftig der Flächenerwerb über den freien Markt deutlich erschwert. Einen zunehmenden Druck auf knappe Flächen dürfte auch das Vorkaufsrecht für Ersatzflächenpools sowie Naturschutzverbände auslösen. Im Falle der Naturschutzverbände sieht die junge Generation auf den Höfen sogar einen Rückschritt: Die Regelungen fielen hinter die Bestehenden zurück. Als Ohrfeige für die Qualität ihrer beruflichen Qualifikation stufen die jungen Landwirte das geplante Prinzip der Gleichstellung von Interessenten mit Betriebskonzept ein. Es fehle die Kontrolle zu dessen späterer Umsetzung. In der Summe fällt der Gesetzesvorschlag bei denjenigen, denen er vermeintlich Schutz bieten soll, damit völlig durch und bedarf einer grundlegenden Überarbeitung. (LPD 37/2017)

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