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Manche Erreger kommen als "blinde Passagiere"

19. Juni 2017

Foto: Landvolk

L P D - Mit Beginn der Ferienzeit warnt das Landvolk Niedersachsen vor unerwünschten „Reiseandenken“. Insbesondere von Fernreisen können Touristen unbeabsichtigt und unbemerkt Keime mitbringen, die in der Heimat gefährlich werden können. Wissenschaftler der Westfälischen-Universität Münster haben in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch.-Institut in Berlin Toiletten auf Flughäfen als Transitscheibe für Keime ausgemacht. Dort haben die Wissenschaftler auch Keime festgestellt, gegen die herkömmliche Antibiotika weitgehend wirkungslos sind. Als blinde Passagiere reisen diese mit den Touristen als Überträgern von überall auf der Welt nach Europa und können hier bei entsprechender Verbreitung geschwächten oder anfälligen Menschen gefährlich werden. Die beste Vorkehrung gegen diese Trittbrettfahrer ist die Beachtung eines simplen Ratschlages: gründliches Händewaschen, und zwar nach der Toilettenbenutzung sowie vor dem Essen. In fernen Ländern empfiehlt sich zusätzlich die Benutzung eines alkoholischen Desinfektionsmittels für die Hände als Schutz.

Ein anderer Erreger gibt ständig Grund zur Beunruhigung hierzulande. Tierhalter bitten daher auch um die Einhaltung aller Schutzvorkehrungen, um die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Sie ist nach wie vor insbesondere in vielen osteuropäischen Ländern von Polen über das Baltikum bis nach Russland und in die Ukraine verbreitet. Aus diesen Ländern sollten auf keinen Fall tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fleischerzeugnisse oder Wurst und Wurstwaren mitgebracht werden. Sollten dennoch vom Reiseproviant Speisereste übergeblieben sein, sind diese auf jeden Fall in einen geschlossenen Müllcontainer zu entsorgen, damit sie nicht über Wildtiere verbreitet werden. Aber auch über Schuhe, Fahrzeuge oder andere Gegenstände wird der Krankheitserreger importiert, darauf sollten in erster Linie Jagdreisende achten. Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Virusinfektion, die für Menschen in der Regel ungefährlich ist, für Haus- und Wildschweine dagegen tödlich endet. (LPD 44/2017)

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