gemeinsam stark

Anzahl der Ökobetriebe steigt gegen den Trend leicht an

10. Juli 2017

Foto: Landvolk

L P D - Drei Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen wird ökologisch bewirtschaftet, 1,5 Prozent der Tiere leben in Biobetrieben. Nach Daten der amtlichen Statistik aus 2016 stehen hinter diesen Zahlen 1.286 Landwirte, die Ackerbau und Tierhaltung teilweise oder komplett (1.026 Landwirte) auf Ökolandbau umgestellt haben. Zwischen 1999 und 2003 verdoppelte sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche und die Zahl der Biohöfe, blieb dann zehn Jahre nahezu konstant und erhöhte sich dann bis Anfang 2016 erneut um 8,7 Prozent. Im selben Zeitraum nahm die Gesamtzahl der Bauernhöfe in Niedersachsen um 9,4 Prozent ab. Im Durchschnitt bewirtschaften Höfe beider Betriebsformen etwa 70 Hektar, die Spannbreiten sind jedoch groß. Der Grünlandanteil der Biohöfe liegt mit 54 Prozent etwa doppelt so hoch wie im konventionellen Bereich, im Gegenzug ist das Ackerland je Betrieb durchschnittlich 20 Hektar kleiner, zitiert der Landvolk-Pressedienst das Statistische Landesamt. Deutliche Unterschiede gibt es zudem in der Anbauplanung der Landwirte. Der Verzicht auf Düngung oder Pflanzenschutz und durchschnittlich ertragsärmere Standorte bedingen mehr Roggen, Hafer oder Triticale im Ökolandbau, aber weniger Mais, Weizen, Raps und Zuckerrüben.

Mehr als 10.000 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche hat den Status ertragsarmes Dauergrünland, rund 7.600 Hektar davon werden ökologisch bewirtschaftet. Diese Flächen sind im Nordosten des Landes und im Harz besonders häufig zu finden, eine Konzentration des Ökolandbaus in den Landkreisen Osterrode, Heidekreis und Lüchow-Dannenberg die Folge. Mehr als zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen dort werden ökologisch bewirtschaftet. Die Landkreise Wolfenbüttel, Helmstedt oder Hildesheim sind ertragreiche Ackerbaustandorte, hier werden nur 2,5 Prozent der Flächen ökologisch bewirtschaftet. Die durchschnittliche Flächenausstattung ökologischer und konventioneller Bauernhöfe ist ähnlich, die Tierzahl konventioneller Höfe liegt mit 114 Großvieheinheiten deutlich über der auf Biohöfen mit 61.Etwa jeder dritte Ziege und fast jedes fünfte Schafe steht auf einem Ökohof. Allerdings werden hier auch die Tiere erfasst, die nicht ökologisch gehalten werden. Das trifft beispielsweise bei Höfen mit einem Teil Biolandwirtschaft zu. In der Flächenstatistik wird die Gesamtfläche der ökologisch wirtschafteten Betriebe erfasst, auch wenn diese nur anteilig über Ökofläche verfügen. Daraus erklärt sich der abweichende Anteil von 1,9 Prozent der Tiere und 3,5 Prozent der Fläche, die auf ökologisch wirtschaftende Betriebe entfallen. Deren Zahl hat nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums 2016 erneut zugenommen. (LPD 50/2017)

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