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Landvolk formuliert Kernanliegen an Politik

04. September 2017

Foto: Landvolk

L P D  - Das  Landvolk  Niedersachsen  vertritt  die Interessen von rund 80.000 Mitgliedern. Hinter dem Verband stehen  mehr  als  90  Prozent von  landesweit rund 40.000 landwirtschaftlichen Betrieben  in  Niedersachsen. Die  niedersächsischen  Bäuerinnen  und  Bauern  und  ihre Familien betreiben in vielfältigen Betriebsformen eine moderne und effiziente Landwirtschaft, bei denen die drei Aspekte der Nachhaltigkeit, Ökologie, Ökonomie und soziale Standards, im Mittelpunkt stehen. Rund 130.000 Erwerbstätige in der Landwirtschaft erwirtschaften einen Produktionswert von 11,7 Mrd. Euro. Dem Agribusiness in Niedersachsen werden knapp 390.000 Erwerbstätige zugeschrieben, das entspricht jedem 10. Arbeitsplatz im Land.  Ohne  Landwirtschaft  als  Rückgrat  hat  der  ländliche  Raum  keine Zukunft. Ein Arbeitsplatz  in  der  Landwirtschaft  schafft  sieben  Arbeitsplätze  im  vor-  und nachgelagerten Bereich.  Landwirtschaft  unterliegt  einem  permanenten Veränderungsprozess, freiwillig und auch durch äußere Rahmenbedingungen verursacht. 

Spuren  hinterlässt  auch  der  Strukturwandel,  der die Landwirtschaft seit  Beginn  der  amtlichen Statistik begleitet. Gleichzeitig steht die moderne Landwirtschaft stärker denn je im gesellschaftlichen Fokus. Viele Forderungen, wenig  konkrete  Lösungsangebote  und  fehlende Rahmenbedingungen  prägen die öffentlich geführte  Diskussion. Ein ehrlicher  und vorurteilsfreier Dialog auf Augenhöhe ist notwendig. Landwirte sind zu Veränderungen bereit, wenn diese praxisnah umsetzbar und sinnvoll sowie fachlich und sachlich begründet sind. 

Vor diesem Hintergrund hat das Landvolk Niedersachsen Kernanliegen formuliert, die sowohl von den Kandidatinnen und Kandidaten der anstehenden Landtagswahl als auch den Mitgliedern der zukünftigen Landesregierung erwartet werden. Dazu zählt nach Überzeugung des Verbandes eine Politik die Verlässlichkeit schafft und den Landwirten Planungs- und Investitionssicherheit bietet und Landwirte sowie deren Familie unter anderem als gleichberechtigte Partner in Entwicklungs- und Veränderungsprozesse einbezieht. Dazu zählt eine Tierhaltung, die sowohl zukunftsfähig als auch praxistauglich ausgerichtet ist und den Betrieben unabhängig von ihrer Wirtschaftsweise, ob ökologisch oder konventionell, Entwicklungschancen ermöglicht. Und dazu zählt schließlich ein Umwelt-, Arten und Naturschutz, der praxisnah an der Landwirtschaft ausgerichtet ist. Die Positionen im Einzelnen können in den „Kernanliegen zur Landtagswahl“ nachgelesen werden. (LPD 66/2017)

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