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Landwirte fordern Netzausbau mit Fingerspitzengefühl

04. September 2017

Foto: Landvolk

L P D - Um Strom von weit entfernt liegenden Windkraftanlagen durch ganz Deutschland zu transportieren, müssen Leitungen gelegt werden. Diese Leitungen verlaufen entweder als Freileitungen, die in weiten Teilen der Gesellschaft abgelehnt werden, oder in der Erde, teilt der Landvolk Pressedienst mit. In der Erde aber bauen Landwirte Pflanzen zur Lebens- und Futtermittelproduktion an. Gewachsener Boden weist eine fragile Struktur auf, von deren Erhalt die Ertragskraft der Flächen abhängt. Mit jeder neuen Leitung geht darüber hinaus Fläche für Getreide, Mais, Zuckerrüben, Grünland, Wald, Obst oder Gemüse verloren oder wird dauerhaft beeinträchtigt, weil die gewachsene Bodenstruktur nicht wieder hergestellt werden kann. Hinzu kommt, dass die Bauarbeiten die landwirtschaftlichen Betriebsabläufe behindern.

In Niedersachsen haben die Landwirte über das Landvolk Niedersachsen zur Landtagswahl 2017 gemeinsame Forderungen formuliert. Sie wollen, dass die Schäden an ihren Flächen und die Beeinträchtigung möglichst gering ausfallen. Mit aufgenommen wurde auch die Forderung nach einem gerechten finanziellen Ausgleich für langjährige und teilweise ungewisse Ertragseinbußen und der allgemeinen Wertminderung der Flächen. Aber an erster Stelle steht die Forderung nach dem Schutz der landwirtschaftlichen Belange. Als Grundeigentümer müssen die Landwirte in die Planungen einbezogen werden, sie müssen die Folgen schließlich über Jahrzehnte, ja sogar über Generationen erdulden. Daher muss die Möglichkeit, auf Flächen im öffentlichen Eigentum auszuweichen, immer als erste Option in Erwägung gezogen werden. Der Forderungskatalog steht online hier zum download. (LPD 66/2017)

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