gemeinsam stark

Die Gesundheit der Kälber steht im Mittelpunkt

05. Oktober 2017

Foto: KDK

L P D - Die Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch (KDK) hat es geschafft, das Vertrauen in deutsches Kalbfleisch zurückzugewinnen. Vor 20 Jahren haben sich die deutschen Kälbermäster auf freiwilliger Basis in der Kontrollgemeinschaft zusammengeschlossen, da befand sich der Ruf der Branche auf einen Tiefstand, Kalbfleisch war auf Grund unerlaubter Masthilfsmittel in Verruf geraten. Es wurde ein umfassendes Kontrollprogramm ergänzend zu den amtlichen Kontrollen ausgearbeitet, in dem Rückstände dieser Substanzen umgehend auffallen würden. Von Geburt an werden Blut-, Urin und Haarproben entnommen und die Tiere nur zur Schlachtung zugelassen, wenn die Proben einwandfrei sind. Größere Beanstandungen oder Verstöße sind in den vergangen Jahren nicht mehr aufgetreten. Seit etwa zehn Jahren ist sowohl die Zahl der Kälberschlachtungen als auch der Verbrauch stabil, meldet die KDK und möchte die Vorzüge von Kalbfleisch zukünftig noch deutlicher herausstellen.

Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit ist möglich, da die Kälber in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet werden. Neben der Rückstandskontrolle wurden die Haltungs- und Fütterungsbedingungen kontinuierlich verbessert. Die Kälber werden vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gemästet, daher stehen hier auch die Mitgliedsbetriebe der KDK. In Niedersachsen machen 60 Landwirte mit 160 Ställen bei der Gemeinschaft mit, in Nordrhein-Westfalen sind insgesamt 180 Ställe zertifiziert. 80 Prozent aller Kälbermäster in Deutschland beteiligen sich auf freiwilliger Basis am Rückstandskontrollprogramm, das sind insgesamt 130 Betriebe mit 360 Ställen. Drei zertifizierte Schlachthöfe vermarkten jährlich 280.000 Kälber.

Kalbfleisch hat eine besonders feine Struktur und ist deshalb sehr zart. Außerdem wird es wegen des feinen Aromas, hohen Protein- und geringen Fettgehalts geschätzt. Wird Rindfleisch als Kalbfleisch verkauft, dürfen die Tiere bei der Schlachtung nicht älter als acht Monate sein. Genaue Auskünfte über die Haltungsbedingungen und die Herkunft der Tiere kann der Metzger geben. Er hat die Möglichkeit, das Produkt bis zum Landwirt zurückzuverfolgen. Die KDK stellt auf ihrer Homepage einige Landwirte vor, die die Kälber aufziehen. Zudem werden alle Fragen rund um die Haltung, Fütterung und das Produkt Kalbfleisch beantwortet auf www.deutsches-kalbfleisch.de. (LPD 74/2017)

Mitteilungen Übersicht