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Ein Agrarstudium hält viele Facetten bereit

05. November 2018

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L P D – Ob Acker- und Pflanzenbau, Tierernährung und Futtermittelkunde, Geologie und Bodenkunde oder die Grundlagen der Ökonomie, Physik oder Meteorologie – das Studium der Agrarwissenschaften ist für viele junge Menschen attraktiv. Auch ohne landwirtschaftlichen Hintergrund entscheiden sich nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes viele Abiturientinnen und Abiturienten für ein Agrarstudium. In Niedersachsen können sie dazu die Universität Göttingen und die Hochschule Osnabrück mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten wählen.

Zum Wintersemester 2018/19 haben sich vorläufig 212 Erstsemester in Göttingen für den Bachelor-Studiengang Agrarwissenschaften eingeschrieben, ein Rückgang um 50 Studierende. Das Grundstudium mit den Schwerpunkten Agribusiness, Nutztier- und Nutzpflanzenwissenschaften, Ressourcenmanagement und Landbau steht dann auf dem Stundenplan. Bis zum Abschluss müssen zudem 26 Wochen Praktikum absolviert werden. Dass der Göttinger Agrarbereich im internationalen Vergleich zu den Top-Universitäten gehört, belegt der Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit 21,6 Millionen Euro eingeworbenen DFG-Mitteln verteidigt der Agrar-, Forst- und Tiermedizinbereich seinen ersten Platz, denn nur gute wissenschaftliche Arbeit erhält diese Gelder. Sie werden mit fundiertem und wissenschaftlichen Engagement eingeworben. Weitere Infos zum Studium unter www.uni-goettingen.de. An der Hochschule Osnabrück wird am Campus-Standort Haste Landwirtschaft als Bachelor-Studiengang über sechs Semester praxisnah angeboten. 450 Studierende haben diese Fachrichtung eingeschlagen und werden für Aufgaben als Fach-, Führungs- und Leitungskraft auf allen Stufen der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette ausgebildet. Zur breiten Ausbildung in produktionstechnischen Fachdisziplinen kommt ein Schwerpunkt. Einzigartig ist hier deutschlandweit das Pferdemanagement, neben Pflanzentechnologie und Geflügelwissenschaft. Der Campus Osnabrück-Haste bietet zudem verwandte Studienbereiche, wie Agrar- und Lebensmittelwirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen Agrar, die Interessierte unter www.hs-osnabrueck.de finden. Laut einer Umfrage des VDL, dem Berufsverband Agrar, Ernährung und Umwelt, würden nahezu alle 553 befragten Absolventen ihr Studienfach weiterempfehlen. Sie wünschen sich noch mehr Praxisbezug sowie mehr Gastvorträge und Lehrbeauftragte aus der Wirtschaft. Auch besteht der Wunsch nach höherer Flexibilität in der Fächerwahl sowie der Aktualisierung der Lehrinhalte. Sehr zufrieden sind die Absolventen mit ihrer folgenden Beschäftigung im agrarbezogenen Dienstleistungsbereich, der Wissenschaft, in der Landwirtschaft oder im nachgelagerten Bereich. Einziger Wermutstropfen: Die Gehälter haben im Durchschnitt mit weniger als 40.000 Euro brutto jährlich noch Luft nach oben. (LPD 84/2018)

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