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Ackerfläche ist ein wertvolles Gut

29. November 2018

Foto: DBV

L P D - Für die Landwirtschaft sind der Ackerboden sowie die zum Betrieb dazugehörige weitere Fläche ein wertvolles Gut und ein begrenzter Faktor. Doch tagtäglich schrumpft dieser wichtige Produktionsfaktor um durchschnittlich 69 Hektar (ha) aufgrund neuer Siedlungs- und Verkehrsfläche. Auch die neuen Stromtrassen wie SüdLink haben direkten Einfluss und Auswirkungen auf den Boden. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes soll der Flächenfraß auf 30 ha am Tag reduziert werden. Aber die Ansprüche an den Boden bleiben hoch: Ressourcenabbau, Erosion, Verdichtung und Bebauung sorgen für eine stetige Inanspruchnahme und konkurrieren mit der wichtigen Aufgabe für die Ernährungssicherung. Um auf diese Probleme hinzuweisen und für den Schutz des Bodens zu werben, wird seit dem Jahr 2005 jeweils am 5. Dezember zum Internationalen Tag des Bodens der „Boden des Jahres“ vorgestellt, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. „Boden des Jahres“ ist eine gemeinsame Aktion der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, dem Bundesverband Boden und dem Ingenieurtechnischen Verband Altlasten und Flächenmanagement. Der Felshumusboden, ein Boden des Hochgebirges, war 2018 Boden des Jahres, der Kippenboden, der nach dem Braunkohleabbau mit Sand oder Lehm neu aufgetragen wird, wurde für 2019 ausgewählt.

Niedersachsens Landwirten ist der Schutz des Bodens wichtig, sie handeln daher nach den Grundsätzen der „guten fachlichen Praxis“, um den Boden, der mit Luft, Wasser und Millionen Bodenlebewesen durchsetzt ist, zu schonen. Ob ertragsreiche Schwarz- oder Braunerdeböden oder ertragsarme Sandböden – kein Boden gleicht dem anderen. Auch der richtige Pflanzenanbau gehört dazu, damit der Boden seine gute Struktur behält. Neue Entwicklungen bei technischen Geräten unterstützen Landwirte, den Boden schonend zu bearbeiten. Präzisionsgeräte ermöglichen die optimale Dosierung der Düngemittel. Die Zeiten, in denen nach dem Motto „viel hilft viel“ gehandelt wurde, sind längst vorbei. Ein weiteres Beispiel für bodenschonende Bearbeitung ist die Nutzung breiter Reifen: Für den Laien mögen breite Treckerspuren zu sehen sein, das Gewicht des Traktors und der Arbeitsgeräte verteilt sich aber auf einer breiteren Auflagefläche. Der Trecker sinkt weniger tief ein, dadurch wird der Boden weniger verdichtet und somit weniger Staunässe erzeugt. Um das Bodengefüge zu schonen, werden Bearbeitungsgänge möglichst reduziert. Zwischenfruchtanbau soll dem Acker Erholungsphasen bieten und ihm Humus zuführen, diesem Ziel dient auch die Mulchsaat. Sie bietet zugleich Schutz gegen Wind- oder Wassererosion. (LPD 91/2018)

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