Weidetierhalter gegen Wolfspolitik anlässlich der UMK in Wilhelmshaven 2022

Wie weiter umgehen mit den Wölfen?

L P D – „Fünf nach Zwölf für die deutsche Weidehaltung“: So sieht es nicht nur der Förderverein der Deutschen Schafthaltung, sondern auch viele befreundete Weidetierhalter-Verbände sehen aufgrund der massiven Ausbreitung des Wolfes in Deutschland die Weidetierhaltung in Gefahr. Sie werden deshalb dem Aufruf folgen und am 6. Juni bei der Umweltministerkonferenz (UMK) in Bad Dürkheim ihren Unmut zum Stillstand in der Wolfspolitik kundtun. „Wir erinnern uns an die vergangene UMK in Münster, wo sich Bundesumweltministerin Lemke für den „Vorstoß Schnellabschüsse“ feiern ließ, die sowohl in Niedersachsen als auch in Nordrhein-Westfalen vor allem eines wurden: Schüsse in den Ofen“, bewertet der Vorsitzende des Fördervereins, Wendelin Schmücker, das gesamtpolitische Versagen in der Wolfspolitik.

3. Juni 2024
Wolf

Aktionsbündnis: Rückwärtsgang in der Wolfspolitik

L P D – „Unwille oder Unfähigkeit? Diese Frage stellt sich, wenn wir die aktuelle Wolfspolitik der zuständigen Ministerien und des NLWKN ansehen. Wir kommen Lösungen nicht näher, derzeit ist der „Rückwärtsgang“ eingelegt. Weder auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene gibt es wirkliche Fortschritte, die uns den pragmatischen Umgang mit dem Wolf in der Nutztierhaltung erleichtern. Über 4.000 Nutztierrisse in einem Jahr in Deutschland, davon ein Viertel in Niedersachsen, waren so vorhersehbar wie das alljährliche Weihnachtsfest. Jeder Riss eines Weidetieres ist einer zu viel, und jeder Riss trägt dazu bei, dass Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Politik verloren geht“, erklärt Jörn Ehlers, Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen.

16. Mai 2024
Wölfe

Niedersachsen sind mit Wolfspolitik unzufrieden

L P DNicht nur die Weidetierhalter und Mitglieder im Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement sind enttäuscht von der aktuellen Wolfspolitik von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer. Auch die niedersächsischen Landräte äußerten bei einem jüngst stattgefundenen Treffen der Landkreise mit Umweltminister Meyer ihre Unzufriedenheit beim Wolfsmanagement. „Genauso wie wir sieht der Niedersächsische Landkreistag (NLT) dringenden Handlungsbedarf und fordert eine effektive Wolfspolitik, weil die vielen Wolfsangriffe auf Weidetiere nicht nur die Tierhalter belasten, sondern auch für Verunsicherung der Bevölkerung im ländlichen Raum sorgen“, verspürt der Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement, Jörn Ehlers, starken Rückenwind für die seit Jahren bestehende Forderung nach einem aktiven Wolfsbestandsmanagement.

25. April 2024
Wolf

Aktionsbündnis verlässt „Dialogforum Wolf“

L P D – Die Mitgliedsverbände des Aktionsbündnisses aktives Wolfsmanagement kündigen nach einer Videokonferenz des „Dialogforums Weidetierhaltung und Wolf“ mit Umweltminister Christian Meyer an, die dortige Mitarbeit ruhen zu lassen. „Wir haben Umweltminister Meyer schon vorab in einem Schreiben unseren Unmut bezüglich der bisherigen unzureichenden Bemühungen und Fortschritte im Umgang mit dem Wolf mitgeteilt. Wir zweifeln an der wahren Absicht, für unsere Weidetierhalter zeitnah Lösungen durchzusetzen, denn Ansätze hierzu haben wir seit Jahren geliefert. Die Missachtung unserer Mitarbeit seitens der Landesregierung sowie deren Umgang mit allen Gruppen, die im Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement vereint sind, lassen aktuell keinen anderen Schritt als ein Aussetzen der Mitarbeit zu“, erklärt hierzu der Sprecher des Aktionsbündnisses und Landvolk-Vizepräsident, Jörn Ehlers.

5. April 2024
Wolf

Wolf: Die Vorschläge müssen schnell konkret werden

L P D – Erhaltungszustand und Nutztierschäden, Beschleunigung von Wolfsentnahmen sowie Herdenschutz und Weidetierhaltung: „Diese drei Punkte sind alles Themen, die wir schon x Male gehört, durchgesprochen und dazu Lösungsvorschläge gemacht haben. All diese Vorschläge werden nun erneut diskutiert und politisch vorangebracht, was wieder Monate dauert. Unseren Weidetierhaltern läuft die Zeit davon, ohne dass die auch von unserem Ministerpräsidenten angekündigten Verbesserungen des Wolfsmanagement, sich in der Praxis wiederfinden. Für unsere Weidetierhalter ist das mehr als unbefriedigend, und auch der Bürger verliert den Glauben an die Handlungsfähigkeit von Verwaltung und Politik. Das ist unserer Meinung nach eine sehr gefährliche Entwicklung“, fassen Gina Strampe und Jörn Ehlers vom Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement nach der dritten Sitzung des „Dialogforum Weideiterhalter und Wolf“ gegenüber dem Landvolk-Pressedienst zusammen. 

15. Februar 2024

Wird 2024 das Jahr der Wölfe oder der Weidetierhalter?

L P D – Zu viel ist zu viel – das aktuelle Protest-Motto der Bauern gilt auch für Niedersachsens Weidetierhalter. „Der Tisch zu Weihnachten war und ist für die Wölfe in Niedersachsen weiter reichlich gedeckt. Erneut wurden Heiligabend im Landkreis Uelzen 25 Schafe gerissen und sechs Tiere verletzt. Trotz Herdenschutz und Bewachung sind die Wölfe in der Nacht drauf wieder gekommen und haben ein weiteres Schaf getötet und eines verletzt. Das kann und darf 2024 nicht so weitergehen. Die Absenkung des Schutzstatus des Wolfes war längst überfällig, jetzt muss gehandelt werden“, fordern Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, und Jörn Ehlers, Landvolk-Vizepräsident und Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement die politisch Verantwortlichen auf, aktiv zu werden.

28. Dezember 2023