gemeinsam stark

Dazulernen ist wichtiger als Recht haben

28. Januar 2019

Studienkursteilnehmer aus Niedersachsen und Sachsen - Foto: Christine Kolle

Wie wirtschaften Landwirte heutzutage? Auf Fragen wie diese gingen Teilnehmer des 15. Studienkurses Niedersachsen ein – während eines Gottesdienstes zur Grünen Woche in Berlin, den sie mitgestalteten. Er stand unter dem Motto „Wechselseitig. Mit Achtung! Konventionelle und ökologische Landwirtschaftsformen – engagiert im Dialog“. Fünf junge Landwirte aus Niedersachsen und Sachsen, die am Studienkurs teilnehmen, stellten rund 200 Gottesdienstbesuchern ihre Betriebe vor.

Milchviehhalterin Lisa Johanns aus dem Landkreis Cuxhaven, Schweinehalter Ansgar Book aus dem Emsland, Mutterkuhhalterin Anamaria Chaveco aus dem Erzgebirge und Milchviehhalter Kersten Nordbruch aus dem Landkreis Diepholz trugen mit viel Herzblut vor, warum sie konventionell oder ökologisch wirtschaften. Lisa Johanns ist offen für verschiedene Wirtschaftsformen; sie müsse allerdings davon leben können. Anamaria Chaveco wünschte sich mehr Maßhalten bei der Meinungsbildung zum Thema Landwirtschaft. „Dazulernen ist wichtiger als Recht haben“, meinte sie. Berndt Tietjen, Leiter des Studienkurses, freute sich, dass Kursteilnehmer die Landwirtschaft in die Berliner Kirche brachten Dass die Landwirte teilnehmen können, sei ein Geschenk! „Begegnungen mit der Kirche sind wichtiger Bestandteil des Kurses, weil das Christentum die Grundlage unserer Kultur ist“, sagte Toetjem. Vor 19 Jahren fand der Gottesdienst auf Anregung eines Biobauern aus Hessen erstmals statt. Junge Landwirte aus verschiedenen Bundesländern gestalten ihn seit einigen Jahren mit.
Christine Kolle,
Junglandwirte Niedersachsen