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Die ersten Erdbeeren in Niedersachsen sind reif

03. Mai 2018

Foto: Landvolk

L P D - Widerstehen fiel schwer in den vergangenen Wochen – in den Supermärkten lockten bereits seit Ostern Erdbeeren zum Verkauf. Diese hatten alle eine weite Reise hinter sich. Zunächst lieferten spanische Erzeuger in den Norden, anschließend zog Süddeutschland nach. Das Rheinland ist ein bedeutendes Obstanbaugebiet, witterungsbedingt haben die Anbauer immer einen leichten Vorsprung. Doch das Warten hat sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt. Nach Meldung des Landvolk-Pressedienstes werden jetzt die ersten niedersächsischen Erdbeeren geerntet. Folientunnel lassen die süßen Früchte schneller reifen, und so erarbeiten sich die norddeutschen Erdbeerhöfe ihren eigenen Vorsprung. In den kommenden Tagen werden sie landesweit an Verkaufsständen, auf Märkten und im Lebensmitteleinzelhandel angeboten. Bis zur Freilandernte hingegen brauchen die Erdbeerpflanzen noch etwas Sonne und Zeit um zu reifen. Ab Juni laden Landwirte wieder ein zum Selbstpflücken auf ihre Plantagen ein.

Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 106.500 Tonnen Erdbeeren auf insgesamt 17.800 Hektar geerntet, meldet das Statistische Bundesamt. Nach zwei schwierigen Jahren hoffen auch die niedersächsischen Erdbeeranbauer auf freundliches Wetter zum Saisonbeginn. Niedersachsen war mit 3.717 Hektar und 35.400 Tonnen Erntemenge auch in 2017 wieder Erdbeerland Nummer eins vor Nordrhein-Westfalen (33.443 Tonnen) und Baden-Württemberg (21.330 Tonnen). 2013 erreichte der Erdbeeranbau in Niedersachsen mit 42.000 Tonnen seinen Höchststand, die Anbaufläche hatte sich innerhalb von zehn Jahren auf 4.300 Hektar mehr als verdoppelt. Witterungsbedingte Ertragseinbußen und die niedrigen Erzeugerpreise haben der Expansionsfreude der Landwirte in den vergangenen Jahren allerdings einen Dämpfer verpasst. Die Anbaufläche wurde wieder reduziert. Der Anbau von Ökoerdbeeren hingegen wächst, allerdings auf niedrigem Niveau. 2016 wuchsen die Früchte mit Bio-Siegel in Deutschland auf 294 Hektar, 2017 bereits auf 454 Hektar. (LPD 33/2018)

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