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Das ASP-Virus rückt näher - Ausbruch in Belgien

14. September 2018

Foto: Landvolk

L P D – „Mit dem Auffinden zweier toter Wildschweine in Süd-Belgien und der anschließenden Untersuchung steht nun fest, dass das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) es nach Westeuropa geschafft hat und deutlich näher gerückt ist“, erklärt Jörn Ehlers, Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen gegenüber dem Pressedienst. Bislang verbreitete es sich vor allem in Osteuropa. Von beiden Seiten bedeutet dies nun eine erhöhte Gefahr für Deutschland und besonders hier für Niedersachsen. „Es ist gut, dass wir gemeinsam mit Jägern und Veterinären dieses Szenario Ende August erst mit einer Tierseuchenübung geprobt haben. Wir stehen nicht am Anfang, sondern alle wissen, was zu tun ist“, verweist Jörn Ehlers auf die Übung zur Annahme eines ASP-Ausbruchs gemeinsam mit Kommunen, Schweinehaltern und Behörden.

Nun gilt es, die Übertragung des ASP-Virus vom Wildschwein auf das Hausschwein zu verhindern, denn die Bedrohung steht vor der Haustür. Biosicherheitsmaßnahmen auf Bauernhöfen und Schweineställen, wie bauliche Einrichtungen, Personen- und auch Tierkontakte sowie Schutzkleidung, müssen intensiviert und strengstens eingehalten werden. ASP ist für Menschen und andere Tiere ungefährlich, aber der Verbraucher kann aktiv mithelfen, den ASP-Ausbruch zu minimieren, indem er an Rastplätzen keine Lebensmittelreste hinterlässt, die eventuell mit dem ASP-Virus infiziert sind und somit zur Ansteckungsquelle für Wildschweine werden. „Auch hier haben wir als Landvolk mit unseren Mitgliedern zu Ferienbeginn an den Autobahn-Raststätten mit einer Aktion auf die Gefahr der Einschleppung des ASP-Virus hingewiesen und Flugblätter in sechs verschiedenen Sprachen an Lkw-Fahrer und Urlauber verteilt“, beschreibt Ehlers die vielfältigen Maßnahmen seitens der Landwirtschaft. Für den Menschen ist ASP vollkommen ungefährlich, aber für Wildschweine und Schweine ist das Virus tödlich, zumal es bislang keinen Impfstoff hierfür gibt. Weitere Infos zur ASP gibt es unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de  (LPD 70/2018)

 

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