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Milchmarkt tendiert wieder optimistischer

11. Oktober 2018

Foto: Landvolk

L P D - Niedersachsens Molkereien und ihre Milcherzeuger rechnen für die kommenden Monate mit einem steigenden Auszahlungspreis. Großen Einfluss messen alle Marktbeobachter dem eher rückläufigen Milchaufkommen bei. „Derzeit nutzen viele Milchviehhalter noch Futterreserven aus dem Vorjahr“, schildert Frank Feuerriegel, Milchreferent beim Landvolk Niedersachsen. Es sei aber in einigen Regionen von einer eher unzureichenden Versorgung der Höfe mit Grundfutter auszugehen, dies wirke sich zeitverzögert auf die Milcherzeugung aus. Auch die lang anhaltende Hitzewelle im Sommer hat die Milchanlieferung an die Molkereien temporär gedämpft, die Anlieferungskurve an die Molkereien liegt mittlerweile unter dem Vorjahresniveau. Die Branche geht daher von einigen Preisbereinigungen am Milchmarkt aus. So dürfte der zuletzt von mehreren Auf-und-Ab-Bewegungen geprägte Buttermarkt tendenziell eher wieder zu Stabilität und anziehenden Preisen neigen. „Die aktuell abgesenkten Butterpreise und die bevorstehende Weihnachtsbäckerei werden die Nachfrage deutlich beleben und damit die Preise wieder stimulieren“, schätzt Feuerriegel. Auch am Käsemarkt stehen die Zeichen nach einer Niedrigpreisphase zum Jahresanfang seit Sommer aus Erzeugersicht wieder auf Erholung.

Für den Monat August haben die bundesdeutschen Molkereien nach Angaben der Agrar-markt-Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn den Landwirten bundesweit 0,7 Cent je Kilogramm mehr gezahlt als im Vormonat, das waren allerdings 3,3 Ct/kg weniger als im Vor-jahr. Für die Landwirte bleibt netto von dem Milchgeld noch deutlich weniger über, da ihre Ausgaben ebenfalls gestiegen sind. Sie müssen mehr für Energie, Arbeitslöhne und auch für Zukauffuttermittel zum Ausgleich knapper Grundfutterreserven aufwenden. Im bundesweiten Ranking stehen Niedersachsens Molkereien im August derzeit auf Platz 4. Die höchsten Auszahlungspreise erhielten die Milchviehhalter in Baden-Württemberg und Bayern, sie profitieren von den starken Marken ihrer Molkereien, die zudem bei den im Sommer gefragten Frischprodukten gut aufgestellt sind. Optimismus wecken im Norden die seit den Sommermonaten wieder anziehenden Käsepreise. (LPD 77/2018)

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