gemeinsam stark

Franz-Projekt vereint Bauern und Naturschützer

13. Dezember 2018

Foto: Stiftung Kulturlandpflege

L P D - „Die Landwirtschaft ist einer der wesentlichen Austragungsorte für den Erhalt der Biodiversität in Deutschland. Der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität können jedoch nur gelingen, wenn alle relevanten Stakeholder aktiv eingebunden werden und Naturschutz und Landwirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Das Projekt F.R.A.N.Z. ermöglicht einen frühen Praxis-Check und liefert wissenschaftlich fundierte Ergebnisse, die an politische Entscheidungsträger kommuniziert werden. Auf diese Weise findet eine praxistaugliche Weiterentwicklung der Umwelt- und Agrarpolitik von der lokalen bis hin zur internationalen Ebene statt.“ Mit diesen Worten begründet die Jury des deutschen Nachhaltigkeitspreises ihr Votum in der Kategorie Forschung. Das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. der Umweltstiftung Michael Otto und des Deutschen Bauernverbandes wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in dieser Kategorie ausgezeichnet. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis lobte den Preis zum 10. Mal aus und übergab ihn in Düsseldorf. „Auch in Niedersachsen engagiert sich das F.R.A.N.Z.-Projekt mit einem Demonstrationsbetrieb“, freut sich Hans Heinrich Ehlen. Er ist Vorsitzender des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen, dessen Tochter, die Stiftung Kulturlandpflege, die Betreuung und Beratung des Demonstrationsbetriebes übernommen hat. „Das Projekt ist eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit dem Naturschutz zusammenzuarbeiten“, urteilt Betriebsleiter Jochen Hartmann aus Lüneburg. Unterstützt wird er von Björn Rohloff von der Stiftung Kulturlandpflege. Mehrjährige Blühstreifen als Pollenspender für Insekten und Rückzugsmöglichkeit für Kleintiere, Erbsenfenster als Brutplätze für Feldlerchen, Sommergetreide mit blühenden Untersaaten sowie bunt blühende Vorgewende werten die Feldflur als Nahrungshabitate für Insekten, Feldvögel und Amphibien auf.

Die Auszeichnung honoriert, dass Landwirte in die Gestaltung von Naturschutzmaßnahmen mit einzubinden sind und mit dem Naturschutz partnerschaftlich zusammenarbeiten wollen. Erfolgreiche Strategien für den Naturschutz in der Landwirtschaft fördern nicht nur die Artenvielfalt, sondern sind in die Abläufe landwirtschaftlicher Betriebe zu integrieren und damit auch wirtschaftlich tragfähig. Nur so lässt sich tatsächlich mehr Biodiversität realisieren. Die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises spornt Landwirte, Betriebsberater und Forscher gleichermaßen an, damit Naturschutz und produktive Landbewirtschaftung zu einer Einheit werden. Weitere Information unter www.franz-projekt.de. (LPD 95/2018)

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