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Imkerei stößt weiter auf Interesse

04. April 2019

Foto: pixabay

L P D - „Unsere Bienen haben gut überwintert und starten gut in das neue Jahr“, freut sich Jürgen Frühling. Der Vorsitzende des Landesverbandes Hannoverscher Imker zieht gegenüber dem Landvolk-Pressedienst zugleich Bilanz für das Jahr 2018. Danach haben die Imker haben trotz der sehr heißen Witterung gegenüber dem schlechten Jahr 2017 eine recht gute Honigernte eingebracht. So früh wie selten haben die Insekten aktuell schon Ende Februar die ersten warmen Tage mit der Blüte von Haselnuss und Erle genutzt und Pollen für die Brutpflege gesammelt. „Dieses pflanzliche Eiweiß tut den Bienen gut und ist für die Aufzucht ein echtes Lebenselixier“, schildert Frühling. Wenn nun die Temperaturen wieder etwas ansteigen und der Sonnenschein die Honigsammler lockt, haben sie beste Bedingungen fürs Frühjahr. Allerdings, schränkt Frühling ein, könne er daraus keine Prognose für das gesamte Jahr ableiten: Die Witterungsbedingungen müssen im ganzen Jahresablauf stimmen. Wenig Sorgen macht ihm dagegen der deutlich reduzierte Rapsanbau. Die von den Landwirten mit der Ölfrucht bestellten Felder bieten weiterhin genügend Pollen sowohl für Honigbienen als auch andere wildlebende Insekten. Eine gute Bestäubung durch Bienen fördert jedoch die Abreife des Rapses und erhöht den Ölgehalt. Der Imkerbund vermittelt daher auch zwischen Landwirten und Imkern, um die Bestäubungsleistung sicherzustellen. Auf seiner Homepage www.deutscherimkerbund.de nennt der Imkerbund auch Wildpflanzen, die in Gärten oder auf Feldrainen angesät, Bienen und Wildinsekten insbesondere im Spätsommer ein ausreichendes Angebot pollenspendender Pflanzen anbieten.

Die Imkerei liegt nach Angaben Frühlings weiter gut im Trend. Insbesondere junge Menschen, Frauen und Städter entscheiden sich neu für dieses Hobby. Die seit einigen Jahren beobachtete Entwicklung setzt sich auch 2019 fort. Aktuell zählen die beiden niedersächsischen Imkerverbände zusammen etwa 12.700 Mitglieder, die zusammen knapp 85.000 Bienenvölker halten. Damit ist jeder zehnte deutsche Imker in Niedersachsen ansässig. Bundesweit haben die Mitglieder des Deutschen Imkerbundes, die ihren Honig in dem bekannten Einheitsglas vermarkten, im vergangenen Jahr 26.000 t Honig geerntet, das entspricht knapp 32 Kilogramm je Volk. Die Statistik weist sowohl für die Imker als auch die Bienen seit einigen Jahren steigende Tendenz aus, der Honigertrag dagegen unterliegt starken witterungsbedingten Schwankungen. (LPD 27/2019)

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