gemeinsam stark

Biogasanlagen optimal in den Betrieb einbinden

16. Mai 2019

Foto: Landvolk

Innovationen und Input auf dem zwölften Biogas-Innovationskongress
L P D
- „Wo stehen wir? Wie geht es weiter?“ Im aktuellen Kontext des Klimaschutzes sind das nur zwei von vielen Fragen, die beim zwölften Biogas-Innovationskongress erörtert werden. Vom 21. bis 22. Mai findet die Veranstaltung bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück statt. Sie stellt alle entscheidenden Neu- und Weiterentwicklungen den Akteuren in der Biogasbranche komprimiert vor und diskutiert mit ihnen vor Ort, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Der Kongress hat den Schwerpunkt „Betriebsoptimierung landwirtschaftlicher Biogasanlagen“. Ob neue Ansätze in der Optimierung der Prozessbiologie mittels biologischer Methanisierung mit Membranbegasung, die praktische Umsetzung der Methanolsynthese aus Biogas, neue Fermenterkonzepte für Biogasanlagen oder neue Verfahren zur Substrataufbereitung - sowohl Fachbesucher als auch interessierte Gäste bekommen während der zwei Tage einen tiefen Einblick in Theorie und Praxis der Biogasanlagen. Kurzvorträge zu verschiedenen Themen und die Ausstellung mit neuesten Entwicklungen in der Anlagentechnik bereichern das Programm. „Der Biogas-Innovationskongress leistet damit einen Beitrag zum Know-how-Transfer von der Forschung und Entwicklung in die Praxis. Das Spektrum reicht vom Biomasseanbau, Biogastechnologie sowie Nutzung des Biogases über die Informationstechnologie bis hin zu Versicherung und Finanzierung“, lädt Harald Wedemeyer vom Landvolk Niedersachsen zum Kongress ein. Am zweiten Tag wird zudem der Biogas-Innovationspreis der deutschen Landwirtschaft für die innovativste Einsendung unter wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Beurteilung vergeben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Eine 190-kW-Biogasanlage erzeugt jährlich etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom und speist 350.000 kWh Wärme ins Wärmenetz. Sie versorgt damit etwa 430 Haushalte mit Elektrizität und 30 Haushalte mit Heizenergie. Eingesetzt werden dafür circa 7.000 Tonnen Substrate (davon 2.500 Tonnen Rindergülle). Laut dem Fachverband Biogas summieren sich die bei der Bereitstellung der Substrate (Anbau, Düngung, Transport) entstandenen Treibhausgasemissionen auf 200 Tonnen, plus weitere Emissionen durch Bau und Betrieb der Anlage, so dass in Summe pro Jahr 455 Tonnen Kohlendioxid (CO2) anfallen. Würde die gleiche Menge an Strom und Wärme durch fossile Energieträger bereitgestellt, entstünden 1.100 Tonnen CO2, sodass mit Biogas eine Netto-Einsparung von 650 Tonnen CO2 pro Jahr möglich ist. Neben der Klimabilanz ist in der Regel auch die Energiebilanz einer Biogasanlage eindeutig positiv: Es wird bis zu fünfmal mehr Energie erzeugt als verbraucht. Infos unter www.biogas-innovationskongress.de oder unter www.biogas.org. (LPD 37/2019)

< Mitteilungen Übersicht