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Gesundheit ist in grünen Berufen wichtig

20. Mai 2019

Foto: Schlademann

Sozialversicherung der Landwirtschaft bietet viele Leistungen aus einer Hand
L P D -
Maschinen erleichtern zwar die Arbeit auf dem Hof, doch der Beruf des Landwirts ist mit schwerem Heben und Tragen verbunden. Auch das Bedienen der landwirtschaftlichen Geräte birgt Gefahren, sodass Arbeitsunfälle passieren. Präventionsangebote sind deshalb in den sogenannten grünen Berufen die Regel, damit die Arbeitskraft lange und gesund erhalten bleibt. Kommt es doch zum Unfall, setzt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) alles daran, damit die Betroffenen im grünen Traumjob weiterarbeiten können, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Wie schnell ein schwerer Unfall passieren kann und was alles damit zusammenhängt, hat Detlef Schlademann erleben müssen. Dass der heute 53-Jährige überhaupt noch seinen Hof bewirtschaften kann, hätte er nach seinem schweren Unfall im November 2014 nicht gedacht. Kopfüber schlug der Landwirt aus dreieinhalb Metern Höhe auf den Betonboden auf, als er an der Pelletschnitzel-Anlage arbeitete. Instinktiv stützte er sich mit den Händen ab, das führte zum Trümmerbruch von Handgelenk, Elle, Speiche und Ellenbogengelenk des linken Arms. „Die Hand saß nicht mehr da, wo sie eigentlich sitzt“, schildert der damalige Sauenhalter mit 35 Tieren sowie Acker- und Grünlandbauer aus Schnega die schwere Verletzung. Die Amputation drohte, aber Ziel war es, Arm und Hand zu retten. Der Landwirt wurde in ein Spezialklinikum gebracht. Es folgten zwei schwere Operationen und Physiotherapie. Detlef Schlademann absolvierte alle Übungen, arbeitete hart an sich, um Arm und Hand wieder mobil und funktionsfähig zu bekommen. Nach der Entlassung kam es dennoch zu schwerwiegenden Komplikationen und eine erneute OP war erforderlich. „Da braucht man sich nichts vorzumachen: Man fällt in ein dunkles Loch, doch durch die durchweg motivierende Unterstützung von Pflegepersonal, der Betreuer der SVLFG und von Freunden und Familie kam ich da wieder raus. Zwar kann ich nicht mehr ganz so kraftvoll zupacken, zwei Finger sind nicht ganz so beweglich, aber es hätte ganz anders ausgehen können“, ist sich der Landwirt bewusst. Er lobt die Unterstützung durch die SVLFG. Von Anfang an wurde er bestens beraten, in langen Gesprächen alle Fragen beantwortet. „Aufgrund der drohenden Amputation hatten wir den Schlepper- und Hofumbau durchgespielt“, erinnert er sich. Während der Krankenhaus- und Reha-Zeit wurde die Ersatzkraft für den Hof bezahlt und immer lösungsorientiert auf die Situation vor Ort reagiert. „Wer so etwas mitmacht, hat eine andere Einstellung zum Krankenkassen- und Berufsgenossenschaftsbeitrag. Es wird alles versucht, aber man muss auch seinen Teil zur Genesung beitragen“, resümiert Schlademann. Er ist froh, seinen Hof weiter bewirtschaften zu können und sagt: „Landwirte sind glücklich, wenn sie arbeiten können!“ (LPD 38/2019)

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