gemeinsam stark

Mit dem Wohnmobil Höfe kennenlernen

13. Juni 2019

Landvergnügen

L P D - Urlaub auf dem Bauern- oder Reiterhof, Übernachtungen im Heuhotel oder Bett & Bike sind sowohl für Familien als auch für Individualtouristen bekannte Möglichkeiten, das Landleben zu entdecken und zu genießen. Camper und Wohnmobilisten können zudem mit einer Vignette und einem Hofverzeichnis direkt an ausgewählten Bauernhöfen Halt machen und kostenlos für eine Nacht Landleben erfahren, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

„Landvergnügen“ heißt das Konzept, dessen französische Variante Ole Schnack 2012 während seines Frankreichurlaubes mit Wohnmobil und Familie erlebt hat. Er entdeckte so die traumhaftesten Flecken des Landes. Die Zahl der Reisenden mit Wohnmobil steigt kontinuierlich, deshalb setzte der 43-jährige Marketingexperte aus Berlin die Idee kurzerhand für Deutschland um. Auf 675 Höfen in ganz Deutschland können Reisende mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Camping-Bus nunmehr Halt machen. Allein 86 gastgebende Betriebe sind aus Niedersachsen dabei und bieten für 24 Stunden kostenfrei einen Besucherparkplatz an. Die limitierte Verweildauer hat zum einen rechtliche Gründe, um nicht als Stellplatz zu gelten, und zum anderen halten die Höfe keine Ver- und Entsorgungsstationen vor. Es soll keine Konkurrenz zu den Campingplätzen im ländlichen Raum aufgebaut werden, die Höfe stehen vielmehr für Transparenz und Wertigkeit und schlagen eine Brücke zum Ursprung der Lebensmittel. Aber auch die Direktvermarktung und den Ab-Hof-Verkauf der Gastgeber will Landvergnügen fördern. „Und natürlich wollen wir den Kontakt zwischen Stadt und Land intensivieren“, erklärt Geschäftsführer Ole Schnack. Die Betriebe freuen sich, Menschen auf dem Hof zu haben und ihnen von ihrer Arbeit zu berichten. Die Gäste erfahren dabei, welche Aufgaben in Käsereien, bei Schäfern, Brauereien, Cranberry- oder Chilifarmen, Fischzuchtbetrieben, Brennereien oder Ölmühlen zu erledigen sind. 90 Prozent der teilnehmenden Höfe sind Erzeuger und keine Streichelhof-Betriebe, betont Schnack.

Wo die Höfe zu finden sind, erfährt der mobile Camper nur über den Reise- und Genussführer mit Vignette oder digital über die Landvergnügen-App, die auf das Gastgeber-Netzwerk der aktuellen Saison verweisen. Fernab der üblichen Routen geht es dann zum Hof, der vorab kurz per Anruf kontaktiert werden sollte. Der Gast wird eingeladen, am naturnahen Alltag von Menschen teilzunehmen. „Die Bauern freuen sich, ihre Gäste mit hauseigenen Produkten verwöhnen zu können. Individualität ist uns wichtig, daher sind nicht mehr als drei Gäste zulässig“, sagt Schnack. Weitere Infos gibt es unter www.landvergnuegen.com (LPD 43/2019)

< Mitteilungen Übersicht