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Ampel soll Risiko für ASP minimieren

20. Juni 2019

Landvolk

L P D – Eine Risiko-Ampel soll Landwirte dazu ermuntern, die Vorsorge gegen den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) noch besser zu optimieren. „Leider gerät die so immens wichtige Überprüfung aller Sicherheitsmaßnahmen immer mal wieder in Vergessenheit“, erklärt Dr. Johannes Wilking, Vorsitzender beim Kreislandvolkverband Vechta. Er ist einer der 23 Experten, zu denen neben Praktikern maßgeblich Wissenschaftler, Tierärzte sowie Behördenvertreter zählen. Unter der Regie der Universität Vechta, dem Friedrich-Loeffler-Institut sowie der QS Qualität und Sicherheit wurde eine Risiko-Ampel als Online-Tool erarbeitet. Es soll Landwirten die Möglichkeit für eine individuelle Überprüfung der Biosicherheit bieten. „Im Betrieb, im Stall sowie bei den Arbeitsabläufen schleichen sich immer wieder Nachlässigkeiten ein, die konsequent überprüft und nachjustiert werden müssen“, schildert Wilking. 111 Fragen lassen kein Schlupfloch offen, der teilnehmende Landwirt erhält individuell auf seinen Betrieb zugeschnitten eine Risikobewertung. Entscheidend ist für den Vechtaer Landwirt auch die Tatsache, dass die gesamte Branche an diesem neuen Angebot zur Verbesserung der Biosicherheit mitwirkt.

Die Tierhalter selbst sind entscheidend gefordert, die Schweinebestände gegen einen Seucheneintrag zu schützen. Dazu sind auch Vorsichtsmaßnahmen wie Zäune notwendig, die Landwirte mit Blick auf eine offensive Öffentlichkeitsarbeit lieber meiden würden. Auch Haltungsformen wie Offenställe sind aus dem Blickwinkel der Seuchenvorsorge eine zusätzliche Herausforderung. Alle Mitarbeiter auf dem Hof müssen mit einbezogen werden. Und nicht zuletzt üben auch Behörden immer wieder die Handlungsabläufe, falls es doch einmal zum Fall der Fälle kommen sollen. Den aber wollen alle Beteiligten verhindern und rufen daher auch die Öffentlichkeit zur Mitarbeit auf. Tierische Lebensmittel sollten nicht als Reisebringsel aus Ländern mitgebracht werden, die zu ASP-Risikogebieten zählen. Und Reste von Grillparties im Freien sollten keinesfalls „wild“ entsorgt, sondern mit nach Hause genommen und in einer geschlossenen Abfalltonne entsorgt werden. Damit soll die Gefahr einer Seuchenverbreitung durch Wildschweine reduziert werden. Unter www.risikoampel.uni-vechta.dekönnen Landwirte die Risikoampel anonym und gebührenfrei nutzen. (LPD 45/2019)

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