Informationen zur ASP in Deutschland

Afrikanische Schweinepest
Afrikanische Schweinepest

Fortlaufende Informationen zur Entwicklung der der Afrikanischen Schweinepest in Deutschalnd ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Direkte Informationen erhalten Sie auch mit unserer Landvolk-App. Letzte Aktualisierung: 18.09.2020

-Update 18.09.2020- Insgesamt sieben amtlich bestätigte ASP-Fälle
Das FLI hat einen weiteren ASP-Fund bestätigt. Das Tier stammt aus dem Raum Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Insgesamt ergeben sich somit bis heute 7 amtlich bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg.

Erstmals liegen Informationen zur Einrichtung von drei Restriktionszonen (inklusive Pufferzone) vor: Am 17.09.2020 hat der Landkreis Oder-Spree eine neue Tierseuchenallgemeinverfügung herausgegeben. Das war notwendig geworden, weil nun auch in diesem Landkreis die ASP bei Wildschweinen in der Gemeinde Neuzelle nachgewiesen werden konnte. Die Verfügung weist für den Landkreis Oder-Spree erstmals zusätzlich zur Benennung eines Kerngebietes, kein „vorläufiges gefährdetes Gebiet“, sondern ein gefährdetes Gebiet und eine Pufferzone aus. Für den Landkreis Oder-Spree werden darüber hinaus für diese drei Gebiete konkrete differenzierte Maßnahmen und Auflagen festgelegt. Am Ende der Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises Oder-Spree findet man drei Übersichtskarten mit geografischer Darstellung dieser drei Restriktionszonen über alle betroffenen Landkreise hinweg.

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium und das Landvolk Niedersachsen empfehlen aufgrund der aktuellen Situation das auf Initiative des Landvolkes Niedersachsen stattgefundene ASP-Webinar, das noch kostenfrei über www.akademie.vet zur Verfügung steht, zu nutzen.

-Update 17.09.2020- Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat am gestrigen späten Nachmittag in einer Pressemitteilug die Afrikanische Schweinepest bei fünf weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Es ist davon auszugehen, dass das hochansteckende Virus vor dem Auffinden des ersten Kadavers in die Wildschweinpopulation eingetragen wurde. Das Land Brandenburg muss die bestehende Schutzzonen und Schutzmaßnahmen nun entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Das Bundesministerium wird die Europäische Union (EU), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sowie die Handelspartner informieren. Weiterhin ist das Ministerium in intensiven Gesprächen mit den relevanten Drittstaaten, um mittels eines Regionalisierungskonzepts den Handel aus Nicht-Restriktionsgebieten in diese Länder zu ermöglichen. Innerhalb der EU ist der Handel mit Schweinefleisch weiter möglich. Das Regionalisierungskonzept für die Afrikanische Schweinepest ist in der EU anerkannt. Dementsprechend wird der Handel lediglich für jene Betriebe eingeschränkt, die im Restriktionsgebiet liegen. Derzeit verbleiben rund 70 Prozent der deutschen Exporte im EU-Binnenmarkt. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. (Quelle AHO)

-Update 16.09.2020- Afrikanische Schweinepest: Fünf weitere Fälle bestätigt

Fundorte nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree befinden sich im gefährdeten Gebiet

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hatte am gestrigen Dienstag bei fünf weiteren Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Die Tiere wurden nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden. Die Fundorte liegen alle im bereits festgelegten gefährdeten Gebiet. Das teilte das Verbraucherschutzministerium des Landes Brandenburg gestern mit. Es handelt sich um vier tot aufgefundene Wildschweine (Fallwild) sowie um ein krank erlegtes Wildschwein.Wie in solchen Fällen vorgeschrieben wird Untersuchungsmaterial der fünf Kadaver jeweils noch am selben Tag zum Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) geschickt, das die Untersuchungsergebnisse bestätigen muss. Hier finden Sie die Pressemitteilung des zuständigen Ministeriums des Landes Brandenburg von gestern:

-14.09.2020- Die wichtigsten Infos zu ASP bis heute 10:00 Uhr:

  • Entdeckt wurde das tote Wildschwein in Brandenburg auf einem abgeernteten Maisfeld sieben Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Laut Verbraucherministerium gibt es in der Gefährdungszone rund 20 Schweinehalter, ein Halter mit 5.000 Schweinen ist sieben Kilometer vom Fundort entfernt.
  • Der mobile Elektrozaun steht seit Samstagabend und umfasst die Kernzone rund um den Fundort in der Gemeinde Schenkendöbern in einem Radius von drei Kilometern. Der Landesforstbetrieb hatte die örtlichen Kräfte unterstützt. In der Kernzone liegen die Landkreise Neiße-Spree und Oder-Spree.
  • Insgesamt wurde das Gefährdungsgebiet auf einen Radius von bis zu 24 Kilometer um den Fundort herum festgelegt. Davon ist auch ein Teil des Kreises Dahme-Spreewald betroffen (siehe Karte in der Allgemeinverfügung, rote Fläche).
  • Maßnahmen im gefährdeten Gebiet für Jagdausübungsberechtigte, für Schweinehalter und für alle Personen sind der angefügten Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises Dahme-Spreewald zu entnehmen.Eine Hundestaffel aus Schleswig-Holstein unterstützt die Fallwildsuche.
  • Seit 12.09.2020 besteht ein Einfuhrverbot von Schweinefleisch nach China: Die Deutsche Botschaft in Peking hat mitgeteilt, dass das Zentrale Zollamt und das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Räume der VR China die Einfuhr von Haus- und Wildschweinen sowie deren Produkte aus Deutschland in die Volksrepublik China verbieten. Die Bekanntmachung ist auf den 11.09.2020 datiert.
  • Betroffene Waren, die vor diesem Datum aus Deutschland versendet wurden, werden bei der Einfuhr in der VR China einer strengen Quarantänekontrolle unterzogen.
  • Einen Leitfaden für Öko-Schweinehalter, der einen Überblick über präventive Maßnahmen gibt, hat das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) herausgegeben. Der Leitfaden erläutert zudem auch Maßnahmen für einen möglichen Krisenfall. Denn dann müssen Bio-Schweine unverzüglich aufgestallt werden. Ob die Tiere trotzdem ihren Öko-Status behalten, darüber entscheiden die Öko-Kontrollbehörden der Bundesländer. Den Leitfaden finden Sie hier: