Informationen zur ASP in Deutschland

Afrikanische Schweinepest
Afrikanische Schweinepest

Fortlaufende Informationen zur Entwicklung der der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Direkte Informationen erhalten Sie auch mit unserer Landvolk-App. Letzte Aktualisierung: 25.02.2021

-Update 25.02.2021 – Diskussion zu Entschädigungen im Zusammenhang mit der ASP
Erste Anträge auf Entschädigungen bei Nutzungsverboten und/oder -einschränkungen durch die ASP sollen von Berufskollegen in Brandenburg bereits gestellt worden sein. „Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz unterstützt die landwirtschaftlichen Betriebe, deren Agrarflächen in den fest abgegrenzten (eingezäunten) Kernzonen und den weißen Gebieten der Restriktionszonen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) liegen. Das Ministerium informiert deshalb in einem Leitfaden, der in Abstimmung mit dem Landeskrisenstab bei der Obersten Veterinärbehörde im Verbraucherschutzministerium erarbeitet wurde, zur anstehenden Frühjahrsbestellung auf den Feldern. Ziel ist es, den Landwirtinnen und Landwirten, Grundstückseigentümerinnen und –eigentümern sowie Jägerinnen und Jägern Informationen an die Hand zu geben, wie in den Gebieten, die landwirtschaftliche Nutzung unter der Voraussetzung der Seuchenbekämpfung so erfolgen kann, dass insbesondere für Betriebe mit Tierhaltung die Futterversorgung sichergestellt ist“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Landes Brandenburg.

Der Leitfaden mit Anbauregelungen auf Grund der ASP-Seuchenbekämpfung (Leitfaden Anbauregelungen ASP-Seuchenbekämpfung) kann unter https://mluk.brandenburg.de/mluk/de/aktuelles/afrikanische-schweinepest/ eingesehen werden.

Parallel hierzu hat das Thünen-Institut einen „Konzeptvorschlag für eine bundeseinheitliche Ausgestaltung von Verfahren zur Ermittlung von Entschädigungen für Nutzungsverbote oder -beschränkungen land- oder forstwirtschaftlicher Flächen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest“ vorgelegt. Bundeseinheitliche Regelungen sollen hier im Rahmen einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe erarbeitet werden. Mit Blick auf eine weitere, mögliche Ausbreitung der ASP fordert das Landvolk Niedersachsen seit langem hier eine Rechtsverbindlichkeit im Vorfeld eines möglichen Ausbruchgeschehens in Niedersachsen.

Bis heute wurden in das TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) insgesamt 731 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen gemeldet.

-Update 08.02.2021 – Wie das Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Presemitteilung mitteilt, wurde bei dem am 22. Januar tot aufgefundenen Wildschwein in der bisherigen Pufferzone amtlich ASP festegesellt. Daraufhin wurden die Restriktionszonen am 28. Januar angepasst und das bisherige gefährdete Gebiet südlich vom Truppenübungsplatz bis zur Höhe der Gemeinde Horka ausgeweitet. Die Fläche des gefährdeten Gebietes vergrößerte sich dadurch von 157 auf nunmehr 322 Quadratkilometer. Innerhalb des gefährdeten Gebiets wurden im Rahmen der Fallwildsuche insgesamt 12 verendete Wildschweine positiv auf das ASP-Virus getestet, heißt es aus Sachsen. Insgesamt erhöht sich die Zahl der im Landkreis Görlitz entdeckten Kadaver damit auf 31. Zusammen mit den 610 ASP-Funden in Brandenburg wurden bundesweit bisher 641 infizierte Wildschweine entdeckt.

-Update 26.01.2021 – Jagdzeiten in Niedersachsen werden angepasst
Wie gestern das Landwirtschaftsministerium in Hannover mitteilte, wurde die Verordnung zur Durchführung des Niedersächsischen Jagdgesetzes angepasst. Gemäß Verlautbarung des Ministeriums müssen durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Ostdeutschland nicht nur alle Jagdmethoden sondern auch neue Hilfsmittel zur Reduzierung der Schwarzwildbestände zur Anwendung kommen. Da auch weniger Schalenwilddrückjagden wegen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie stattgefunden haben, wird nun auch die Nachtzieltechnik für eine intensive Schwarzwildbejagung freigegeben. Die klimaangepasste Wiederbewaldung und der Waldumbau erfordere eine Regulierung der Schalenwildbestände auf ein tragfähiges Niveau, heißt es in der Mitteilung aus Hannover. Mit Beginn der Jagdzeit am 1. April können bereits einjähriges Reh-, Rot- und Damwild sowie ältere Rehböcke vor Beginn der Vegetationszeit bejagt werden. Die Jagdzeiten auf Wasserfederwildarten sind auf Grund ihres guten Erhaltungszustandes angepasst worden. Die Bestände der Nonnengans sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen, so dass die hier brütende Population Jagdzeiten erhalten hat und der ziehende Teil der Population zur Abwendung erheblicher Schäden an Kulturen unter streng überwachten Bedingungen außerhalb der Vogelschutzgebiete erlegt werden dürfen. Eine Übersicht der aktuellen Jagdzeiten in Niedersachsen finden Sie hier:

https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/themen/wald_holz_jagd/jagd_in_niedersachsen/gesetze-und-andere-bestimmungen-rund-um-das-thema-jagd-und-jaeger-5137.html

-Update 25.01.2021 – Neuer Fall von Afrikanischer Schweinepest in Sachsen außerhalb des bisherigen gefährdeten Gebietes.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, dass sich der Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem weiteren Wildschwein in Sachsen bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe heute nachgewiesen. Der Fundort liegt im Landkreis Görlitz (Rothenburg) und damit außerhalb des bisher definierten gefährdeten Gebietes, aber innerhalb der bestehenden Pufferzone um das aktuelle Seuchengeschehen. Das Land Sachsen muss die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen jetzt entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern.

-Update 21.01.2021 – Afrikanische Schweinepest: Weitere Fälle bestätigt, darunter auch Fallwildfunde außerhalb der Kernzone.
Das Nationale Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest (ASP), das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), hat bei 30 weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt. Die Zahl der bestätigten ASP-Fälle im Land Brandenburg steigt damit auf 527. Zwei Fallwildfunde liegen rund zwei Kilometer außerhalb des Kerngebietes im Landkreis Märkisch-Oderland. Im einzelnen entfallen somit auf die betroffenen Landkreise Spree-Neiße 35, Oder-Spree 321 und Märkisch-Oberland 171 amtlich bestätigte ASP-Funde. Die Leiterin des ASP-Krisenstabs Anna Heyer-Stuffer stellte in einer Pressemitteilung des Landes Bransdenburg fest: „Seit Monaten haben wir ein stabiles Seuchengeschehen in den drei Kerngebieten. Die beiden jetzt gefundenen Kadaver liegen zwar innerhalb der Weißen Zone und somit im Gefährdeten Gebiet, aber außerhalb des bestehenden umzäunten Kerngebietes in Märkisch-Oderland. Der äußere Ring der Weißen Zone ist mit einem festen Zaun bereits umschlossen. Das Kerngebiet wird nun erweitert und sofort mit einem mobilen Elektrozaun vorläufig umzäunt. Im nächsten Schritt muss das erweiterte Kerngebiet so schnell wie möglich mit einem festen Zaun abgeschlossen werden. In Abstimmung mit dem Land sucht der Landkreis umgehend die unmittelbare Umgebung um den neuen Fundort systematisch nach Fallwild ab –  Kadaversuchhunde, ein Hubschrauber und Drohnen unterstützen dabei.“ Hingegen ist die Ausbruchssituation in Sachsen mit Stand vom 20.01.2021 relativ unverändert mit insgesamt 17 ASP-Fällen.

-Update 14.01.2021 – Überarbeitete FAQ des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) zur ASP
Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat im Dezember 2020 seine FAQ zu ASP bei Wildschweinen aktualisiert. Darin werden erstmals auch die folgenden Fragestellungen thematisiert:

  • Wird das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASPV) in einer Biogasanlage inaktiviert?
  • Wie lange ist das Virus der Afrikanischen Schweinepest in Silage stabil?
  • Wie lange kann das Virus auf kontaminierten Feldfrüchten nachgewiesen werden?

-Update 11.01.2021 – Drückjagden auf Schalenwild zur Prävention und Bekämpfung der ASP unter verschärften Coronamaßnahmen möglich

Drückjagden auf Schalenwild zur gesetzlichen Abschussplanerfüllung als auch zur Reduzierung der Schwarzwildbestände im Rahmen der Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich, wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover mitteilt. Hierbei müssen folgende Voraussetzungen für die Durchführung erfüllt werden:

Alle übrigen Gesellschaftsjagden, wie z. B. Treibjagden auf Niederwild, sind nicht zulässig.

Die Anreise zu Einzel- und Drückjagden zur gesetzlichen Abschussplanerfüllung als auch zur Reduzierung der Schwarzwildbestände gelten als berufliche Tätigkeit im Sinne des § 2 Absatz 3 Nr. 3 Nds. Corona-VO und stellen nach Maßgabe des diese Norm konkretisierenden Erlasses des ML einen triftigen Grund für eine Ausnahme von der dort geregelten Einschränkung des Bewegungsradius dar (vgl. § 18 Nds. Corona-VO).

-Update 07.01.2021 – Die Zahl der bestätigten ASP-Fälle hat sich über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr von seinerzeit insgesamt 322 mit Stand zum 07.01.2021 auf insgesamt 460 bestätigte Funde erhöht. Seit Neujahr sind allein 42 bestätigte Funde aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland (beide Brandenburg) gemeldet worden, wie das FLI als Nationales Referenzlabor heute in einer Presseinformation mitteilt. Damit gibt es jetzt insgesamt 444 bestätigte ASP-Fälle bei Schwarzwild im Land Brandenburg. Mit Stand 07.01.2021 wurden im Landkreis Spree-Neiße 28, im Landkreis Oder-Spree 269 und im Landkreis Märkisch-Oderland 147 ASP-Fälle bei Wildschweinen amtlich festgestellt. Anders zeigt sich die Lage im Landkreis Görlitz in Sachsen. Hier wurde nur ein weiteres Tier seit dem 16.12.2020 positiv beprobt. Dort sind nun 16 ASP-Fälle amtlich bestätigt.

-Update 17.12.2020 – Das Nationale Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest (ASP) – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat bei zwanzig weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt. Es handelt sich um Fälle aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Damit gibt es jetzt insgesamt 307 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild im Land Brandenburg. Nach offiziellen Angaben des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg wurden bis zum 16.12.2020 im Landkreis Spree-Neiße 20, im Landkreis Oder-Spree 190 und im Landkreis Märkisch-Oderland 97 ASP-Wildschweine entdeckt.Die Lage in Sachsen ist mit Blick auf die Vorwoche unverändert. Dort wurden im Landkreis Görlitz insgesamt 15 ASP-Fälle bisher bestätigt.

-Update 08.12.2020 – In Brandenburg wurden bislang bei insgesamt 248 Wildschweinen ASP festgestellt. Fundorte und Anzahl bestätigter ASP-Fälle bei Wildschweinen sind mit Stand vom 07.12.2020 wie folgt:

Landkreis Spree-Neiße 14
Landkreis Oder-Spree 156
Landkreis Märkisch-Oderland 78

Brandenburg verzeichnet damit innerhalb weniger Tage einen Anstieg um mehr als 60 ASP-Fälle bei Wildschweinen. Die Fallzahl in Sachsen ist seit Ende November nicht gestiegen. Bisher sind hier 15 Fälle bestätigt. Mittlerweile gibt es auch Funde westlich des mobilen Zaunes. Laut Auskunft von Brandenburg und Sachsen schreitet der Bau fester Zäune entlang der Grenze zu Polen gut voran, war aus Kreisen des zentralen Krisenstabs dort zu erfahren.

-Update 01.12.2020 – Gestern wurde der Zaunbau in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen. Von Kamerateams beleitet, setze der Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, die letzten Pfähle des insgesamt 63 km langen Zauns zum Schutz gegen die Ausbreitung der ASP. Der Zaun soll die nächsten fünf Jahre stehen bleiben. Mit Blick auf die Entwicklung der ASP-Fälle in Deutschland lässt sich mit Stand 30. November feststellen: Bisher wurden insgesamt 193 ASP-Fälle in Deutschland bestätigt. In Sachen im Landkreis Görlitz stieg demnach die Zahl der ASP-Funde auf aktuell 11. In Brandenburg waren es zum Stichtag 30. November insgesamt 182 bestätigte ASP-Fälle. Spitzenreiter unter den drei betroffenen Landkreisen in Brandenburg ist der Landkreis Oder-Spree mit zurzeit 147 bestätigten Fällen. In den beiden anderen betroffenen Landkreisen, Spree-Neiße und Märtkisch-Oderland sind aktuell 14 bzw. 21 ASP-Fälle bekannt.

-Update 24.11.2020 – Das FLI hat am 20.11.2020 sechs weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen bestätigt. Der Fundort von fünf Tieren in Brandenburg lag im Landkreis Oder-Spree, ein weiterer ASP-Fall bei Schwarzwild in Sachsen wurde für den Landkreis Görlitz gemeldet. Insgesamt sind somit 176 ASP-Fälle für Deutschland gemeldet worden (Stand der Fallzahlen: 20. November 2020). Somit sind in den drei Landkreisen in Brandenburg folgende Fälle bestätigt: Spree-Neiße 14, Oder-Spree 137 und Märkisch-Oderland 17. Im Landkreis Görlitz in Sachsen sind aktuell 8 ASP-Fälle aktenkundig. Paralell zu den Entwicklungen setzt sich die Bundesregierung intensiv für eine ASP-Regionalisierung ein, die einen Export deutschen Schweinefleischs aus Nicht-ASP-Regionen ermöglichen soll. So heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage einiger Bundestagsabgeordneter an die Bundesregierung zur ASP: […] „Die Bundesregierung arbeitet mit Nachdruck daran, die Anerkennung der deutschen ASP-Regionalisierung durch die relevanten Drittländer zu erzielen und dadurch den Export von Schweineerzeugnissen aus den ASP-freien Regionen der Bundesrepublik baldmöglichst zu ermöglichen. Zu welchem Zeitpunkt nach Erhalt des ASP-freien Status für die gesamte Bundesrepublik gemäß dem Gesundheitskodex für Landtiere der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und unter welchen Bedingungen eine Wiederaufnahme des Handels erfolgen kann, ist von den Bedingungen der Veterinärzertifikate sowie möglicher weiterer Anforderungen von Drittländern abhängig.“ […] (Quelle: Deutscher Bundestag / Drucksache 19/24087)

-Update 20.11.2020 – Mit Stand 18.11.2020 wurde in Brandenburg bei bislang 157 Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Verendete Wildschweine werden in Brandenburg auf Afrikanische Schweinepest untersucht. Zur Situation in Sachsen: Im Rahmen der intensiven Fallwildsuche im Landkreis Görlitz wurden mehrere verendete Wildschweine östlich des Zaunes zu Polen entdeckt. In zwei Fällen wurde an gefundenen Knochen ASP nachgewiesen. Der Fundort ist 8 km vom ersten Fall Ende Oktober entfernt. Weitere Untersuchungen an Falltieren laufen. Ein Kerngebiet wurde bisher nicht ausgewiesen. Um das Infektionsgeschehen zu begrenzen, hat nun auch Sachsen damit begonnen, einen festen Zaun im Grenzverlauf zu Polen zu errichten. Beteiligt an den Arbeiten sind Mitarbeiter des THW sowie Soldaten der Bundeswehr. Der Zaun ist laut Sachsens Sozialministerium etwa 1 m hoch, damit ihn Hirsche und Rehe überwinden können. Gleichzeitig verfügt er über einen Unterwühlschutz. Ziel ist, neben dem Grenzverlauf auch das gesamte gefährdete Gebiet sowie den Truppenübungsplatz Oberlausitz, der 8.000 ha der insgesamt 13.500 ha großen Restriktionszone umfasst, einzuzäunen. (Quellen: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/ / Wochenblatt)

-Update 11.11.2020 – Aktuelle Entwicklung und Zahlen zur ASP –
In Brandenburg werden verendete Wildschweine auf Afrikanische Schweinepest untersucht. Die Proben werden im Landeslabor Berlin-Brandenburg untersucht. Sollte ein Ergebnis positiv sein, wird der amtliche Verdachtsfall festgestellt und die Probe umgehend an das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zur Bestätigung weitergeleitet. Aktuell wurde in Brandenburg bislang bei insgesamt 143 Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Diese teilen sich auf die Landkreise Spree-Neiße (14), Oder-Spree (117) und Märkisch-Oderland (12) aus.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat zwei Pressemitteilungen zum Sachstand hinsichtlich der Bekämpfung der ASP herausgegeben. Hierin geht es zum einen um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen Afrikanische Schweinepest sowie die Reduzierung der Wildschweinpopulation in weißen Zonen. Beide Mitteilungen finden Sie unter https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/227-grenzueberschreitende-zusammenarbeit-asp.html und https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/226-asp-unterstuetzung-bundeslaender.html .

Weitere umfängliche Informationen zur aktuellen Situation finden Sie auch auf der Seite des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Bandenburg unter
https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/ .

-Update 04.11.2020 – Mit Stand 30. Oktober 2020 sind in den drei von der ASP betroffenen Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch-Oderland in Brandenburg insgesamt 114 ASP-Fälle bestätigt. Am 27.10.2020 wurde darüberhinaus im Landkreis Görlitz (Sachsen) auf dem Gebiet der Gemeinde Krauschwitz ein mit ASP infiziertes Wildschwein erlegt, wie Untersuchungen des FLI später ergaben. Die Abschussstelle lag östlich des zwischen Deutschland und Polen errichteten mobilen, elektrischen Zaunes auf sächsischer Seite. Es ist anzunehmen, dass das Tier den mobilen Zaun nicht überwunden hat.

-Update 29.10.2020 – Neun weitere bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg
Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, hat sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei neun weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Die Tierseuche wurde demnach auch vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als nationalem Referenzlabor in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Insgesamt sind somit 103 ASP-Fälle amtlich dokumentiert. (Quelle: AHO Redaktion Großtiere)

-Update 26.10.2020- In Brandenburg wurden bislang bei insgesamt 91 Wildschweinen ASP festgestellt. Demnach gibt es mit Stand vom 23.10. 2020 folgende Fundorte und Anzahl bestätigter ASP-Fälle bei Wildschweinen: Landkreis Spree-Neiße (13), Landkreis Oder-Spree (72) und Landkreis Märkisch-Oderland (6).

Alle Fälle liegen bisweilen in den zwei Kerngebieten (östliches Brandenburg) :

  1. Gebiet Neuzelle/Sembten: Fläche von ca. 150 km² und Umfang von ca. 58 km.
  2. Gebiet (ca. 65 km vom ersten entfernt) Bleyen: Fläche von ca. 45 km²

Das gefährdete Gebiet (inklusive Kerngebieten) umfasst 2.183 km² und betrifft 5 Landkreise (Oder-Spree, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland und Frankfurt-Oder). Ca. 173 Schweine haltende Betriebe mit ca. 33.300 Schweinen sind im Gefährdeten Gebiet enthalten (33 Betriebe stehen leer). Die Pufferzone umfasst 1.658 km² und 187 Schweine haltende Betriebe mit ca. 54.400 Schweinen. Bei einer großangelegten Suche nach Wildschweinen im zweiten Kerngebiet im Landkreis Märkisch-Oderland (in KW 42), unter anderem mit Drohnentechnik, wurde auf der Oderinsel Küstrin-Kiez eine größere Zahl an Wildschweinen gefunden. Die Kerngebiete wurden inzwischen mehrfach abgesucht. Die Erschaffung einer weißen Zone (um Kerngebiet von Neuzelle/Sempten) und im Zuge dessen die Errichtung eines festen Zauns (283 km²; äußerer Ring 55 km – davon 30 km bereits erbaut) im Abstand von 5 km zum Kerngebiet in den Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald laufen.

Weitere Infos zum Zaunbau und zur weißen Zone finden Sie hier: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~08-10-2020-asp-erste-weisse-zone-eingerichtet und https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/

-Update 09.10.2020- Insgesamt 53 bestätigte ASP-Fälle
Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt: Drei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft informiert, dass sich der Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei drei weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben heute nachgewiesen. Zwei Fundorte liegt im ersten Kerngebiet. Der andere Fundort liegt im Landkreis Märkisch Oderland – und damit innerhalb des zweiten Kerngebiets. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

-Update 07.10.2020- Insgesamt 49 bestätigte ASP-Fälle
Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt drei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Hausschweinbestände sind nach wie vor nicht betroffen. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des ersten Kerngebiets.

Update 30.09.2020- Insgesamt 38 amtlich bestätigte ASP-Fälle
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Brandenburg bestätigt. Ein Fundort liegt im aktuellen Kerngebiet. Der andere Fundort liegt im Landkreis Märkisch Oderland, nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt – und damit außerhalb des bisher definierten gefährdeten Gebietes. Das Land Brandenburg muss die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen jetzt entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. 

-Update 23.09.2020- Insgesamt 29 amtlich bestätigte ASP-Fälle
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert, dass sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei neun weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

-Update 18.09.2020- Insgesamt sieben amtlich bestätigte ASP-Fälle
Das FLI hat einen weiteren ASP-Fund bestätigt. Das Tier stammt aus dem Raum Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Insgesamt ergeben sich somit bis heute 7 amtlich bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg.

Erstmals liegen Informationen zur Einrichtung von drei Restriktionszonen (inklusive Pufferzone) vor: Am 17.09.2020 hat der Landkreis Oder-Spree eine neue Tierseuchenallgemeinverfügung herausgegeben. Das war notwendig geworden, weil nun auch in diesem Landkreis die ASP bei Wildschweinen in der Gemeinde Neuzelle nachgewiesen werden konnte. Die Verfügung weist für den Landkreis Oder-Spree erstmals zusätzlich zur Benennung eines Kerngebietes, kein „vorläufiges gefährdetes Gebiet“, sondern ein gefährdetes Gebiet und eine Pufferzone aus. Für den Landkreis Oder-Spree werden darüber hinaus für diese drei Gebiete konkrete differenzierte Maßnahmen und Auflagen festgelegt. Am Ende der Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises Oder-Spree findet man drei Übersichtskarten mit geografischer Darstellung dieser drei Restriktionszonen über alle betroffenen Landkreise hinweg.

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium und das Landvolk Niedersachsen empfehlen aufgrund der aktuellen Situation das auf Initiative des Landvolkes Niedersachsen stattgefundene ASP-Webinar, das noch kostenfrei über www.akademie.vet zur Verfügung steht, zu nutzen.

-Update 17.09.2020- Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat am gestrigen späten Nachmittag in einer Pressemitteilug die Afrikanische Schweinepest bei fünf weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Es ist davon auszugehen, dass das hochansteckende Virus vor dem Auffinden des ersten Kadavers in die Wildschweinpopulation eingetragen wurde. Das Land Brandenburg muss die bestehende Schutzzonen und Schutzmaßnahmen nun entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Das Bundesministerium wird die Europäische Union (EU), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sowie die Handelspartner informieren. Weiterhin ist das Ministerium in intensiven Gesprächen mit den relevanten Drittstaaten, um mittels eines Regionalisierungskonzepts den Handel aus Nicht-Restriktionsgebieten in diese Länder zu ermöglichen. Innerhalb der EU ist der Handel mit Schweinefleisch weiter möglich. Das Regionalisierungskonzept für die Afrikanische Schweinepest ist in der EU anerkannt. Dementsprechend wird der Handel lediglich für jene Betriebe eingeschränkt, die im Restriktionsgebiet liegen. Derzeit verbleiben rund 70 Prozent der deutschen Exporte im EU-Binnenmarkt. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. (Quelle AHO)

-Update 16.09.2020- Afrikanische Schweinepest: Fünf weitere Fälle bestätigt

Fundorte nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree befinden sich im gefährdeten Gebiet

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hatte am gestrigen Dienstag bei fünf weiteren Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Die Tiere wurden nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden. Die Fundorte liegen alle im bereits festgelegten gefährdeten Gebiet. Das teilte das Verbraucherschutzministerium des Landes Brandenburg gestern mit. Es handelt sich um vier tot aufgefundene Wildschweine (Fallwild) sowie um ein krank erlegtes Wildschwein.Wie in solchen Fällen vorgeschrieben wird Untersuchungsmaterial der fünf Kadaver jeweils noch am selben Tag zum Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) geschickt, das die Untersuchungsergebnisse bestätigen muss. Hier finden Sie die Pressemitteilung des zuständigen Ministeriums des Landes Brandenburg von gestern:

-14.09.2020- Die wichtigsten Infos zu ASP bis heute 10:00 Uhr:

  • Entdeckt wurde das tote Wildschwein in Brandenburg auf einem abgeernteten Maisfeld sieben Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Laut Verbraucherministerium gibt es in der Gefährdungszone rund 20 Schweinehalter, ein Halter mit 5.000 Schweinen ist sieben Kilometer vom Fundort entfernt.
  • Der mobile Elektrozaun steht seit Samstagabend und umfasst die Kernzone rund um den Fundort in der Gemeinde Schenkendöbern in einem Radius von drei Kilometern. Der Landesforstbetrieb hatte die örtlichen Kräfte unterstützt. In der Kernzone liegen die Landkreise Neiße-Spree und Oder-Spree.
  • Insgesamt wurde das Gefährdungsgebiet auf einen Radius von bis zu 24 Kilometer um den Fundort herum festgelegt. Davon ist auch ein Teil des Kreises Dahme-Spreewald betroffen (siehe Karte in der Allgemeinverfügung, rote Fläche).
  • Maßnahmen im gefährdeten Gebiet für Jagdausübungsberechtigte, für Schweinehalter und für alle Personen sind der angefügten Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises Dahme-Spreewald zu entnehmen.Eine Hundestaffel aus Schleswig-Holstein unterstützt die Fallwildsuche.
  • Seit 12.09.2020 besteht ein Einfuhrverbot von Schweinefleisch nach China: Die Deutsche Botschaft in Peking hat mitgeteilt, dass das Zentrale Zollamt und das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Räume der VR China die Einfuhr von Haus- und Wildschweinen sowie deren Produkte aus Deutschland in die Volksrepublik China verbieten. Die Bekanntmachung ist auf den 11.09.2020 datiert.
  • Betroffene Waren, die vor diesem Datum aus Deutschland versendet wurden, werden bei der Einfuhr in der VR China einer strengen Quarantänekontrolle unterzogen.
  • Einen Leitfaden für Öko-Schweinehalter, der einen Überblick über präventive Maßnahmen gibt, hat das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) herausgegeben. Der Leitfaden erläutert zudem auch Maßnahmen für einen möglichen Krisenfall. Denn dann müssen Bio-Schweine unverzüglich aufgestallt werden. Ob die Tiere trotzdem ihren Öko-Status behalten, darüber entscheiden die Öko-Kontrollbehörden der Bundesländer. Den Leitfaden finden Sie hier: