DBV-Schreiben an BMEL zu Kastration mittels Isofluran-Narkose

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Wegen weiterer unerwarteter Schwierigkeiten bei der betäubungslosen Ferkelkastration mittels Isofluran-Narkose, hat sich der DBV mit einem Schreiben an BMEL-Staatssekretärin Beate Kasch gewandt und um fachliche Klärung gebeten. Grund dafür war ein Artikel im Deutschen Tierärzteblatt. In diesem werfen die Autoren beispielsweise arzneimittelrechtliche Fragen auf und raten den Tierärzten von der Abgabe von Isofluran an Sachkundige ab, was sowohl bei den Tierärzten als auch den Landwirten zu erheblicher Verunsicherung führt.

Staatssekretärin Kasch wurde ebenfalls darüber informiert und um Stellungnahme gebeten, dass die notwendigen Sachkundeschulungen in den Bundesländern nur sehr verhalten anlaufen. Ebenso wurde um Abklärung hinsichtlich tierversuchsrechtlicher Fragen gebeten, die sich ggf. bei den für die Sachkunde erforderlichen praktischen Unterweisungen am Ferkel im Rahmen der Schulungen ergeben könnten.

Letztlich hat der DBV nochmals darauf hingewiesen, dass für den Fall, dass die auf 20 Mio. € limitierten Fördermittel für Isoflurangeräte nicht für alle interessierten Ferkelerzeuger ausreichen, haushaltsrechtliche Vorkehrungen erwartet.