Ernteschätzung: Weniger Weizen und Gerste in Deutschland erwartet

Der DRV veröffentlicht eine erste Schätzung zur Ernte 2023. Demnach verringert sich die Ernte an Weizen und Gerste. Ein Plus ist beim Roggen zu erwarten.

Der Deutsche Raiffeisenverband DRV geht in seiner ersten Prognose für 2023 von insgesamt 42,7 Mio. t Getreide bei der Ernte 2023 aus. Das ist ein Minus von knapp 2 % zum Vorjahr. Ursächlich hierfür sind insbesondere stetig abnehmende Anbauflächen. Das wird vom DRV sehr kritisch gesehen, denn mit dem Zwang zur Extensivierung und der Ausweitung des Ökolandbaus werden die Erträge signifikant reduziert. Rund 30.000 ha Ackerland gehen nach DRV-Schätzung pro Jahr für Siedlungen und Straßen verloren. Hinzu kommt, dass vermehrt Flächen für Photovoltaikanlagen sowie ökologische Maßnahmen genutzt werden. Darüber hinaus gibt es in diesem Jahr größere Verschiebungen zwischen den einzelnen Ackerfrüchten, die zulasten des Getreides gehen: So wurde die Anbaufläche für Raps um circa 80.000 ha ausgedehnt. Der DRV erwartet 2023 jedoch keine erneuten Spitzenerträge und avisiert die Erntemenge auf Vorjahresniveau. Die Anbaufläche für Silomais wird ebenfalls deutlich zulegen, da im Vorjahr die Ernte wegen der Trockenheit enttäuschend ausfiel. Gleichzeitig rechnet der DRV mit einem Rückgang der Haferfläche um 17 % auf 133.00 ha. Für Körnermais wird ein Rückgang der Anbauflächen um 11 % auf 406.000 ha erwartet, für Sommergerste von gut 12 % auf 325.000 ha. (Quelle: DRV/AMI)