Futtergetreide: Mais zeigt keine Schwäche

Infobrief Pflanze

Während die Gebote für Futterweizen, -gerste und Triticale der Erfasser zurückgenommen wurden, verteuerte sich Körnermais. Das zeigt sich auch auf Großhandelsebene. Die Aussicht auf ein begrenztes Exportangebot sorgt in der ohnehin schon bestandsabbauenden, globalen Versorgungslage für zusätzlichen Auftrieb. Die Entscheidung der Ukraine ihre Maisexporte auf 24 Mio. t im laufenden Wirtschaftsjahr zu limitieren, zeigt nicht nur an den Terminbörsen, sondern auch am €opäischen Kassamarkt Preiswirkung. Auch wenn die Ukraine an EU-Importanteilen verloren hat und Brasilien den Spitzenplatz überlassen musste. Aus dem Schwarzmeerland kam im laufenden Wirtschaftsjahr bislang nur 3,2 Mio. t Mais in die EU-27 und damit nicht einmal die Hälfte der vorjährigen 6,7 Mio. t. Am deutschen Kassamarkt wurden die Gebote franko Verarbeiter um 1-2 €/t angehoben, franko Südoldenburg sogar um 4 auf 232 €/t. Damit rückt Mais wieder näher an die Futterweizenpreise, die dort bei 234 €/t liegen und ein Minus von 2 €/t zur Vorwoche aufweisen. Die alte Ernte ist von den Erzeugern weitgehend vermarktet und auch die attraktiven Kontraktpreise für die neue Ernte wurden oft genutzt.