Weizenkurse geraten unter Druck

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Die Weizenkurse in Paris legten im Verlauf der Woche zunächst zu, gaben die Gewinne dann aber wieder ab. Aktuell steht der Frontmonat März bei 192,8 €/t, womit die Vorwochenline leicht verfehlt wird. Was den Terminmarkt derzeit im Wesentlichen steuert, sind die Entwicklungen im Außenhandel und hier ist das Bild eher uneinheitlich. Auf der einen Seite steigern die deutlichen Eurokursrückgänge der vergangenen Tage die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Weizenexporte gegenüber anderen Herkünften. Frankreich zeigte sich zuletzt sehr konkurrenzstark am internationalen Markt. FranceAgriMer untermauerte die positiven Exportaussichten jüngst mit einer Anhebung seiner Prognose zu den französischen Weichweizenexporten in der laufenden Saison um 0,2 auf 12,6 Mio. t, womit das Vorjahr um 30 % übertroffen würde. Auf der anderen Seite hat sich Frankreich um jüngste größere Weizenausschreibung Ägyptens nicht bemüht, wovon sich Marktteilnehmer enttäuscht zeigten. Für die insgesamt 360.000 t erhielten stattdessen Russland und Rumänien den Zuschlag. Getrübt werden die EU-Exporterwartungen auch durch die Entwicklungen am Schwarzmeer: Die russischen Weizenpreise haben zuletzt weiter nachgegeben, da der milde Winter dort bisher kaum zu Auswinterungs-schäden geführt hat. Auch die Frühjahrsaussaat steht wegen der aktuell günstigen Wetterlage unter einem guten Stern. Daraus ergeben sich positive Aussichten für die kommende Ernte. Der Wettbewerb mit EU-Herkünften, die zuletzt wegen eines Preisvorteils im Export noch die Nase vorn hatten, wird dadurch verschärft.