Info-Rundschreiben Februar

Liebe Mitglieder,

der aktuelle Wetterumschwung und die frühlingshaften Temperaturen können den Berufsstand nicht darüber hinwegtäuschen, dass die agrarpolitische Großwetterlage weiterhin frostig, wenn nicht sogar eiskalt bleibt.

Die Ausweisung eines roten Gebietes durch den Entwurf der neuen niedersächsischen Dünge-VO und die bis zu deren Inkrafttreten geltende Übergangsregelung mit umfänglichen Auffangflächen trifft uns auch in Südniedersachsen hart. Zu den düngerechtlichen Einschränkungen kommt erschwerend hinzu, dass deren Umsetzung z.T. nicht geregelt ist. Weder sind die vorhandenen Gräben verbindlich kategorisiert, noch gibt es eine funktionsfähige Gebietskulisse in Bezug auf die Hangneigung unserer Flächen. Dadurch ist mitunter völlig unklar, welche Regelungen an einzelnen Schlägen gelten. Dies sind unhaltbare Zustände, die nicht nur den Berufsstand, sondern auch die beratenden Organisationen vor große Probleme stellt.

Auf Bundesebene wird über das Insektenschutzpaket, also die Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung und des Bundesnaturschutzgesetzes durch BMEL und BMU, versucht, die mühsam erkämpften Kompromisse des Niedersächsischen Weges und insbesondere die damit verbundenen Entschädigungsregeln für Landwirte durch Ordnungsrecht ohne Entschädigungsmöglichkeit zu ersetzen.

Dies ist ein Schlag ins Gesicht aller Verhandlungspartner, die am Niedersächsischen Weg beteiligt waren – inklusive der Landespolitik.

Nichtsdestotrotz arbeitet das Landvolk auf allen Ebenen weiter für die Interessen der Landwirte und des ländlichen Raumes. Mit der Überarbeitung der niedersächsischen Dünge-VO beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe auf Landesebene, an der auch das Landvolk beteiligt ist. Erste Erfolge wurden dort bereits erzielt.

Über die Landes- und Bundespolitiker aus unserem Gebiet versuchen wir auf Kreisebene ein Bewusstsein über die fatalen Auswirkungen des Insektenschutzpakets in der derzeit vorliegenden Form zu schaffen und damit eine parlamentarische Mehrheit hierfür zu verhindern.

Hier können alle Etwas dazu beitragen! Sprecht mit den Kommunalpolitikern vor Ort, erklärt Ihnen die Problematik der beschriebenen Gesetzesvorhaben und macht Ihnen vor allen Dingen deutlich:

Natur- und Umweltschutz geht nur mit der Landwirtschaft!

Wir sind bereit für Gespräche und Veränderungen! Aber wir können nicht zum Nulltarif auf Erträge und damit Erlöse verzichten, um eine Dienstleistung für die Gesellschaft und die kommenden Generationen zu erbringen.

Diese Botschaft kann gar nicht genug verbreitet werden, wir brauchen auch Eure Hilfe.

Vorstand und Geschäftsführung

gez.      Claus Hartmann                                              gez.      Gerhard Rudolph
            Vorsitzender                                                                  Geschäftsführer