LV Rundschreiben 16/21

Land Hadeln

Landvolk warnt weiter vor Afrikanischer Schweinepest
Hohe Wildschweindichte verschärft die Lage / Merkblätter für Saisonarbeitskräfte
L P D – „Nach wie vor ist die Lage extrem angespannt. Es gilt weiterhin, einen Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in den Hausschweinebestand in Deutschland und vor allem in Niedersachsens Veredlungsregion zu vermeiden. Deshalb appellieren wir an alle Betriebe, die Biosicherheitsmaßnahmen stringent einzuhalten.“, ruft Georg Meiners als Vorsitzender des Tierseuchenausschusses im Landvolk Niedersachsen auf. Doch auch Verbraucherinnen und Verbraucher sind gefordert, der Verbreitung der Tierseuche entgegen zu wirken. Ebenso sollten die Saisonarbeitskräfte mit den mehrsprachigen Info-Zetteln über diese Seuche, die für den Menschen ungefährlich ist, aber für Schweine und Wildschweine tödlich endet, informiert werden.
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Europas, wie Ungarn, Polen, Belgien, Baltikum, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Slowakei, Serbien, und Asiens immer weiter aus. In diesen betroffenen Ländern wurden auch Hausschweinebestände mit ASP infiziert. „Lebensmittel, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, sind ansteckend. In rohem Fleisch, gepökelten oder geräucherten Fleischwaren, wie Schinken und Salami-Würsten, ist das Virus monatelang haltbar“, erklärt Meiners. Eine Übertragung ist auch durch Kleidung, Gegenstände und Fahrzeuge möglich, sofern diese mit dem Virus in Kontakt gekommen sind.
Um die Gefahr des Ausbruchs der ASP in Niedersachsen durch unsachgemäße Entsorgung fleischhaltiger Lebensmittel aus Ländern zu vermeiden, in denen die Seuche bereits im Hausschweinebestand auftritt, verweist das Landvolk erneut auf die Merkblätter für Saisonarbeitskräfte in 14 Sprachen zum Download (https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/klauentiere). Gerade die Autobahnraststätten und -parkplätze, wo Urlauber, Grenzgänger und LKW-Fahrer Pause machen und sich stärken, können Quellen der Verbreitung sein. In Deutschland ist die ASP bislang in vier Kerngebieten entlang der polnischen Grenze aufgetreten, das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bezeichnet die Lage dort als stabil. Aber aufgrund der hohen Wildschweindichte und der anstehenden Geburt der Frischlinge rechnet das FLI in den betroffenen Gebieten mit einer hohen Anzahl von Neuansteckungen. „Die Wildschweindichte in den Restriktionszonen muss deshalb so stark wie möglich abgesenkt werden. Wir fordern daher weiterhin den konsequenten Abschuss der Wildschweine sowie einen zügigen Ausbau des Grenzzauns zu Polen“, sagt Georg Meiners abschließend.1038 ASP-Fälle bei Wildschweinen wurden insgesamt bislang festgestellt, vor einem Monat waren es 850 infizierte Wildschweine. (LPD 31/2021)

Dorfhelferinnen sind Familienmanagerinnen auf Zeit
Informationstag am 8. Mai in Rehburg-Loccum
L P D – Sich beruflich weiterentwickeln, umorientieren oder neu starten, um sich in der Familienarbeit zu engagieren – diese Möglichkeit bietet der Kurs des Evangelischen Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen. Er bietet ab September 2021 in seiner zentralen Bildungsstätte im Dorfhelferinnenseminar in Loccum den nächsten insgesamt 14-monatigen Weiterbildungskursus zur Dorfhelferin an, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Informationen zu Kursablauf, Unterrichtsinhalten, Kurskosten sowie zur Möglichkeit der Anstellung beim Evangelischen Dorfhelferinnenwerk schon während der Kurslaufzeit bietet ein Informationstag im Dorfhelferinnenseminar in Loccum am Samstag, 8. Mai 2021, um 10.30 Uhr.
Auf den anspruchsvollen Berufsalltag als „Geprüfte Fachkraft für Haushaltsführung und Familienbetreuung in Haushalten landwirtschaftlicher Betriebe (Dorfhelferin/Dorfhelfer)“, zum Beispiel in Familien mit kleinen Kindern, wenn die Mutter durch Krankheit oder Kur ausfällt, und auf die Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer werden die angehenden Dorfhelferinnen durch Blockunterricht im Seminar in Loccum oder im digitalen Online-Unterricht vorbereitet. Lerneinheiten zuhause und Praktika, die ebenfalls von zuhause aus geleistet werden können, ergänzen die Ausbildung. Schon während der Weiterbildung ist auf Wunsch und bei persönlicher Eignung eine Anstellung in Teilzeit beim Evangelischen Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen möglich.
Um möglichst vielen interessierten Personen die Weiterbildung zu diesem zukunftssicheren Beruf mit Tätigkeitsschwerpunkt im sozialpflegerischen Bereich zu ermöglichen, ist der Kursus bildungsurlaubsberechtigt. Die zur Weiterbildung erforderliche hauswirtschaftliche Vorbildung kann vielfach verkürzt nachgeholt werden ebenso wie die notwendige Erfahrung in einem landwirtschaftlichen Haushalt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit dem Programm „Die Bildungsprämie“ zudem die berufsbezogene Weiterbildung, die bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen auch für diesen Kurs in Anspruch genommen werden kann.
Da die Wege zum Beruf des Dorfhelfers/der Dorfhelferin jedoch sehr individuell sind, wird ausdrücklich schon jetzt eine persönliche Beratung im Dorfhelferinnenseminar in Loccum unter Telefon 05766/7274 oder per Email seminar@dorfhelferin-nds.de angeboten. Dort sollten sich Interessierte auch zum Informationstag anmelden. Weitere Hinweise finden sich auf der Homepage www.dhw-nds.de unter dem Stichwort „Weiterbildung“. (LPD 31/2021)

Ohne Praxisleitfaden werden Weidetiere Leid erfahren
UMK enttäuscht – Tag des Wolfes am 30.4. ist falsch verstandener Artenschutz
L P D – „Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern stehen als vom Wolf hauptbetroffene Länder mit ihrer Forderung für ein bundesweit einheitlich geregelten Umgang mit auffälligen Wölfen ziemlich allein da – noch. Das haben die die Ergebnisse der digitalen Umweltministerkonferenz UMK eindeutig gezeigt“, zieht Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers enttäuscht sein Fazit. Einmal mehr werde falsch verstandene „Wolfsliebe“ als Artenschutz für eine Spezies dem großen Ziel Naturschutz und Artenvielfalt geopfert, erklärt Ehlers gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.
Bei der UMK wurde über den Entwurf eines „Praxisleitfaden zur Erteilung artenschutzrechtlicher Ausnahmen“ abgestimmt. Eine Bund-Länder-Arbeitergruppe der jeweiligen Umweltministerien hatte diesen im vergangenen halben Jahr im Auftrag der UMK erarbeitet. „Leider konnte sich die Ministerrunde nicht einigen, sodass es weiterhin keinen bundesweit einheitlichen Leitfaden zur Entnahme auffälliger Wölfe geben wird. In Niedersachsen gibt die niedersächsische Wolfsverordnung eine klare Linie vor, welche Schutzmaßnahmen seitens der Tierhalter zu ergreifen sind und wann übergriffige Wölfe zu entnehmen sind. Die Anforderung dafür sind nicht leicht zu erfüllen, aber zumindest gibt es somit einen klaren Rahmen, der die „Spielregeln“ im Umgang mit dem Wolf setzt. Diesen hätten wir uns auch für die Kollegen in anderen vom Wolf betroffenen Bundesländern gewünscht“, führt Ehlers aus.
Mit dem Leitfaden hätte es die Chance gegeben, dass die Entscheidungen der Behörden zur Entnahme auffälliger Problemwölfe bundesweit einheitlich erfolgen. Nun wird weiter jedes Land das Bundesnaturschutzgesetz und die darin genannten Gründe zur Erteilung einer Artenschutzausnahme selbst interpretieren. „Ohne Praxisleitfaden wird sich das Leid der Weidetiere und der Weidetierhalter verlängern“, ist Ehlers überzeugt und hofft, dass letztere nicht resigniert aufgeben.
Dass der Unmut bei den Weidetierhaltern groß ist, wurde bei einer Videokonferenz im Vorfeld der UMK mit Agrar – und Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern Till Backhaus, Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies und Vertretern von Weidetierhaltern und Schafzuchtverbänden deutlich, zu der das Landvolk Niedersachsen und das Aktionsbündnis Weidetierhaltung eingeladen hatten. Beide Minister hatten deutlich gemacht, dass neben Einführung des Praxisleitfaden auch die Präventionsleistungen erhöht werden müssen.
Letztlich sei alles nur eine Frage der Zeit: die Bundesländer, die noch nicht vom Wolf stark betroffen sind, kommen irgendwann auch dran, schließlich verzeichne Deutschland eine rasante Steigerung der Population von 20 bis 30 Prozent pro Jahr – so der Tenor. 2019/20 sind mehr als 120 Territorien in Deutschland von Wölfen besetzt gewesen, sodass mittlerweile mit 150 bis 170 Rudeln gerechnet werden müsse. Das bedeutet, dass aktuell ca. 1.500 bis 1.700 Wölfe in Deutschland leben – mit entsprechend negativen Konsequenzen für die Weidetiere und der Halter.
„Die Frage der Akzeptanz ist eine Frage der Regulierung. Wir brauchen klare Regelungen zum Abschuss von Wölfen, die am Ende vor Gericht Bestand hat. Dies ist für ein Miteinander von Wolf, Weidetieren und Gesellschaft unerlässlich, wenn zukünftig Tiere auf Weiden und Deiche, wie von der Gesellschaft gewünscht, gehalten werden sollen“, sagt Ehlers und verweist auf den 30. April, bei dem die Weidetierhalter auf ihre Problematik und Existenznöte bundesweit und vor allem im Internet aufmerksam machen werden. (LPD 32/2021)

Zukunftstag 2021
Am 22.04.2021 war Zukunftstag. Diese Gelegenheit haben wir vom Kreisbauernverband Land Hadeln genutzt, um Schülerinnen und Schülern Einblicke in das Berufsfeld der Landwirtschaft zu ermöglichen. Zunächst haben wir den Schülern/innen Informationen über die Aufgaben des Kreisbauernverbandes Land Hadeln, die Landwirtschaft im Landkreis Cuxhaven und den Werdegang zum Landwirt/in vermittelt. Im Anschluss daran haben wir Erstmalig eine Online-Exkursion mit den Schülern durchgeführt. Dazu sind wir zu Familie von Horsten nach Osterbruch gefahren. Dort hat uns die Mitarbeiterin Henrike Meyer alles Rund um den Betrieb und das Geschehen auf dem Hof bei einer Betriebsbesichtigung erzählt. Die Betriebsbesichtigung wurde online, live über ZOOM übertragen. Das bot den Schülern/innen die Möglichkeit jederzeit Fragen zu stellen, was auch gut angenommen wurde. 
Insgesamt konnten wir durch das am Ende bekanntgegebene gute Feedback und die gute Mitarbeit der Schüler/innen eine positive Bilanz ziehen. Auch wenn eine gemeinsame Hofbesichtigung für alle vor Ort durch nichts zu ersetzten ist, bietet eine solche Online-Exkursion in der aktuellen Zeit ein gutes Mittel, um Schülern/innen aktuelle Einblicke in die Landwirtschaft zu ermöglichen. Dieses wollen wir auch weiterhin Nutzen, sodass wir uns überlegt haben, eine Veranstaltung in ähnlicher Form zu wiederholen.

Deutscher Bauernverband stellt Zukunftskonzept vor
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, stellt am 21. April 2021 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung ein Zukunftskonzept für die deutsche Landwirtschaft vor. „Wir wollen mit unserem Zukunftskonzept den Grundpfeiler für eine neue Partnerschaft zwischen Ernährung und Landwirtschaft setzen“.
Das Zukunftskonzept des Deutschen Bauernverbandes bietet vier Vorschläge, wie sowohl Landwirte als auch Bürger und Verbraucher neues Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der so wichtigen Branche gewinnen können. Ziel des Konzeptes ist es, offene Diskussionen über die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung auf nationaler Ebene anzustoßen und dabei alle Akteure – Gesellschaft, Politik, Verbraucher und Landwirtschaft – zu beteiligen.
Das Zukunftskonzept finden Sie unter: https://www.bauernverband.de/dbv-positionen/positionen-beschluesse/position/zukunftskonzept-2021

Terminvergabe Sammelantrag 2021
Gerne unterstützen wir Sie bei der Antragstellung –ANDI 2021-. Aufgrund der aktuellen Lage werden wir die Termine auch in diesem Jahr wieder telefonisch oder in Form einer Videokonferenz durchführen. Genauere Infos erhalten sie dazu bei der Terminvergabe, zu der Sie sich gerne unter 04751-9226-0 melden können.

Jetzt PIN prüfen!!!
Wir bitten zu beachten, dass die PIN-Nummer für die Antragsbearbeitung der Förderanträge zwingend erforderlich ist, ohne PIN können nicht einmal die „Grunddaten des Vorjahres“ eingesehen werden!!!!
Wir bitten vorab zu überprüfen, ob Ihre PIN-Nummer vorliegt, ggf. melden Sie sich in der Geschäftsstelle oder bei VIT-Verden (04231-955 -10), um rechtzeitig eine neue PIN zu beantragen. Dies gilt vor allem auch für Betriebe, denen im vergangenen Jahr (aus verschiedensten Gründen) eine neue Fördernummer zugeteilt wurde, denn dann ist die PIN-Nummer für den Agrarantrag (Fördernummer) in der Regel nicht die PIN-Nummer für die HIT-Datenbank (Tierhaltungsnummer)!

Land Hadeln

Corona – Betrieb der Geschäftsstelle
Vor-Ort Termine: Aktuell nur mit aktuellem, negativen Corona-Test (max. 12 Stunden alt)
Wir möchten noch einmal an die aufgrund der Corona-Regelungen geänderten Öffnungszeiten unserer Geschäftsstelle erinnern.
Geänderte Öffnungszeiten
Montag – Freitag 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Telefonisch, per E-Mail oder Fax stehen unsere Mitarbeiter Ihnen selbstverständlich während der regulären Geschäftszeiten zur Verfügung (Mo – Do: 8:00 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr, Fr 8:00 bis 12:30 Uhr)
Wenn es für bestimmte Anliegen erforderlich ist, sind Vor-Ort-Termine nach telefonischer Vereinbarung möglich.

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