LV Rundschreiben 32/20

LV Land Hadeln

Neues vom Niedersächsischen Weg

Bauern haben Bienen im Blick und tun ihnen Gutes

Niedersächsischer Weg – Anerkennung der Arbeit für mehr Artenvielfalt

L P D – Auf Dinge hinweisen, die Landwirte für den Artenschutz tun – das ist das Ziel der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ der Initiative „Echt grün – Eure Landwirte“. 13 Kreislandvolkverbände unterstützen das Projekt niedersachsenweit. „Zusammen mit dem Bieneninstitut Celle wurde ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, anhand dessen sich Landwirte als ‚bienenfreundlich‘ qualifizieren können“, erläutert Lisa Johannes vom Landvolk Hannover. In diesem Jahr nehmen mehr als 400 Bauernhöfe in Niedersachsen an der Aktion teil, davon mehr als 60 in der Region Hannover. Neben den Bienen profitieren jedoch auch andere Insekten, das Niederwild und Vögel von der Aktion.

So wie im Blühstreifen von Carsten Fricke aus Müllingen, in dem die Bienen fast so laut summen wie die nahegelegene Autobahn. „Blühstreifen sind sehr wertvoll, weil sie über einen sehr langen Zeitraum Nahrung bieten und damit Engpässe überbrücken“, erläutert Fricke den Nutzen des auch für Spaziergänger schön anzusehenenden zwölf Meter breiten Streifens zwischen Graben und Weizen. Diese mit viel Mühe angesäte Blütenmischung steht im Kontrast zu der großen extensiven Streuobstwiese, die der Landwirt an anderer Stelle nahezu unbewirtschaftet liegen lässt und an deren Rand er einige Totholzhaufen aufgeschichtet hat.

Mit diesen Maßnahmen hat der Landwirt schon einen großen Beitrag zur Artenvielfalt geleistet und bei der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ Punkte gesammelt. Neben den beliebten Blühstreifen gehören naturbelassene Unkrautecken, mehrjährige Sand- und Feldsteinhaufen, rottendes Altholz oder ein Staudengarten auf dem Hof zu den anerkannten Angeboten. Bauern können sich aber auch verpflichten, Feld- und Wegerandstreifen erst nach dem Ausblühen oder Altgrasstreifen ganz stehen zu lassen und mit Imkern zu kooperieren. „Die meisten Sachen machen wir sowieso schon seit Jahren“, sagt Fricke.

Ihm ist es wichtig, auf den freiwilligen Beitrag der Landwirte zum Naturschutz hinzuweisen. Er macht aber auch deutlich, dass die Förderung der Artenvielfalt von Bauern zum Nulltarif schwierig ist. „Das auszugleichen, was Gewerbe und Bebauung jeden Tag anrichten, überfordert die Landwirtschaft“, sagt Fricke. Er spricht sich deshalb für eine Honorierung weiterer Maßnahmen aus, wie sie auch im Niedersächsischen Weg der Landesregierung vorgesehen sind. Dabei wollen die Politiker gemeinsam mit Naturschutzverbänden und dem Landvolk Niedersachsen den Natur-, Arten- und Gewässerschutz in Niedersachsen weiterentwickeln und die Landwirtschaft vermehrt in die Pflicht nehmen, sie dafür aber auch entlohnen. Weitere Infos unter www.niedersaechsischer-weg.de

Corona-Testpflicht bei Einreise aus Risikogebieten
Seit dem 8. August 2020 gilt für Personen, die nach Deutschland einreisen und sich in den letzten 14 Tagen in einem so genannten Risikogebiet aufgehalten haben eine Testpflicht auf das Coronavirus. Die Testung darf maximal 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland vorgenommen worden sein. Das entsprechende Zeugnis muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Wer sich nicht testen lässt, muss sich für mindestens 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Wer sich bei der Einreise oder danach testen lässt, muss so lange in Quarantäne, bis ein negatives Ergebnis vorliegt. Für Einreisende Saisonarbeitskräfte aus einem Risikogebiet ist es daher sinnvoll den Test bereits in ihrem Heimatland durchführen zu lassen, damit sie bei ihrer Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen können. Die Einreise muss in jedem Fall beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.
Für Reiserückkehrer, d.h. Personen, die ihren 1. Wohnsitz in Deutschland haben, ist der Test innerhalb der ersten 72 Stunden nach ihrer Rückkehr kostenlos. Dabei ist es egal, ob diese aus einem offiziellen Risikogebiet kommen oder aus einem anderen Land einreisen.
Die Verpflichtung gilt nicht für Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten.
Folgende Gebiet innerhalb Europas gelten derzeit als Risikogebiet:

  • Albanien
  • Belarus
  • Belgien: Provinz Antwerpen
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien: Blagoevgrad, Dobritch, Varna
  • Kosovo
  • Luxemburg
  • Montenegro
  • Nordmazedonien
  • Republik Moldau
  • Rumänien: Argeș, Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, București, Buzău, Dâmbovița, Galați, Gorj, Ilfov, Mehedinți, Neamt, Prahova, Ialomita, Timis, Vaslui, Vrancea
  • Russland
  • Serbien
  • Spanien: Festland und die Balearen
  • Türkei
  • Ukraine

Weitere Informationen erhalten Sie u.a. auf der Internetseite des Bundesgesundheitsamtes.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende.html#c18588

Hofbesuche – Individuelle Stationsschilder für den Hof bestellen
Hofbesuche sind ein wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit. Schilder an den verschiedenen Bereichen des Hofes geben Besuchern erste Informationen darüber, was hier passiert. Im Onlineshop der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. können Hofschilder individuell erstellt und auf Ihren Betrieb angepasst werden. Für Milchbauern aus Niedersachsen übernimmt die Landesvereinigung die Kosten für vier Schilder. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite https://milchland.de/stationsschilder/

Q-Fieber – Kostenlose Untersuchung Ihrer Herde
Q-Fieber ist eine Erkrankung, die durch das Bakterium Coxiella burnetii verursacht wird. An Q-Fieber können sowohl Tiere als auch Menschen erkranken. Dabei gelten Hauswiederkäuer (Schafe, Ziegen und Rinder) als die häufigste Infektionsquelle für den Menschen. Diese scheiden den Erreger während der Geburt oder eines Abortes in großen Mengen mit Geburtsflüssigkeiten und Nachgeburt aus. Durch das Einatmen von erregerhaltigen Aerosolen und Stäuben können sich Menschen sehr schnell infizieren. Häufigste Krankheitserscheinungen bei Wiederkäuern sind Fressunlust und Fehlgeburten.
Seit 2013 unterstützt die Niedersächsische Tierseuchenkasse Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter, die von Q-Fieber betroffen sind, durch eine Impfstoffkostenbeihilfe zur
Grundimmunisierung der Herde. Hierzu ist allerdings der direkte Erregernachweis im Bestand notwendig.
Die Niedersächsische Tierseuchenkasse möchte Schaf- und Ziegenhaltern nun anbieten, Ihre Herde kostenlos auf Q-Fieber-Antikörper zu untersuchen. Nähere Informationen dazu finden Sie in dem Informationsschreiben der Niedersächsischen Tierseuchenkasse, welches wir dem Rundschreiben letzte Woche beigefügt haben.

Jetzt anschauen: Schnelle Tipps für eine gute Kommunikation
In sieben kurzweiligen Videos gibt Sprechwissenschaftlerin Tomma Hangen Anregungen für ein besseres Miteinander. Und die können Sie gleich am Mittagstisch ausprobieren!
Sie gibt unter anderem Tipps, wie man mit vermeintlich provokanten Fragen umgeht oder Strategien für mehr Schlagfertigkeit.
(https://milchland.de/tipps-kommunikation/)

Bodenuntersuchungen aktualisieren
Bodenuntersuchungen für Grünland- und Ackerschläge über 1 ha dürfen max. 6 Jahre alt sein, für die Düngeplanung Frühjahr 2021 also maximal aus dem Jahr 2015. Nach der Ernte ist der beste Zeitpunkt, um die Proben zu aktualisieren!
In der Geschäftsstelle kann ein Probenehmer ausgeliehen werden. Jeweils dienstags kommt die LUFA um die Proben abzuholen.

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