LV Rundschreiben 33/20

Neues vom Niedersächsischen Weg

Neue Internetseite erklärt Niedersächsischen Weg – UMWELTMINISTERIUM SCHALTET INFORMATIONSPLATTFORM FREI

Gemeinsamer Auftritt ab sofort freigeschaltet: Die Allianz aus Landwirtschaft, Umweltverbänden und Landesregierung für den „Niedersächsischen Weg“ präsentiert jetzt gemeinsam eine Internetseite, auf der sich Bürgerinnen und Bürger über den Vertrag und über die laufenden Gespräche informieren können. „Allen Beteiligten ist wichtig, dass die Öffentlichkeit sich selbst ein umfassendes Bild über den eingeschlagenen Weg machen kann“, sagt Umweltminister Olaf Lies: „Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger verstehen, dass gemeinsame Anstrengungen, konsequente Gesetze und ein fairer finanzieller Ausgleich notwendig sind, um mehr für unsere Arten, aber auch den Natur- und Gewässerschutz zu erreichen.“ Dazu kann auch jede und jeder Einzelne etwas beitragen, betont der Umweltminister: „Beispielsweise durch ein bewusstes Konsumverhalten mit der Bereitschaft, für gute lokal erzeugte Lebensmittel einen anständigen Preis zu zahlen. Die Preise für Milch und Fleisch, aber ebenso für Gemüse oder Eier, müssen eine Wertschätzung für unsere Lebensmittel ausdrücken. Landwirte haben einen Anspruch auf eine faire Bezahlung. Alles andere ist unmoralisch“, sagt Lies. Der von Naturschutz, Landwirtschaft und Landesregierung eingeschlagene „Niedersächsische Weg“ eröffnet zum ersten Mal die große Chance auf gemeinsame Lösungen zwischen allen Beteiligten – auf Augenhöhe. Genau das fehlte in den letzten Jahrzehnten. Ein solcher Kurs ist noch von keiner Landesregierung eingeschlagen worden. „Es ist eben keine freiwillige Vereinbarung, sondern ein verbindlicher Weg – rechtlich und finanziell abgesichert“, erläutert Lies. BUND, Nabu und Landwirtschaft haben mit jeweils eigenen Konzepten die Gespräche befruchtet. Diese Konzepte sind Grundlage für die einvernehmlichen Lösungen, die derzeit in unterschiedlichen Arbeitsgruppen vereinbart werden“. Lies: „Unsere Ergebnisse sind schnell, verlässlich und haben den großen Wert, dass nicht nur die Auflagen, sondern auch eine faire Bezahlung der Landwirte direkt mit ins Gesetz geschrieben wird.“ Und einen Herzenswunsch bringt der Umweltminister ganz persönlich mit: „Ich hoffe, dass Bürgerinnen und Bürger selbst ebenfalls zu mehr Artenschutz beitragen. Schottergärten und Plastikhecken müssen weg aus unseren Vorgärten und Gärten. Das wäre ein ebenso einfacher wie praktischer Beitrag – aber mit hoher Wirkung für Umwelt und Natur.“ Die Internetseite finden Sie unter: https://www.artenretter-niedersachsen.de/
Teilen Sie uns und reden Sie mit: https://www.facebook.com/Artenretter/Umweltministerium Niedersachsen, 12.08.2020

Wie geht es weiter auf dem Niedersächsischen Weg?
Landvolk informiert über das Prozedere und den Zeitrahmen

L P D – Eng gesteckt ist der Zeitplan, mit dem der „Niedersächsische Weg“ auf die Zielgerade einbiegen soll. Die in dieser Form bundesweit einmalige Vereinbarung, die im Mai zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Politik geschlossen wurde, wird sich noch in diesem Herbst in konkrete Formulierungen in verschiedenen Gesetzesentwürfen weiter entwickeln und beraten werden. Die Unterzeichner haben sich verpflichtet, konkrete Schritte für einen verbesserten Natur-, Arten- und Gewässerschutz unter besonderer Berücksichtigung der Landwirtschaft umzusetzen. „Im ersten Schritt ist es jetzt wichtig, dass alle Partner in den Arbeitsgruppen mit dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium der Landespolitik gute Formulierungshilfen für die vereinbarten Gesetzesänderungen an die Hand geben. Daran arbeiten wir derzeit täglich“, fasst Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke den aktuellen Sachstand zusammen.

Das Niedersächsische Naturschutz-Ausführungsgesetz, das Niedersächsische Wassergesetz und das Niedersächsische Waldgesetz müssen angepasst werden, damit den Vereinbarungen im Niedersächsischen Weg entsprochen werden kann. „Für uns Landwirte ist besonders wichtig, dass unsere Kooperation fair ausgestaltet wird, sowohl durch gesicherte Finanzierungsregeln als auch über Berücksichtigung unserer bereits heute täglich erbrachten freiwilligen Agrar-Umweltmaßnahmen“, betont der Landvolkpräsident.

Mit dem Niedersächsischen Weg sichert die Landesregierung den Landwirten und Naturschutzverbänden zu, dass die vereinbarten Leistungen auch honoriert werden. Hierzu gibt es erste konkrete Haushaltsbeschlüsse, über die endgültig noch der Landtag entscheiden wird. Für die verstärkten Fördermaßnahmen ist wie bisher die Kofinanzierung aus EU- und Bundesmitteln eingeplant. Der genaue Zeitrahmen für die finalen Beratungen im Landtag wird derzeit geprüft. Bis Ende August sollen die Arbeitsgruppen ihre Vorschläge für gesetzliche Änderungen endgültig ausgearbeitet haben. Anschließend sind weitere Beratungen über die konkrete Ausgestaltung von vereinbarten Aktions- und Förderprogrammen notwendig. Noch im Herbst werden die Kabinettsbeschlüsse über die Gesetzentwürfe erwartet, die dann den zuständigen Landtagsgremien vorgelegt werden. „Dann haben die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags das letzte Wort. Sie entscheiden über die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge. Wir arbeiten derweil weiter konstruktiv mit und lassen uns dabei nicht beirren“, bekräftigt Albert Schulte to Brinke. (LPD 65/2020) Weitere Infos unter www.niedersaechsischer-weg.de

Hier geht es um Ihr Geld – die Landvolk MB Finanz GmbH
Seit Jahresbeginn ist die LVMB, zusammen mit weiteren Kreisverbänden des Landvolkes Niedersachsen, Gesellschafter der Landvolk MB Finanz GmbH. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um ein Beratungsunternehmen rund um das Thema Banken und Kapital, welches seit 2012 am Markt tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt Bankfachleute aus diversen Tätigkeitsbereichen und agiert partnerschaftlich, diskret und völlig unabhängig ausschließlich im Auftrag und Interesse seiner Mandanten. Im Unterschied zu ähnlichen, freien Anbietern am Markt werden in der Regel keine Provisionsforderungen gegenüber den Anbietern erhoben, was letztendlich eine vollkommene Neutralität garantiert. Das erste Beratungsgespräch ist dabei für die Mandanten immer kostenneutral und erfolgt, in Abhängigkeit von Ihrem Vorhaben, persönlich oder telefonisch.
Zukünftig können wir Ihnen, liebe Mitglieder, durch die Kollegen der Landvolk MB Finanz GmbH eine Beratung und Unterstützung für die nachfolgend aufgeführten Geschäftsbereiche anbieten.

  • Kreditmanagement (Beratung, Unterstützung, Beschaffung von Kreditmitteln zur betrieblichen Refinanzierung z.B. für Modernisierungen, Landkäufe, Immobilienerwerb, Anschaffung von Landmaschinen und Stalltechnik etc.)
  • Immobilienmanagement (Erwerb oder Veräußerung von Immobilien, An – und Verpachtung, Immobilien Beschaffung, Betriebsveräußerungen etc.)
  • Vermögensmanagement (Vermögensaufbau und Verwaltung Ihrer Vermögenswerte, Anlageberatung, Vermittlung von Beteiligungen, finanzielle Vorsorge etc.)
  • Liquiditätsmanagement, Optimierung Rating (begleiteter Wechsel der Geschäfts -Bankverbindung, Liquiditätsbeschaffung, Stundungen, Ratenplanänderungen, Umschuldungen etc.)

Gerade auch in den Situationen, in denen sich die wirtschaftliche Situation für einen Betrieb deutlich und langfristig verändert, kann eine kompetente Hilfe von Spezialisten eine große Unterstützung für den Mandanten sein. Diese Situation überfordert verständlicherweise viele und in Folge dessen werden Fehler gemacht, die man hätte vermeiden können.

Nutzen Sie den gebotenen Mehrwert und lassen auch Sie sich überzeugen. Erstkontakt zur Landvolk MB Finanz GmbH können Sie über unsere Geschäftsstelle oder direkt per E-Mail an info@lvmb-finanz.de und telefonisch unter 0511 8997508 – 0 aufnehmen.

Investitionen zur Verbesserung des Nährstoffeinsatzes (IVN)
Die Landesregierung stellt für dieses Jahr 12 Millionen Euro bereit, mit denen Vorhaben unterstützt werden, die zur Reduzierung von Nährstoffausträgen aus Düngemitteln führen. Das Ziel ist, die Emissionen aus der Lagerung und dem Einsatz organischer und mineralischer Düngemittel zu vermeiden.
Der größte Teil der Mittel steht für die Förderung verschiedener Investitionen zur Verfügung. Dazu weist das Landwirtschaftsministerium auf folgende Eckpunkte hin:

Gefördert wird die Beschaffung, bzw. Errichtung folgender Gegenstände:

  • Zusätzliche Wirtschaftsdüngerlagerkapazitäten (separate Baukörper zur Lagerung von Gülle, Jauche oder Festmist, soweit die Kapazitäten nicht bereits gesetzlich vorgeschrieben sind. Eine feste Abdeckung oder ein Zeltdach wird vorgeschrieben)
  • Abdeckungen für bestehende Güllebehälter oder Mistplatten (festes Dach oder Zeltdach)
  • Gülleaufbereitungsanlagen (für alle Arten der Aufbereitung),
  • digitale Landtechnik
    • Nahinfrarot-Sensoren (NIRS)
    • Technik zur Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern während der Ausbringung
    • Stickstoff-Sensoren
    • Pneumatische Düngerstreuer oder Scheibenstreuer für die Mineraldüngung mit GPS-gestützten Teilbreitenschaltungen, der Möglichkeit der GPS- oder sensorgestützten teilflächenspezifischen Variation der Streumengen bzw. sensorgestützten Einrichtungen zur Verbesserung der Quer- oder Längsverteilung
  • Die Zuwendung wird landwirtschaftlichen Unternehmen mit Sitz in Niedersachsen gewährt; gewerbliche Unternehmen wie Lohnunternehmen oder Biogasanlagen sind ausgeschlossen.
  • Betriebe mit mehr als 3,0 GV/ha werden nicht gefördert.
  • Die Förderung erfolgt als Zuschuss in Höhe von 35 %.
  • Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 Euro netto. Maximal förderfähig ist ein Investitionsvolumen von 200.000 Euro.
  • Liegt das Einkommen über 180.000 Euro (bzw. 150.000 Euro bei Ledigen), wird die Förderung nicht gewährt (Prosperitätsgrenze).
  • Bei genehmigungspflichtigen Vorhaben ist dem Antrag die Baugenehmigung beizufügen.

Die Bewilligung erfolgt noch in diesem Jahr, die Auszahlung dann nach Beschaffung bzw. Baufertigstellung im Jahr 2021.

Neben der Förderung dieser Investitionen sollen aus den 12 Mio. Euro auch Beratungsangebote zur Nährstoffoptimierung des Ackerbaus gestärkt werden.

Sobald die Richtlinie veröffentlicht werden kann, wird die Antragsfrist kurzfristig anberaumt. Voraussichtlich ist dies im September der Fall. Die genaue Antragsfrist und die detaillierten Förderbedingungen sowie Antragsunterlagen sind auf der Seite der LWK zu finden unter dem Webcode 01037222.
https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/zwolf-millionen-euro-forderung-fur-umwelt-und-klimaschutz-191677.html

Corona-Beihilfen – Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben
Antragsteller, denen die Coronabeihilfe gewährt wurde, sind verpflichtet nach Ablauf des Referenzzeitraumes (in der Regel Mai bis Juli 2020) zu überprüfen, ob es evtl. zu einer so genannten Überkompensation gekommen ist. Das heißt, dass der tatsächliche Liquiditätsbedarf geringer war als die ausgezahlte Beihilfe. Möglicherweise zu viel gezahlte Beihilfen müssen zurückgezahlt werden.
Betriebe, welche Corona-Beihilfe erhalten haben, sollten sich daher zeitnah mit ihrem Steuerberater in Verbindung setzen.

Die Hygiene-Leitlinie speziell für kleine und mittlere Direktvermarkter
Jeder Betrieb, der mit Lebensmitteln umgeht, hat wichtige Hygieneregeln einzuhalten und ein Eigenkontrollsystem nach dem Lebensmittelhygienerecht einzuführen mit dem Ziel, hygienische Gefahren abzuwenden. Diese Verpflichtung gilt auch für landwirtschaftliche Direktvermarkter.
Die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband eine Hygieneleitlinie für Direktvermarkter erarbeitet, die den aktuellen gesetzlichen Vorgaben des Lebensmittelhygienerechts Rechnung entspricht. Sie liegt in einer aktuellen Fassung aus dem Jahr 2020 vor und wurde im Rahmen eines Anerkennungsverfahren von den zuständigen staatlichen Stellen des Bundes und der Länder offiziell genehmigt und seitens der EU nach der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über die Lebensmittelhygiene notifiziert. Diese Leitlinie unterstützt die Direktvermarkter, ein einfaches und praktikables Eigenkontrollkonzept zu entwickeln.
Die Zulassungsbehörden und die amtliche Lebensmittelüberwachung sind gehalten, sich bei ihren Kontrollen auf den Betrieben an dieser offiziellen Leitlinie zu orientieren.
Laden Sie hier die kostenfreie Hygieneleitlinie für Direktvermarkter herunter (https://einkaufen-auf-dem-bauernhof.com/foerdergemeinschaft/zeichennutzer/hygieneleitlinie.html)

pDGL-Flächen – Erhalt des Ackerstatus
Flächen mit dem Status pDGL5 (ehemals pDGL16) sollten spätestens bis zum 15. Mai 2021 ackerbaulich genutzt, d.h. umgebrochen und mit einer anderen Hauptfrucht bestellt werden. Ansonsten werden diese Flächen zu Dauergrünland.
Alternativ besteht die Möglichkeit pDGL-Flächen umzubrechen und wieder mit Gras anzusäen, ohne dass der Ackerstatus verloren geht. In diesem Fall ist der Betriebsinhaber verpflichtet, das Umbrechen/Umpflügen dieser Fläche spätestens einen Monat nach dem Umpflügen bei der Bewilligungsstelle in Bremervörde mit einem entsprechenden Formular anzuzeigen. Wird beispielsweise eine Fläche im Herbst 2020 gepflügt und neu eingesät, erfolgt eine Neubewertung des pDGL- Status. Unterbleibt die Anzeige oder erfolgt sie zu spät, erfolgt keine Neubewertung der Fläche im Hinblick auf die Entstehung oder Nichtentstehung von Dauergrünland.

Initiative Tierwohl Fortbildungen
Die dritte Programmphase 2021-2023 der Initiative Tierwohl steht in den Startlöchern – mit bereits bekannten, aber auch einigen neuen Kriterien. Das Programm schreibt für Schweinehalter u.a. vor, dass jeder Tierhalter mindestens einmal je Kalenderjahr an einschlägigen, fachspezifischen Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen muss (z. B. Teilnahmebestätigung zu Fachvorträgen). Hierüber sind entsprechende Nachweise zu führen. Der Nachweis muss erstmals zum Erstaudit vorliegen.
Weitere Informationen zum neuen Programm finden Sie auf der folgenden Internetseite (http://initiative-tierwohl.de/partner/3-programmphase-2021/)
Entsprechende Fortbildungsangebote bietet u.a. das LBZ Echem an (https://www.lbz-echem.de/index.cfm/portal/24/nav/2017/article/36009.html)

Hofbesuche – Individuelle Stationsschilder für den Hof bestellen
Hofbesuche sind ein wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit. Schilder an den verschiedenen Bereichen des Hofes geben Besuchern erste Informationen darüber, was hier passiert. Im Onlineshop der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. können Hofschilder individuell erstellt und auf Ihren Betrieb angepasst werden. Für Milchbauern aus Niedersachsen übernimmt die Landesvereinigung die Kosten für vier Schilder. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite https://milchland.de/stationsschilder/

Facebook
Folgen Sie uns schon auf Facebook?
https://www.facebook.com/landvolk.otterndorf/