Energiewende auf den Straßen steht noch aus

Energiewende auf den Straßen steht noch aus - Foto: Landvolk
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L P D – Die Sommerferien sind passé, die Herbstferien nicht mehr weit – viele Deutsche nutzen im Urlaub ihren eigenen Wagen. Und der wird in den allermeisten Fällen mit fossiler Energie betrieben. So liegt in den Ferienmonaten der Inlandsabsatz von Ottokraftstoffen um rund sechs Prozent höher als im Jahresmittel. Als umweltfreundliche Alternative wären nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes auch erneuerbare Energien möglich. Biokraftstoffe können nach Angaben der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bislang allerdings bringen es die Erneuerbaren Energien im Verkehrssektor nach Aussagen von Philipp Vohrer von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in Deutschland wie auch im europäischen Vergleich nur auf rund fünf Prozent. Für eine Energiewende im Verkehrsbereich müssten nach Einschätzung der AEE mehr Biokraftstoffe genutzt werden, es wäre eine höhere E-Mobilität notwendig und auch eine stärkere Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.

Für die Nutzung als Biokraftstoff werden weltweit derzeit lediglich sechs Prozent der weltweiten Getreideernte genutzt. Diese Daten nennt die Welternährungsorganisation FAO für 2015/16 und schätzt den weltweiten Getreideverbrauch auf 2,56 Mrd. t. In den USA wird bevorzugt Mais als Rohstoff für Biokraftstoffe verwendet. In Deutschland ist die Zuckerrübe eine wichtige Basis für die Bioethanolerzeugung, Raps wird für Biodiesel genutzt und Roggen als Energiegetreide. In Deutschland werden auf rund 2,2 Mio. ha Ackerfläche Energiepflanzen angebaut. Mit den Pflanzen für die industrielle Verwertung entspricht dies 15 Prozent der bundesweiten Ackerfläche. Rund 44 Prozent der weltweiten Getreideerzeugung werden als Nahrungsmittel genutzt, weitere 35 Prozent gehen über die Zwischenstation im Tiermagen ebenfalls in die Lebensmittelproduktion. Die Nutzung als Nahrungsmittel hat bei der Getreideverwertung weiterhin den höchsten Stellenwert. (LPD 2015/78)