L P D – Das Internationale Jahr des Bodens nehmen das Landesamt für Bergbau und Energie (LBEG) sowie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zum Anlass für eine gemeinsame Bodentagung in Hannover. Die Veranstaltung am 12. März im Geozentrum in Hannover greift zugleich die Energiewende als eines der zentralen Themen der Zukunft auf. Der Titel der Veranstaltung lautet daher: „Energiewende – Ein Thema für den Boden?“ Nach Grußworten der Veranstalter und der niedersächsischen Minister Olaf Lies und Stefan Wenzel sind zwei Themenblöcke vorgesehen. Zunächst sollen die Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung aus verschiedenen Blickrichtung, unter anderem den Ansprüchen der Landwirtschaft, diskutiert werden. Nach der Mittagspause stehen Bodenpotenzial und Wärmeleitfähigkeit im Mittelpunkt. Die Tagung soll das Spanungsfeld des Bodens als Energieträger, -produzent und -leiter einerseits und dem des Bodenschutzes andererseits beleuchten. Das vollständige Programm kann unter dem Menüpunkt Aktuelles/Veranstaltungen auf den Internetseiten der Veranstalter www.lbeg.niedersachsen.de oder www.bgr.bund.de heruntergeladen werden. Die Veranstalter bitten Interessenten bis zum 20. Februar um Anmeldung per Mail an: Heike.schoenfeld@lbeg.niedersachsen.de.
Der überwiegende Teil der Fläche in Deutschland wird nach Angaben des Landvolkes Niedersachsen von Land- und Forstwirten genutzt. Mit 52,1 Prozent oder 18,6 Mio. Hektar (ha) wird der größte Flächenanteil Deutschlands landwirtschaftlich genutzt. 30,3 Prozent der Gesamtfläche oder 10,8 Mio. ha sind in Deutschland mit Wald bestanden und werden forstwirtschaftlich genutzt. 13,6 Prozent der Gesamtfläche oder 4,8 Mio. ha werden für Siedlung und Verkehr beansprucht. Dieser Anteil nimmt leider weiter zu. Der tägliche Flächenverbrauch für diese Zwecke hat sich von um die 120 ha und mehr in der Zeit bis zur Jahrtausendwende auf 73 ha im Jahr 2013 etwas reduziert. Diese Marke liegt aber dennoch weiter über der Zielvorgabe der Bundesregierung von 30 ha, die für das Jahr 2030 als Ziel formuliert sind. Zur Umsetzung der Energiewende werden im Bundesbedarfsplanungsgesetz allein 2.800 km Neubautrassen und weitere 2.900 Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen für Energieleitungen ausgewiesen. Niedersachsen ist hier mehrfach betroffen. (LPD 7/2015)




