Futtermittelerzeugung bleibt stabil und sicher

Futtermittelerzeugung bleibt stabil und sicher - Foto: DVT
Foto: DVT

L P D – Sinkende Mastschweine- und Masthähnchenbeständen in Deutschland ziehen einen geringeren Absatz an Mischfuttermitteln nach. Abgefangen wird diese Entwicklung allerdings von einer  leicht steigenden Nachfrage nach Rinderfuttermitteln. Insgesamt meldet der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) für die deutschen Futtermittel-Unternehmen im Wirtschaftsjahr 2015/16 (1.Juli bis 30. Juni) die Produktionsmenge von 23,39 Millionen Tonnen Mischfutter. Das ist über alle Sorten ein leichter Rückgang von 0,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Mehr als zehn Millionen Tonnen Mischfutter werden davon in Niedersachsen erzeugt, damit ist dieses Bundesland mit Abstand führend vor Nordrhein-Westfalen mit rund vier und Bayern mit rund zwei Millionen Tonnen. Knapp 60 Prozent der deutschen Futtermittelerzeugung konzentriert sich laut DVT auf die nördlichen Bundesländer Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Hier liegt auch der Schwerpunkt der deutschen Nutztierhaltung.

Mischfuttermittel für die Fütterung von Schweinen, Geflügel, Rindern und Pferden setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die den Tierarten exakt angepasst werden. Hauptbestandteil aller Futtermittel ist Getreide mit 11,5 Millionen Tonnen im vergangenen Wirtschaftsjahr, in erster Linie Weizen mit 2,2 Millionen Tonnen. Auch bei der Herstellung von Lebensmitteln fallen wertvolle Futtermittel als Koppelprodukt an. Ölkuchen und -schrote aus der Ölproduktion machen allein 27 Prozent der verwendeten Rohwaren in der Mischfutterherstellung aus. Sie sind ein wertvoller Eiweißlieferant. Weitere wichtige Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie sind Melasse oder Zuckerrübenpülpe aus der Zuckerproduktion und sogenannte Mühlennachprodukte aus der Mehlherstellung. Die Auflagen für die deutschen Futtermittelhersteller sind hoch. Im System Qualität und Sicherheit Q+S beispielsweise wird die gesamte Kette der Lebensmittelherstellung überwacht, somit auch die Futtermittel für Nutztiere. Daneben gibt es zahlreiche weitere Standards. (LPD 74/2016)