L P D – Fieber, eine blaurote Zunge, Lahmheit
und in den schlimmsten Fällen Aborte oder die Geburt missgebildeter Lämmer –
die Blauzungenkrankheit hat in Niedersachsens Rinder-, Ziegen- und Schafställen
Angst und Schrecken ausgelöst. Wie der Landvolk-Pressedienst schreibt, ist die
Seuche heute – fünf Jahre später – kein Thema mehr. Nach der Einführung der
Impfpflicht im Frühjahr 2008 war in Deutschland bereits im gleichen Jahr ein
deutlicher Rückgang der Neuausbrüche zu verzeichnen. In 2009 wurden nur noch vereinzelte
Fälle festgestellt, die Impfverpflichtung wurde deshalb zum 1. Januar 2010 aufgehoben.
Damit können Zuchttiere wieder ungehindert ohne Impfung und Untersuchungen in
andere Länder gebracht werden. Auch eine Impfung der Auktionstiere ist nicht
mehr erforderlich. Schafhalter können ihre Tiere allerdings weiterhin
freiwillig gegen Blauzungenkrankheit impfen lassen.
Nach Angaben des Bundesverbandes für Tiergesundheit konnten auch
andere Tierseuchen erfolgreich durch Impfung bekämpft werden. So wurde in den
späten 1980er und 90er Jahren in einem groß angelegten Bekämpfungsprogramm die
Aujeszky’sche Krankheit aus den Schweinebeständen getilgt. Zum Einsatz kamen
hier lebende und inaktivierte Markerimpfstoffe. Weit fortgeschritten ist in
Deutschland auch die Bekämpfung der BHV-1 Infektion beim Rind. Hier werden ebenfalls
Markerimpfstoffe mit begleitender Testung eingesetzt. (LPD 87/2013)




