Kügelchen zeigen ihr Können im Kuhstall

L P D – Wenn die Kuh nicht mehr frisst und das Euter heiß und hart wird, dann ist guter Rat meist teuer. Umso begeisterter waren die Landwirte, die ihre Kühen mit Naturheilkunde wieder fit machen konnten. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, bietet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen seit mehr als zehn Jahren Kurse zu diesem Thema an – mit wachsender Teilnehmerzahl. Besonders im Kuhstall werden mit Erfolg homöopathische Globuli gegeben, Kräuter verabreicht oder Akupunkturnadeln gesetzt. „Nach den ersten Kursen war die Nachfrage und Beharrlichkeit der Teilnehmer so groß, dass Folgeveranstaltungen und auch weitergehende Kurse und Arbeitskreise angeboten werden konnten“, freut sich Heino Martens von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Allein im vergangenen Winter begrüßte er rund 80 Teilnehmer in der Bezirksstelle Oldenburg Nord zu Kursen für Anfänger und Fortgeschrittene. Die Nachfrage ist derart gestiegen, dass die Landwirtschaftskammer in diesem Winter erstmals weitere Kurse in den Bezirksstellen Osnabrück, Oldenburg-Süd und Bremervörde und sogar Arbeitskreise angeboten hat.

Unter den Naturheilverfahren ist die Homöopathie am bekanntesten. Grundsätzlich dürfen aber nur homöopathische Mittel eingesetzt werden, die für die Tierart zugelassen sind. In einigen Ställen kommen auch ätherische Öle und sogenannte Effektive Mikroorganismen zum Einsatz. „Bei Schüssler Salzen und Bachblüten liegen zwar schon sehr gute Erfahrungen bei Haustieren und Pferden vor, der Einsatz ist jedoch bei lebensmittelliefernden Tieren verboten“, bedauert Martens. Er ist stolz darauf, dass in den Kursen nicht nur theoretische Grundlagen vermittelt werden, sondern dass eine praktizierende Tierärztin das Nadelstechen bei der Akupunktur mit den Teilnehmern am Tier übt.

Um der steigenden Bedeutung der Naturheilverfahren gerecht zu werden, organisiert die Landwirtschaftskammer nun das 1. Naturheilkunde-Forum für Rindviehhalter. Es findet am 5. März ab 19 Uhr im Hotel Spohler Krug in Wiefelstede statt. (LPD 16/2013)