Landjugend ist bunt

L P D -„Der Norden ist bunt“ – unter diesem knappen Slogan haben sich die Niedersächsische Landjugend (NLJ) und die Westfälisch-Lippische Landjugend (WLL) in einem gemeinsamen Projekt für Toleranz, Demokratie und Vielfalt stark gemacht. Dafür wurden sie jetzt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit dem Ernst-Engelbrecht-Grewe-Preis 2015 ausgezeichnet. „Wir wollten als Landjugendverbände ein kleines Zeichen setzen und haben damit viel ins Rollen gebracht“, freut sich Tobias Schröder, stellvertretender NLJ-Landesvorsitzender über den Preis. „Die Landjugend ist bunt, sie steht für Vielfalt und Toleranz, bei uns können aus kleinen Schritten große Sprünge werden“, fügt er an und wünscht sich, dass es bald für Deutschland heißt: Landjugend ist bunt.

Mit kleinen Aktionen wie Armbändern, Neugier weckenden Plakaten und vielen anderen Ideen haben die Jugendlichen die Jury überzeugt. Die Jugendverbände im ländlichen Raum leben das „Bunt sein“ in der Gesellschaft und sensibilisieren für Antirassismus und die Auseinandersetzung mit eigenen Denkmustern. Die NLJ und der WLL erhielten dafür ein Preisgeld von 3.000 Euro. Der Ernst-Engelbert-Greve-Preis erinnert an den früheren Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) und langjährigen Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein und wird gemeinsam von BDL und R+V Versicherungen ausgelobt. Er wurde ist mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde jetzt in Berlin zum siebten Mal verliehen. Ebenfalls 3.000 Euro erhielt das Café zum Glück des Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz für eine deutsch-polnische Schülerfirma. Mit jeweils 2.000 Euro wurden der Mainzer Weinsalon und eine Köhleraktion der Werther Landjugend ausgezeichnet. Alle eingereichten Beiträge spiegeln den Einfallsreichtum und die Ideenvielfalt der Jugendlichen auf dem Lande wider. Die Preisträger geben einen Beweis für Eigeninitiative und Veränderungswillen auf dem Land, ohne Tradition und Erfahrung zu vergessen. Der Preis steht unter dem Lebensmotto des Namensgebers „Den Strukturwandel fördern, aber nicht erzwingen“ und soll zur Verbesserung von Lebens- und Bleibeperspektiven junger Menschen im ländlichen Raum beitragen. Die Bewerbungsfrist für die Preisverleihung 2017 beginnt im Frühjahr kommenden Jahres. (LPD 6/2015)