Weidetierhalter setzen ein Zeichen gegen den Wolf

Weidetierhalter setzen ein Zeichen gegen den Wolf - Foto: Landvolk
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L P D – Die Weidetierhalter in Niedersachsen stehen nicht nur der Ausbreitung des Wolfs machtlos gegenüber, auch an der Tatenlosigkeit der Politik verzweifeln sie inzwischen. Übergriffe durch den Wolf werden verharmlost, kleingeredet oder gar verschwiegen, teure und nutzlose Schutzmaßnahmen müssen umgesetzt werden, Entschädigungen verspätet oder gar nicht gezahlt. Einige Tierhalter zeigen Wolfsrisse gar nicht mehr an, weil sie Anfeindungen fürchten. Die Fronten sind verhärtet und die Situation für die Tierhalter unerträglich geworden. Bei jedem Kontrollgang auf die Weide haben sie Angst, mit den Folgen eines Übergrifft konfrontiert zu werden. Gerissene, verletzte oder traumatisierte Tiere sind der Alptraum jedes verantwortungsbewussten Weidetierhalters. Mit dieser Angst möchten die Landwirte und auch Hobbytierhalter nicht mehr leben müssen. Sie fordern im Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement gemeinsam, dass das Land Niedersachsen die Verantwortung für die gewollte Wiederansiedlung des Wolfes übernimmt.

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, werden am Freitag, den 8. September zum dritten Mal Mahnfeuer gegen die weitere Ausbreitung des Wolfes entzündet. Das Landvolk Bremervörde ruft Unterstützer und Betroffene auf, sich um 19.30 Uhr in Hipstedt an der Osterfeuerstelle am Rehmoorweg einzufinden. Das Landvolk Stade organisiert ab 19.30 Uhr ein Mahnfeuer am Außendeich bei Freiburg auf der Kamerunfarm bei Familie Höft. Das Landvolk Wesermünde entzündet das Mahnfeuer in Altluneberg auf der Feuerwehrwiese am Schiffstellendamm ab 19.00 Uhr. Das Landvolk Land Hadeln ruft ab 19.30 Uhr auf zur Unterstützung beim Mahnfeuer in die Sandkuhle nach Hollnseth-Hollen auf. Zum Mahnfeuer des Landvolks Celle treffen sich die Beteiligten ab 18.00 Uhr in Schmarbeck auf Parkplatz am Wacholderwald. Im Landkreis Gifhorn hat Weidetierhalter Wilhelm Heerdes das Mahnfeuer initiiert und hofft auf rege Beteiligung ab in Sprakensehl auf dem Hof Bünte. Das Landvolk Northeim-Osterode und die Jägerschaft Gandersheim entzünden ihr Mahnfeuer für die Weidetierhalter um 19:00 Uhr im Alten Amt, oberhalb von Echte. Der Pferdezuchtverein Weserbergland und Landwirt Friedrich Dieckmann aus Gellersen entzünden das Mahnfeuer gegen den Wolf am 15. September ab 20.00 Uhr in Aerzen-Gellersen. Alle Termine, die Forderungen des Aktionsbündnisses aktives Wolfsmangement und weitere Hintergründe stehen online auf www.wnon.de. (LPD 67/2017)