Eier sind in der Weihnachtsbäckerei sehr gefragt

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Fast vier von zehn deutschen Eiern stammen aus Niedersachsen

Die Vorweihnachtszeit ist traditionell von hoher Nachfrage nach Eiern geprägt –Plätzchen, Stollen und Weckmännchen erhalten durch sie erst den besonderen Geschmack. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, brachte der November in diesem Jahr jedoch keine Belebung auf dem Eiermarkt. Nach Angaben der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft wurden in den Supermärkten zwar kontinuierlich Eier nachgefragt, aber durch die Corona-bedingten Sanktionen fehlte der Absatz in das Gastrogewerbe. Dadurch kam es zu einem Überhang vor allem an Bodenhaltungseiern. Denn im Gegensatz zur Gastronomie greifen Verbraucher vermehrt zu Bio- und Freilandeiern.

Auf diese Nachfrage haben sich die deutschen Landwirte eingestellt und ihre Haltungsmöglichkeiten erweitert. Mit etwa 30 Prozent stieg 2019 der Anteil der Freiland- und der ökologischen Haltung weiter an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten 11,9 Prozent (2016 waren es 10,4 Prozent) der Hühner im Ökolandbau und 19,5 Prozent (2016 waren es 18,2 Prozent) in der klassischen Freilandhaltung. 62,5 Prozent (2016 63,1 Prozent) der Hühner werden demnach deutschlandweit in einem Stall mit Bodenhaltung und nur noch 6,1 Prozent (2016 8,3 Prozent) in Kleingruppen gehalten. Die Käfighaltung wurde bereits 2010 verboten. Damit nimmt die deutsche Legehennenhaltung EU-weit die Vorreiterrolle ein. Zudem verzichtet sie seit 2017 freiwillig auf das Kürzen der Schnabelspitzen von Legehennen.

Als Agrarland Nummer 1 bildet Niedersachsen auch bei den Legehennen einen Schwerpunkt. Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) belegen, dass 2019 rund 39 Prozent der in Deutschland gelegten Eier aus Niedersachsen stammten, dies entspricht fast vier von 10 Eiern oder fast 4,9 Milliarden Konsumeier. Die Eiererzeugung stieg im Vergleich zum Jahr 2018 um knapp zwei Prozent an, der Anteil der erzeugten Eier nach Haltungsform blieb in Niedersachsen jedoch konstant: Über die Hälfte der niedersächsischen Eier stammte aus Bodenhaltung (53 Prozent), fast ein Viertel aus Freilandhaltung (23 Prozent) und etwa ein Zehntel (11 Prozent) aus der Kleingruppenhaltung. Von allen Eiern kamen 13 Prozent aus ökologischer Legehennenhaltung.

Trotz der zahlreichen gehaltenen Legehennen werden nur 71 Prozent der Nachfrage in Deutschland aus dem eigenen Land gedeckt. Denn Eier sind nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beliebter denn je: Insgesamt wurden in Deutschland 2019 fast 20 Milliarden Eier konsumiert. Pro Kopf sind das 236 Eier, 2 Eier mehr als 2018. Dem stehen fast 14 Milliarden Eier entgegen – ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (LPD 98/2020)

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