Starke GAP muss Fundament für Landwirtschaft sein
L P D – Zum Jahresbeginn richtet sich der Blick der Landwirtschaft nach vorn – und mit Sorge nach Brüssel. Aus Sicht des Landvolks entscheidet sich in den kommenden Monaten, ob die deutsche und europäische Landwirtschaft auch nach 2027 eine tragfähige Zukunft hat. Europa steht unter Druck: geopolitische Krisen, steigende Kosten, Klimawandel und der Verlust landwirtschaftlicher Flächen treffen auf die Verantwortung, einen substantiellen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung zu leisten. Für das Landvolk ist klar: Ohne eine zukunftsfähige und finanziell gut ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist diese Aufgabe nicht zu stemmen.
Strohpuppen, Kartoffelsushi und Teamtraining
L P D – Die Niedersächsische Landjugend blickt auf viele prägende Erlebnisse und Momente des Jahres 2025 zurück und mit großer Vorfreude nach vorne auf das Jahr 2026. „Nach zehn Jahren kommt der Deutsche Landjugendtag wieder nach Niedersachsen“, freuen sich die frischgebackenen Vorsitzenden des Landesvorstands, Isabelle Pröstler aus Twistringen und Gerrit Ruschmeyer aus Schneverdingen, die am 1. Januar ihr Amt angetreten haben. Vom 26.-28. Juni planen sie gemeinsam mit dem neuen Vorstand und dem ganzen Team ein unvergessliches Wochenende mit Landjugendlichen aus ganz Deutschland in Hameln.
Beratung und Mediation: Gemeinsam Lösungen finden
L P D – Wie geht es weiter? Mit dem Hof, mit der Familie, mit einem Selbst? Diese Fragen kochen besonders in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr in vielen bäuerlichen Familien hoch. Zu den fast schon traditionellen Eheproblemen und den Generationskonflikten zwischen Hofnachfolger und Altenteiler belasten in diesem Jahr die besonderen Herausforderungen der schlechten wirtschaftlichen Situation auf den Höfen die Bauernfamilien.
Karpfen, Forelle & Co.: Festtagsfisch aus regionaler Erzeugung
L P D – Ob zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel – Fisch gehört für viele Familien fest auf den Tisch. Frischer Karpfen, geräucherte Forelle oder Saiblinge sind klassische Be-standteile der Festtage. Vor allem der Karpfen blickt auf eine lange Tradition zurück: Als Fastenspeise an Heiligabend, als Glücksbringer zu Silvester und als Sinnbild für Wohlstand und Beständigkeit. Der Glaube, Fische schwömmen stets nach vorn, gehört ebenso dazu wie die Karpfenschuppe im Portemonnaie, die im neuen Jahr das Geld vermehren soll.
Landvolkpräsident Hennies zieht Weihnachtsbilanz
L P D – Für Holger Hennies ist Weihnachten kein sentimentaler Rückblick, sondern ein bewusster Moment des Innehaltens. „Am Ende eines Jahres wird es stiller – aber gerade dann wird sichtbar, was wirklich zählt“, sagt der Präsident des Landesbauernverbandes Landvolk Niedersachsen. Nach einem Jahr, das die landwirtschaftlichen Betriebe stark gefordert hat, richtet Hennies den Blick auf das, was war – und auf das, was kommen muss. 2025 habe den Höfen viel abverlangt, betont Hennies deutlich. Niedrige Erzeugerpreise, bürokratische Lasten, langsame Genehmigungsverfahren, verzögerte Förderprogramme und ein europäischer Kurs, der aus Sicht vieler Betriebe mehr bremse als ermögliche, hätten Spuren hinterlassen. Auf der Landvolk-Mitgliederversammlung hat Hennies die Sorgen klar angesprochen: „Viele Landwirtinnen und Landwirte schauen mit Unsicherheit nach vorn. Das darf man nicht kleinreden.“
Pensionspferdehaltung: „Qualität statt Quantität“
L P D – Stell Dir vor, dein Pferd wurde jeden Tag von der Koppel geführt, zu festen Zeiten gefüttert und bewegt – und plötzlich soll es alles selbst entscheiden. Vor dieser Herausforderung stehen Pferdebesitzer, die ihren Vierbeiner in einen Bewegungsstall integrieren wollen. Dieses und weitere Themen wurden auf den zahlreichen Bühnen auf der Messe Passion Pferd in Hannover diskutiert. „Die Sonderschau ‚Pferd.Zukunft.Stall‘ ist bei den Besuchern sehr gut angekommen, wir hatten viele interessante Gespräche, und auch unsere Vortragsbühne wurde gut angenommen“, bestätigt Theresa Hiemesch vom Schauer Active Horse System das Interesse an dem Konzept der Pferdehaltung. Sie hat auf der Bühne unter anderem mit Stallbetreibern über die verschiedenen Verfahren zur Eingewöhnung gesprochen.
Afrikanische Schweinepest: Videos zur Prävention
L P D – Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in Niedersachsen. Der Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen, Jörn Ehlers, betont die Bedeutung von Prävention und Aufklärung: „Wir müssen alles tun, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Es geht um den Schutz unserer Betriebe und um das Wohl der Tiere. Dabei sind nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe gefragt, sondern alle, die im ländlichen Raum unterwegs sind.“
Unwucht bei Agrarpreisen und Marktverzerrungen
L P D – Im Markt für landwirtschaftliche Produkte herrscht nach Einschätzung des Landvolks eine so massive Unwucht, dass das System kaum noch stabil läuft. Die Spannungen zwischen Erzeugerpreisen und dem, was der Handel am Regal verlangt, wachsen in vielen Betrieben sichtbar – auch wenn der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) bei den Niedrigstpreisen für Butter kurzfristig sogar auf Marge verzichtet. Im Endeffekt könne der Lebensmitteleinzelhandel die Preise drücken, wie er wolle und dabei in der Summe seine Handelspannen ausweiten. „Die Politik muss endlich den Marktrahmen verbessern, indem sie das Marktstrukturgesetz für unfaire Handelspraktiken ändert“, fordert er im Gespräch mit dem Landvolk-Pressedienst.
Wassergesetz: Landesregierung will Landwirte belasten
L P D – Zur letzten Sitzung des Landtags im Jahr 2025 hat die niedersächsische Landesregierung dem Parlament ein Paket von Gesetzesänderungen vor allem im Wasserecht vorgelegt, die für die Landwirtschaft fast ausschließlich mit höheren Kosten und zusätzlicher Bürokratie verbunden sind. Betroffen sind aber auch Städte und Gemeinden, sofern diese die Kosten der Gewässerunterhaltung für Gewässer 2. Ordnung finanzieren. Entlastung verspricht der Entwurf den Eigentümern kleiner oder auch großer Waldflächen, darunter auch die Niedersächsischen Landesforsten, für die die Beiträge für die Unterhaltung dieser Gewässer halbiert werden sollen.
Schluss mit der Verzögerung von echtem Wolfsmanagement!
L P D – Das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement (AAW), ein Zusammenschluss von 27 Verbänden, fordert die sofortige Einführung eines echten Wolfsmanagements in Niedersachsen und drängt damit auf eine schnelle Anpassung des Bundes- und Landesrechts an die geänderte europäische Rechtslage. Mit der seit 2025 geltenden Änderung der FFH-Richtlinie – der Wolf wurde von Anhang IV in Anhang V herabgestuft – und der offiziellen Meldung eines günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation nach Brüssel sieht das Bündnis die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um in Niedersachsen ein umfassendes, wirksames Wolfsmanagement einzuführen.
Landvolk: Preissenkung ist ein „Tritt in die Kniekehle“
L P D – Die Stimmung auf den Höfen ist zum Zerreißen gespannt. Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat Landvolk-Vizepräsident und Milchbauer Frank Kohlenberg die großen Lebensmittelhändler (LEH) scharf attackiert. Der Grund: drastische Preissenkungen bei Butter und weiteren Milchprodukten, die die Einkommenslage der Betriebe weiter verschärfen. Kohlenberg spricht von einem „Tritt in die Kniekehle aller landwirtschaftlichen Betriebe und gerade der Milchproduzenten“. In einem Video-Statement wirft er den Handelsketten vor, ein „desaströses Preisdumping“ zu betreiben – und dabei mit zweierlei Maß zu messen.
Landwirte sehen Batteriespeicher als Chance
L P D – Der Boom der Batteriespeicher ist auf den Höfen angekommen. Was vor wenigen Jahren nur in Fachforen diskutiert wurde, ist längst Alltag auf Niedersachsens Höfen: Projektierer suchen systematisch Flächen, Netzbetreiber kämpfen mit Anschlussanfragen und Landwirte stehen vor der Frage, ob sie ihre Grundstücke für Speicher zur Verfügung stellen – oder sogar selbst Betreiber werden sollen? Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Ausschusses Erneuerbare Energien im Landvolk Niedersachsen, ordnet die Lage ein: „Der Ausbau der Speicher ist notwendig, um die Energiewende stabil zu halten. Aber für unsere Betriebe steht und fällt alles mit verlässlichen Rahmenbedingungen und sauberen Verträgen.“













