Engagement für Hecken, Obstwiesen und Artenvielfalt
L P D – Hecken, Teiche oder Insektenwälle – die Stiftung Kulturlandpflege hat bereits einige Aktionen für den Naturschutz als „Projekt des Jahres“ mit dem Preis „Grüne Herzen Niedersachsens“ ausgezeichnet. In diesem Jahr ist es das „Langjährige und beispielhafte Engagement zur Biotopaufwertung im Revier“ der Jagdgenossenschaft Bergfeld im Landkreis Gifhorn. „Die Eigentümer und Ehrenamtlichen der Jagdgenossenschaft kümmern sich vorbildlich um Hecken, Obstwiesen und vielem mehr in der Gemarkung Bergfeld“, hieß es in der Laudatio. Ein besonderes Anliegen des Vorsitzenden Holger Riemer und seinen Mitstreitern sei zudem die Einbindung der Jugend, wie zum Beispiel der Jugendfußballsparte und der örtlichen Jugendfeuerwehr.
„Wer, wenn nicht wir – wann, wenn nicht jetzt?“
L P D – Das Landvolk Niedersachsen blickt auf ein Jahr zurück, das vielen Betrieben erneut alles abverlangt hat. In seiner Rede vor den fast 300 Delegierten und Gästen machte Präsident Dr. Holger Hennies schnell klar: Die Mischung aus multiplen Krisen, politischem Umbruch und historisch niedriger Investitionsbereitschaft drückt die Stimmung im Berufsstand stärker denn je. Das aktuelle Stimmungsbarometer der Rentenbank zeigt es ungeschönt – die Zukunftserwartungen vieler landwirtschaftlicher Betriebe sind miserabel. Aber: Dass die Politik das Landvolk inzwischen als Lösungsanbieter Nummer eins wahrnimmt, wertete Hennies ausdrücklich als Fortschritt. Genau darin liege die Stärke des Berufsstands: Probleme nicht nur zu benennen, sondern belastbare Konzepte auf den Tisch zu legen und gesellschaftlichen Zündstoff abzuräumen.
FINKA zeigt wirksame Wege für mehr Biodiversität auf dem Acker
L P D – Nach fünf Jahren des intensiven Austauschs zwischen konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieben zog das Projekt „FINKA ‒ Förderung von Insekten im Ackerbau“ mit einer großen Abschlussveranstaltung in Hannover Bilanz. In diesem Rahmen überreichten die fünf Projektpartner ihre Handlungsempfehlungen für eine biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Ackerflächen und stellten die Projektergebnisse vor.
TenneT und Landvolk Niedersachsen setzen auf Verlässlichkeit
L P D – Aus Sicht des niedersächsischen Landvolks ist es ein Schritt, der lange vorbereitet wurde und jetzt für Niedersachsens Landwirte weitere klare Perspektiven schafft: Am 4. Dezember haben TenneT und das Landvolk Niedersachsen sowie alle Kreisverbände und Vereinigungen des Landvolks die weiterentwickelte Zukunftsvereinbarung zum Ausbau des Höchstspannungsnetzes (Übertragungsnetz) unterschrieben. Fünf Sitzungen der gemeinsamen Zukunftskommission waren nötig, um die bestehende Vereinbarung zu schärfen, offene Punkte zu klären und neue Bereiche einzubeziehen.
Landwirtschaft braucht Regulierungsabbau und politische Investitionssicherheit
L P D – 2025 war für das Landvolk Niedersachsen geprägt von politischen Debatten und der zentralen Botschaft, dass Landwirtschaft Verlässlichkeit und eindeutige politische Zukunftsperspektiven braucht. Landwirtschaft und Wirtschaft bilden die Basis unseres Wohlstands und stabilisieren die gesellschaftliche Stimmung. Dieses Bild zeichnet auch der Jahresbericht des Landvolks Niedersachsen, der pünktlich zur Mitgliederversammlung am 4. Dezember unter Landvolk Niedersachsen Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht wurde. Darin werden die unterschiedlichsten Themen- und Arbeitsschwerpunkte des Verbandes als Brückenbauer zwischen Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Ziel, die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe zu sichern, dargestellt.
Rouladen sind die neuen Steaks
L P D – Die Preise für Jungbullen liegen derzeit aufgrund niedriger Tierzahlen auf Rekordniveau. „Verbraucherinnen und Verbraucher greifen deshalb eher zu günstigen Fleischstücken“, berichtet Felix Müller, Vorsitzender des Ausschusses für Rindfleisch im Landvolk Niedersachsen. Oder kurz gesagt: „Rouladen sind die neuen Steaks.“ Er geht davon aus, dass die Preise vorerst nicht sinken werden, da der höheren Nachfrage zu Weihnachten nur geringe Tierzahlen gegenüberstehen. „Die Bullen für Weihnachten werden jetzt geschlachtet, damit das Fleisch noch gut abhängen kann“, erläutert der Bullenmäster aus Rastede, der selbst 300 Tiere hält.
Milchlandpreis 2025: Verantwortung leben und Zukunft gestalten
L P D – „Die prämierten, zukunftsorientierten Betriebe beweisen, dass Niedersachsen auch in Sachen Nachhaltigkeit weltweit zu den Spitzenreitern zählt. Die Milchproduktion und die niedersächsische Landwirtschaft stellen sich den Forderungen aus Politik, Gesellschaft und Verbrauchern, und sie sind jederzeit bereit, sich weiterzuentwickeln.“ Mit diesen Worten brachte Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg auf den Punkt, was die 25. Verleihung des Milchlandpreises ausmachte: Stolz, Leistung – und vor allem Zukunftsorientierung. Für Kohlenberg und die Anwesenden in der Meyerei in Rastede war ganz klar: Hier werden nicht nur Höfe ausgezeichnet, sondern Menschen, die täglich zeigen, wie verantwortungsvolle Milcherzeugung aussieht. Sonja und Jürn vom Milchhof Diers aus Oldenburg holten die „Goldene Olga 2025“ und damit den Titel „Bester Milcherzeuger Niedersachsens“.
Landwirte laden zu weihnachtlichen Erlebnissen ein
L P D – In Niedersachsen öffnen Landwirtinnen und Landwirte in diesem Jahr erneut ihre Ställe, Scheunen und Höfe, um Besucherinnen und Besuchern stimmungsvolle Begegnungen in der Vorweihnachtszeit zu ermöglichen. Unter verschiedenen regionalen Formaten wie „Adventszauber im Stall“, „Lebendiger Adventskalender“ oder festlichen Lichterfahrten schaffen sie zahlreiche Gelegenheiten, die Adventszeit auf besondere Weise zu erleben und gleichzeitig den ländlichen Raum kennenzulernen.
Agrardialog stärkt Austausch über Artenvielfalt
L P D – Wasser- und Klimaschutz sowie Artenvielfalt mit der landwirtschaftlichen Erzeugung noch mehr in Einklang zu bringen, ist das gemeinsame Anliegen von Kirche und Landwirtschaft. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat daher zusammen mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Landvolk Niedersachsen den „Agrardialog“ ins Leben gerufen. Am Montag fand er nach Stationen im Sprengel Lüneburg und im Sprengel Osnabrück nun in Ritterhude im Landkreis Osterholz statt. Eingeladen waren Pächterinnen und Pächter kirchlicher Flächen und Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenvorstände aus dem Sprengel Stade, die mit Landangelegenheiten betraut sind.
Milchhöfe unter Druck – und trotzdem zuversichtlich
L P D – Auf vielen Milchviehbetrieben in Niedersachsen ist die Stimmung angespannt, doch keineswegs hoffnungslos. Sinkende Milchpreise, steigende Kosten und eine Bürokratie, die mitunter jede Investition ausbremst – das ist laut den Mitgliedern des Milchausschusses im Landvolk Niedersachsen die gegenwärtige Realität auf den Höfen. Und dennoch: Betriebe, die weitermachen, tun dies mit klarer Perspektive. Bei der Tischrunde wurde deutlich, wie sehr die Preisabsenkungen überraschten. „Die, die jetzt weitermachen, werden am Markt bestehen“, betont Frank Kohlenberg, Vorsitzender des Milchausschusses und Vizepräsident des niedersächsischen Landesbauernverbandes, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.
Neuer Arbeitskreis will Moorboden schützen
L P D – Auf dem Hof der Familie Grimm in Worpswede war vor kurzem spürbar, dass dort nicht nur über Klimaschutz gesprochen wird – dort wird er angepackt. Der neu gegründete Arbeitskreis Moorbodenschutz hat seine Arbeit aufgenommen, und das Landvolk ist mittendrin. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Landwirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft kamen, um gemeinsam auszuloten, wie Moorböden geschützt und gleichzeitig bewirtschaftet werden können, ohne die Betriebe wirtschaftlich an die Wand zu fahren.
Rettet der Schlick die Moorbauern?
L P D – Im Norden wächst die Sorge um die Zukunft der Moorstandorte – und zugleich die Hoffnung, dass die Unterhaltung der Schifffahrtswege und der Klimaschutz in der Landwirtschaft auf Moorböden eine „win-win“ Lösung bieten. Dabei geht es um den permanent anfallenden Sedimentschlick in den großen Zuflüssen zur Nordsee. Was für den klimafreundlichen Schiffstransport eine unverzichtbare Daueraufgabe ist, könnte den Moorbauern wertvolle Stabilität bieten. Das Projekt „Green Moor Cover“ soll genau das erproben: Moorflächen mit Weserschlick abzudecken, um sie vor Austrocknung zu schützen und klimaschädliche CO₂-Emissionen einzudämmen.













