
Fristen für Teilnahme an Wettbewerben verlängert
L P D – Bei zwei landwirtschaftlichen Branchen-Wettbewerben haben die Veranstalter jetzt die Fristen für die Bewerbungen verlängert. Junge engagierte Menschen aus dem ländlichen Raum haben jetzt noch bis zum 30. April Zeit, sich für den Tassilo Tröscher-Jugendpreis zu bewerben. Mit ihrem Preis möchte die Stiftung gezielt das Engagement in ländlich geprägten Regionen unterstützen, heißt es in einer Mitteilung der Agrarsozialen Gesellschaft (ASG). Und weiter: „Ob Treffpunkte und Freizeitmöglichkeiten, die Unterstützung von Mitmenschen, ein attraktiveres Umfeld, neue Ideen für die Landwirtschaft oder der Einsatz für Umwelt und Klima – Formen und Themen des Engagements sind dabei kaum Grenzen gesetzt“.

Waldbesitzerverband: Holz hat enormes Potenzial
L P D – „Innovative Nutzungsmöglichkeiten unserer Hauptbaumarten“ – so lautete am 19. März das Motto der Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbands Niedersachsen. Der Präsident des Verbandes, Philip von Oldershausen, begrüßte dazu in Isernhagen viele Mitglieder, darunter auch Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte. Sie eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort, in dem sie die Notwendigkeit betonte, die Nutzung von Laubholz auszuweiten und Schadholz gezielt zur langfristigen Kohlenstoffbindung einzusetzen. Die Ministerin verwies zudem auf die finanzielle Unterstützung der Landesregierung: „Für den Waldumbau und die Wiederaufforstung standen in diesem Jahr 15,84 Millionen Euro bereit – eine Summe, die vollständig genutzt wurde. Das ist ein wichtiger Schritt für einen klimagerechten Waldumbau.“

Mit Passion für die Welt des Wildes in Wald und Feld
L P D – „Die Liebe zur Natur und dem Wild stehen für mich nicht im Widerspruch mit hoher Passion zur Jagd zu gehen. Entscheidend ist die Umsetzung und Beachtung der Bedürfnisse aller Beteiligten“, sagt Marcus Steiner, Revierjagdmeister in Niedersachsen. Diese Einstellung gibt er auch an seine Auszubildende Melissa Hagenberg weiter. Sie kannte die Welt des Wildes im Wald und im Feld nur aus den sozialen Medien, bis sie in der zehnten Klasse ein Schulpraktikum absolvierte und sich wegen der Corona-Pandemie „etwas an der frischen Luft“ gesucht hat. Gelandet ist sie bei einem Berufskollegen von Steiner.

Hennies: Landwirtschaft und Klimaschutz aufeinander abstimmen
„Der weltweite Bedarf an Lebensmitteln wird steigen. Im Sinne der Ernährungssicherung muss die niedersächsische Landwirtschaft ihren Beitrag leisten und gleichzeitig den Klimaschutz beachten“, sagte Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies (heute) in Hannover in einer Pressekonferenz, bei der Hennies zusammen mit Landvolk-Vizepräsident Hubertus Berges die Grundzüge der Klimaschutzstrategie des Landesbauernverbandes vorgestellt hat. „Es muss eine Art ‚Niedersächsischen Weg‘ für den Klimaschutz geben“, schlägt Hennies vor. „Leistungen der Landwirtschaft fürs Klima müssen honoriert werden.“

Optimale Bedingungen für Feldarbeit, aber Regen fehlt
L P D – Die aktuellen Wetterbedingungen sorgen für gemischte Gefühle in Niedersachsens Landwirtschaft. Während die trockene Witterung die Pflegemaßnahmen des Bodens und die Aussaat begünstigt, fehlt dringend benötigter Regen, um die Pflanzen optimal wachsen zu lassen, schreibt der Landvolk-Pressedienst. „Seit sieben Wochen herrscht in vielen Regionen Niederschlagsmangel. Der letzte Regen fiel mancherorts Anfang Februar. Die Temperaturen sind zwar im normalen Bereich, doch der fehlende Niederschlag verhindert die optimale Aufnahme von Dünger durch die Pflanzen“, erklärt Thorsten Riggert, Vorsitzender des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im Landvolk Niedersachsen. Stattdessen herrsche seit drei Wochen Nachtfrost, sodass die Wintergerste deutliche Stresssymptome zeige: „Den Feldern, die bereits grün waren, sieht man den fehlenden Niederschlag an.“

Landvolk mahnt zur Vorsicht wegen Hasenpest
L P D – Das Landvolk Niedersachsen mahnt zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit bestimmten Wildtieren im Zusammenhang mit der sogenannten Hasenpest. Zwar gibt es in Niedersachsen im Vergleich beispielsweise zum Nachbarland Hessen nur vereinzelte festgestellte Fälle, aber die Krankheit ist hoch ansteckend und auch auf den Menschen übertragbar. „Wer beruflich oder in der Freizeit engen Kontakt zu Wildtieren hat, ist besonders gefährdet“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers, der auch Vorstandsvorsitzender der Tierseuchenkasse Niedersachsen ist. Das Bakterium ist vor allem in Wildtieren zu finden und kann verschiedenste Tierarten befallen. Hasen sind besonders empfänglich, daher wird die Erkrankung auch als Hasenpest (Tularämie) bezeichnet. Die Übertragung kann durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kadavern erfolgen, aber auch nicht ausreichend durchgegartes Fleisch birgt ein Infektionsrisiko.

Grüne Fenster der Landwirtschaft geben gute Einblicke
L P D – Was machen Landwirte eigentlich den ganzen Tag auf ihrem Hof? Warum müssen sie ausgerechnet jetzt Gülle fahren? Und: Muss der Mähdrescher bis in die Nacht laufen? Viele Agrarthemen werden polarisierend diskutiert, denn im Alltag der meisten Menschen fehlt der Kontakt zur Landwirtschaft. „Vor diesem Hintergrund entstand 2021 im Kreislandfrauenverein Melle die Idee, Schaukästen mit wechselnden Inhalten – sogenannte „Grüne Fenster“ – zu erstellen“, erinnert sich Vorstandsmitglied Anette Große-Gödinghaus an die Anfänge der Aktion. Die Fenster wurden nach und nach an Rad- und Wanderwegen im Grönegau aufgestellt, häufig in der Nähe zu einem landwirtschaftlichen Betrieb und geben dort Einblicke in die Landwirtschaft vor Ort.

„Pendel-Politik“ muss endlich ein Ende haben
L P D – Mit hohen Erwartungen blickt das Landvolk Niedersachsen auf die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin. „Vor dem Hintergrund von Krisen und geopolitischen Verschiebungen gilt es, die heimische Landwirtschaft zu stärken und die Ernährungssicherheit als Staatsziel ins Grundgesetz zu übernehmen, gerade auch in Hinblick auf die Klimaveränderung“, sagt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies, der auch Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) ist.

Wichtigster Akteur für die Jugend im ländlichen Raum wird 75!
L P D – Endlich ist es soweit: Die Niedersächsische Landjugend (NLJ) kann ihr 75-jähriges Bestehen gebührend feiern. Nachdem das Jubiläum zum 70. Geburtstag 2020 pandemiebedingt nur virtuell begangen werden konnte, wird nun am 29. März 2025 in Bad Fallingbostel mit über 500 Gästen gefeiert. Unter dem Motto „Gemeinsam mit Herz und Hand“ laden die Landesvorsitzenden Martin Grubert und Ina Steveker Mitglieder, ehemalige Landjugendliche sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und befreundeten Institutionen in die Heidmark-Halle ein.

Gras ist der Schlüssel zu hochwertigem Futter für Kühe
L P D – Wie viele Cents vom Milchgeld im eigenen Portemonnaie bleiben, hängt direkt mit der Qualität des Grünlands zusammen. „Das Grundfutter ist die günstigste und gesündeste Milchquelle, das Kraftfutter ist nur das Sahnehäubchen dazu“, verdeutlicht Dr. Karsten Padeken die Philosophie der Milchviehhalter in Niedersachsen. Der Landwirt aus der Wesermarsch und Vorsitzende des Grünlandausschusses im Landvolk Niedersachsen hat seine Wiesen an der Nordseeküste dank des trockenen Frühjahrs bereits geschleppt, gedüngt und gestriegelt, um das Wachstum der wertvollen Gräser anzuregen.

Vom Korn zum Brot: Proteingehalt entscheidet über Backqualität
L P D – Deutschland ist ein Land der Brotvielfalt: Mit über 3.200 Brotsorten ist die Auswahl für Verbraucher enorm. Die Basis für diese Vielfalt bildet der heimische Getreideanbau – insbesondere Weizen als wichtigstes Brotgetreide. Doch Landwirte stehen vor einer Herausforderung: Durch eingeschränkte Düngung sinkt der Proteingehalt im Winterweizen, wodurch statt hochwertigem Brotweizen vermehrt Futterweizen produziert wird. „Je nach Witterung fällt die Ernte in Niedersachsen unterschiedlich aus. Doch durch die Auflagen, wonach gebietsweise unterhalb des Bedarfs der Pflanzen gedüngt werden muss, ist es für die Landwirte schwierig, gegenzusteuern“, erklärt Holger Hennies, Präsident des Landvolk Niedersachsen. Anlässlich des Welttags des Mehls am 20. März fordert er politische Lösungen für Landwirte in angeblich nitratbelasteten Gebieten.

Tierhaltung vereint Tierwohl und Klimaschutz
L P D – Die Seiten des Stalls sind offen, sodass immer frische Luft hineinströmt, der Boden ist dick mit Stroh eingestreut und die Puten picken an eigens dafür bereit gestellten Picksteinen oder beschäftigen sich mit den zahlreichen Strohraufen. „Das ist einfach eine schöne Tierhaltung“, fasst Christoph Klomburg aus Syke zusammen. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Mittelweser ist auch Vorsitzender der neu gegründeten AG Geflügel im Landvolk Niedersachsen. Dort wollen sich Geflügelhalter aus Niedersachsen regelmäßig austauschen, um ihre Anliegen dann in den Fachausschuss des Deutschen Bauernverbands einzubringen, in dem Klomburg ebenfalls Vorsitzender ist.