Landesweite Aktionswoche „Landwirtschaft im Dialog“

Foto: Landvolk/Pixabay

Statt Gespräche auf der Grünen Woche findet Austausch coronabedingt digital statt

L P D – Der gesellschaftliche Dialog speziell auch mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern erfolgt normalerweise traditionell zu Jahresbeginn auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Doch da diese coronabedingt nicht stattfindet, laden das Landvolk Niedersachsen und seine Kreisverbände zum landesweiten Aktionstag unter dem Motto „Landwirtschaft im Dialog“ in der zweiten Kalenderwoche bzw. rund um den 14./15. Januar 2021 ein, um Redaktionen der regionalen und lokalen Tageszeitungen und Politiker der Region für die aktuellen Probleme und Herausforderungen der Landwirtschaft zu sensibilisieren, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Die Diskussion um Wertschätzung der von der Landwirtschaft erzeugten Lebensmittel und die Frage nach Wertschöpfung für die, die sie produzieren, spiegelt sich aktuell in den Protesten von Landwirten mit dem Lebensmitteleinzelhandel wider. Verbunden mit immer mehr Auflagen und Einschränkungen sowie fehlender Planungssicherheit seitens der Politik und der weiteren Marktteilnehmer werden landwirtschaftliche Familienbetriebe in eine dramatische Bedrängnis und existenzielle Not gebracht. Die Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Erzeugerpreise sind im Keller, und in fast allen Betriebszweigen werden keine ausreichenden Gewinne mehr erlöst.

Zur Aktionswoche wird die Niedersächsische Landjugend (NLJ) via Instagram und Facebook ein Quiz machen, um Mitglieder und Follower außerhalb der Landwirtschaft zu erreichen. „Spielerisch möchten wir so auf Zustände in der Landwirtschaft hinweisen, die sich in den vergangenen Jahren für Landwirtinnen und Landwirte kritisch, herausfordernd oder bedrohlich entwickelt haben, aber auch auf Leistungen, die Landwirtinnen und Landwirte für Natur und Gesellschaft leisten“, erklärt Lars Ruschmeyer vom NLJ-Agrarausschuss. Mit kurzen, knackigen Antworten wird der NLJ die passende Aufklärung zur Frage liefern. Weiterhin laden einige Landvolk-Kreisverbände, wie Wesermarsch, Hannover, Osnabrück, Celle und Bremervörde, aufgrund der bestehenden Corona-Bestimmungen Redakteure via Videokonferenzen zum Pressegespräch ein, um ihnen nicht nur einen Überblick, sondern auch Erklärungen zu speziellen Themen, wie die Roten Gebiete, zu geben.

„Frag doch mal den Landwirt“ heißt es auch beim Hauptverein Osnabrücker Land, bei dessen Aktion Landwirte in Videobotschaften die Fragen von Lesern beantworten. Interessante Vor-Ort-Gespräche mit Landwirten, die aufgeben und weitermachen wollen, finden beim Kreisverband Stade statt und der Landwirtschaftliche Hauptverband Ostfriesland wird in den sozialen Medien die Aktionswoche „Landwirtschaft im Dialog“ begleiten. (LPD 3/2021)

Ansprechpartnerin für diesen Artikel

Silke Breustedt-Muschalla

Redakteurin

Tel.: 0511 36704-83

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