Internationaler Tag der Milch

Am 1. Juni ist Internationaler Tag der Milch. An diesem Tag wird ein Lebensmittel in den Mittelpunkt gerückt, das für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag gehört: Milch, die im Kaffee, im Müsli, als Joghurt, Käse oder Butter genossen wird. Diese Selbstverständlichkeit verdeckt jedoch, dass hinter jedem Liter Milch eine Erzeugung steht, die an 365 Tagen im Jahr Verantwortung erfordert. Als Deutscher Bauernverband nehmen wir diesen Tag zum Anlass, um diese Leistung sichtbar zu machen. „Mit Leidenschaft, fachlicher Expertise und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein sichern unsere Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger gemeinsam mit ihren Familien Lebensmittelqualität, Versorgungssicherheit sowie Umwelt- und Klimaschutz“, betont der Vizepräsident und Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes, Karsten Schmal.

Gleichzeitig stehen Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger erheblichen Herausforderungen gegenüber. Stark schwankende Erzeugerpreise, hohe Energie- und Betriebsmittelkosten sowie unsichere politische Rahmenbedingungen erschweren die langfristige Betriebsplanung. Investitionen in Tierwohl, moderne Technik und nachhaltige Bewirtschaftung lassen sich betriebswirtschaftlich nur rechtfertigen, wenn politische und wirtschaftliche Grundlagen verlässlich sind.

Vor diesem Hintergrund sind Markteingriffe nach Art. 148 GMO kein geeignetes Instrument, da sie unternehmerische Handlungsspielräume und die Flexibilität der Preisfindung gleichermaßen einschränken. Der Deutsche Bauernverband fordert zum Internationalen Tag der Milch deshalb die im Koalitionsvertrag zugesicherte Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage sowie den konsequenten Abbau auflageninduzierter (Bürokratie-)Kosten.

Der Internationale Tag der Milch ist mehr als nur ein symbolischer Anlass. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf den gesellschaftlichen Wert eines Sektors, der täglich für Ernährungssicherheit, Lebensqualität und Wertschöpfung im ländlichen Raum sorgt. Entscheidend dafür ist politisches Handeln. Benötigt werden verlässliche, investitionsfreundliche und bürokratisch entlastete Voraussetzungen, die den Milcherzeugerinnen und Milcherzeugern die unternehmerische Freiheit verschaffen, die für ihre Arbeit unerlässlich ist.

Ein Beitrag von:
Logo vom Deutschen Bauernverband

Weitere Beiträge

Zahl der Öko-Milcherzeuger in Deutschland und EU stark gesunken

Anlässlich des Weltmilchtags weist der Deutsche Bauernverband (DBV) darauf hin, dass die Zahl der Öko-Milcherzeuger in Deutschland und wichtigen weiteren EU-Staaten in den letzten Jahren erheblich zurück gegangen ist. So…

Internationaler Tag der Milch

Am 1. Juni ist Internationaler Tag der Milch. An diesem Tag wird ein Lebensmittel in den Mittelpunkt gerückt, das für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag gehört: Milch, die im Kaffee,…

Innovationskraft für mehr Resilienz

Im Rahmen des 19. Biogas-Innovationskongresses am 20. und 21. Mai in Osnabrück wurden auch in diesem Jahr die Biogas-Innovationspreise der Deutschen Landwirtschaft durch den Deutschen Bauernverband (DBV) verliehen. Johann Meierhöfer,…

Förderstopp beim Bundesprogramm Energieeffizienz sendet falsches Signal

Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert den vorzeitigen Förderstopp im Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz und CO₂-Einsparung in Landwirtschaft und Gartenbau (Bundesprogramm Energieeffizienz) zum 31. Mai 2026.Steffen Pingen, stellvertretender Generalsekretär des…

Trunk: „Kappung und Degression sind ein Irrweg – Deutschland muss geschlossen handeln“

Nach Vorstellung einer aktuellen Studie zu den Auswirkungen der anstehenden GAP-Reform auf Sachsen „Analyse von Kappung und Degression sowie der grünen Architektur“ warnt der Vorsitzende des Fachausschusses Agrarpolitik im Deutschen…

Energie-Resilienz stärken – Bauernverband hofft auf ein deutliches Zeichen der Energieministerkonferenz

Mit Bioenergie, Photovoltaik und Windkraft tragen land- und forstwirtschaftliche Betriebe maßgeblich zur heimischen Energieerzeugung bei und stärken zugleich die regionale Wertschöpfung im ländlichen Raum. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und…