Interkulturelle Begegnungsstätte bringt Menschen in der Hohen Börde zusammen

Gemeinsam lachen, essen, diskutieren und neue Perspektiven kennenlernen: In der Gemeinde Hohe Börde fand Ende April und Anfang Mai die erste interkulturelle Begegnungsstätte im Rahmen des Projekts der „Interkulturellen Pop-Up Begegnungsstätten“ der Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes statt. An zwei Wochenenden kamen bis zu 25 Bürgerinnen und Bürger zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, kulturelle Vielfalt zu erleben und neue Verbindungen innerhalb der Gemeinde zu knüpfen.

Bereits zum Auftakt am Freitag standen das gegenseitige Kennenlernen und der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Mit interaktiven Übungen, kreativen Methoden und Gesprächsrunden tauschten sich die Teilnehmenden über verschiedenste Themen aus. Dabei wurden persönliche Geschichten geteilt, Gemeinsamkeiten entdeckt und neue Perspektiven eröffnet. Besonders verbindend wirkten kreative Sprachübungen und der Austausch über Redewendungen sowie der Alltagskultur. Auch schwierige und emotionale Themen fanden Raum: Einige Teilnehmende berichteten von ihrer Flucht aus der Ukraine und dem Neuanfang in Deutschland.

Die darauffolgenden Samstage wurden als gemeinsame Begegnungstage gestaltet. Vorträge, Theater, Sprachspiele und eine historische Wanderung durch ein Gemeindedorf ermöglichten intensive Begegnungen zwischen den überwiegend deutschen und ukrainischen Teilnehmenden. Auch Essen spielte eine wichtige Rolle: Beim gemeinsamen Abendessen kamen die Teilnehmenden unkompliziert miteinander ins Gespräch und tauschten Geschichten aus ihrem Alltag und ihrer Herkunft aus.

Neben dem gemeinsamen Erleben stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie Begegnung langfristig in der Gemeinde verankert werden kann. In verschiedenen Gesprächs- und Planungsrunden entwickelten die Teilnehmenden Ideen für zukünftige Treffen und überlegten gemeinsam, welche Orte, Ressourcen und Angebote in der Hohen Börde genutzt werden können, um interkulturellen Austausch dauerhaft zu realisieren.

Die Veranstaltungen machten deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis sind. Gleichzeitig zeigte sich das große Interesse der Teilnehmenden, die geschaffenen Kontakte und Ideen auch über die Begegnungstage hinaus fortzuführen. Zukünftig sollen diese Begegnungsformate auch in zwei weiteren Gemeinden bis zum Ende des Projekts im Sommer 2027 umgesetzt werden.

Projekthintergrund:
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMLEH) finanziell unterstützt. Unter der Fördermaßnahme „Soziale Dorfentwicklung – Starke Gemeinschaften für zukunftsfähige ländliche Räume“ entstehen Projekte, die zur Stärkung von Gemeinschaften in ländlichen Gemeinden beitragen. Alle Informationen finden Sie hier (Interkulturelle Pop-Up Begegnunsstätten – Schorlemer-Stiftung).

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