2026 ist UN-Jahr der Landwirtin

Unter dem Leitspruch „Gestärkte Frauen – Transformation der Agrar- und Ernährungssys-teme“ sollen weltweit Dialoge angestoßen, gute Praxisbeispiele sichtbar gemacht und neue Partnerschaften gefördert werden. Foto: Landvolk

Frauen stärken die Zukunft der Landwirtschaft

L P D – Frauen spielen eine zentrale Rolle für Ernährungssicherheit, ländliche Entwicklung sowie nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme weltweit. Um ihre Leistungen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, haben die Vereinten Nationen (UN) das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Landwirtin (International Year of the Woman Farmer, IYWF 2026) erklärt.

„Ziel des UN-Jahres ist es, die unverzichtbaren Beiträge von Landwirtinnen sichtbar zu machen, bestehende Ungleichheiten abzubauen und politische wie gesellschaftliche Unterstützung für Frauen in der Landwirtschaft zu stärken“, sagt Christel Schulte-Wülwer, Vorsitzende des Arbeitskreises Unternehmerinnen im Landvolk Niedersachsen. Weltweit arbeiten Millionen Frauen entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette – von Ackerbau und Tierhaltung über Fischerei, Forstwirtschaft und Verarbeitung bis hin zu Handel und Vermarktung. „Trotz ihrer zentralen Bedeutung für Ernährungssicherheit, Armutsbekämpfung und Klimaanpassung bleiben ihre Leistungen häufig unterbewertet. In vielen Regionen haben Landwirtinnen schlechteren Zugang zu Land, Krediten, Technologie, Bildung und Entscheidungsprozessen“, führt Schulte-Wülwer aus.

„Landwirtinnen sind Schlüsselfiguren für widerstandsfähige und nachhaltige Ernährungssysteme. Ihre Stärkung ist nicht nur eine Frage der Gleichberechtigung, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaften“, heißt es daher auch im Kontext des UN-Jahres.

Das Internationale Jahr der Landwirtin 2026 zeigt auf, wie die Förderung von Frauen in der Landwirtschaft Erträge steigern, Einkommen verbessern, Hunger reduzieren und ländliche Räume stärken kann. Gleichzeitig richtet es einen klaren Appell an Regierungen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Verbraucherinnen und Verbraucher, konkrete Maßnahmen zu ergreifen – von gendergerechten Agrarpolitiken über gezielte Investitionen bis hin zur Unterstützung von Frauenkooperativen und -initiativen.

Unter dem Leitspruch „Gestärkte Frauen – Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme“ sollen weltweit Dialoge angestoßen, gute Praxisbeispiele sichtbar gemacht und neue Partnerschaften gefördert werden. Veranstaltungen, Kampagnen und Bildungsangebote werden das Jahr über zeigen, wie Landwirtinnen als Akteurinnen des Wandels wirken.

Auch das Landvolk Niedersachsen begleitet das Internationale Jahr der Landwirtin 2026 aktiv. Über den Arbeitskreis landwirtschaftlicher Unternehmerinnen macht der Verband die Leistungen, Perspektiven und Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar. „Um die Rolle von Frauen als Unternehmerinnen und Gestalterinnen des ländlichen Raums zu stärken, sind eine Social-Media-Kampagne mit Einblicken in den Alltag und die unternehmerische Vielfalt von Landwirtinnen sowie ein Podcast, in dem Landwirtinnen, Expertinnen und Entscheiderinnen zu Wort kommen, geplant“, erklärt Wibke Langehenke, Geschäftsführerin der Arbeitskreises Unternehmerinnen abschließend.

Weitere Informationen zum UN-Jahr der Landwirtin 2026 bietet die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) unter: www.fao.org/woman-farmer-2026. (LPD 04/2026)

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