Bauernhöfe sehen in Schulbüchern oft alt aus

In Schulbüchern wird Landwirtschaft oft veraltet dargestellt, Foto: Landvolk Niedersachsen

Verein i.m.a. sucht Bücher, in denen die Vielfalt der Landwirtschaft deutlich wird

L P D – Nur wenige Schülerinnen und Schüler haben schon mal einen Schweine- oder Hühnerstall von innen gesehen oder sind auf dem Trecker mitgefahren. Umso wichtiger sind realitätsnahe Darstellungen in Schulbüchern. Gerade dort finden sich jedoch oft entweder negativ verzerrte Bilder und Aussagen oder romantisierende Darstellungen. Der gemeinnützige Verein Information.Medien.Agrar, kurz i.ma. e.V. hat daher dazu aufgerufen Bücher vorzuschlagen, in denen die Realität der Landwirtschaft deutlich wird – unterhaltsam, spannend oder überraschend.

Beispiele können im Internet im i.m.a-Webshop entdeckt werden. Mit den Kinderbüchern „Marike und Julius: Entdecke mit uns den Bauernhof“ und „Wir Kinder vom Hof: Entdeckt mit uns die Landwirtschaft“ empfiehlt der Verein zwei unterhaltsame und lehrreiche Sachbilderbücher für Leser im Kita- und Grundschulalter. Neben den Schul-, Mal- und Kinderbüchern wird dort auch Belletristik aufgeführt. Ein Beispiel ist der Roman „Mittagsstunde“ von Erfolgsautorin Dörte Hansen.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann dem i.m.a e.V. unter buchaktion.ima-agrar.de den Titel des Buches und den Verlag nennen. In wenigen Worten sollte auch begründet werden, warum gerade dieses Buch empfohlen wird. Aus den Empfehlungen will der Verein eine „Hitliste“ der besten Bücher rund um die Landwirtschaft zusammenstellen. Unter allen Einsendungen werden Gutscheine für den Einkauf von Büchern im Wert von insgesamt fünfhundert Euro verlost. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2021.

Bei unrealistischen Darstellungen in Lehrmaterialien empfiehlt das Landvolk Niedersachsen grundsätzlich das Gespräch mit der zuständigen Lehrkraft zu suchen. Sie kann sofort reagieren und die Darstellung der Landwirtschaft oder landwirtschaftlicher Zusammenhänge bei der Vermittlung an die Schülerinnen und Schüler anpassen. Über diese kurzfristige Reaktion hinaus, können sich die Landwirte direkt an den i.m.a. e.V. oder an das Landvolk Niedersachsen wenden, das die Hinweise weiterleitet. (LPD 37/2021)

Ansprechpartnerin für diesen Artikel

Wiebke Molsen

Redakteurin

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