Bienenfreundliche Landwirte gestalten Lebensraum

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Bis zum 16. Mai 2020 können Bauern sich für diese Aktion anmelden

L P D – Insekten-, Natur- und Artenschutz sind für Landwirte selbstverständlich, sie bewirtschaften schließlich die Landflächen und leben mit, von und für die Natur. „Wir wollen etwas tun, und zwar etwas Praktisches – etwas, das hilft, und zwar den Insekten. Denn so sind wir Landwirte: nicht lang schnacken – anpacken!“, erklärt dazu „Echt grün“-Sprecher Andre Brunemund gegenüber dem Landvolk-Pressedienst und lädt zur Teilnahme an der diesjährigen Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ ein. „Echt grün – Eure Landwirte“, ein Zusammenschluss von 13 Landvolk-Kreisverbänden in Niedersachsen, startete im vergangenen Jahr diese freiwillige Aktion. Sie wird dieses Jahr fortgesetzt.

Um „Bienenfreundlicher Landwirt 2020“ zu werden, muss der Bauer freiwillig bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Mit dem LAVES Institut für Bienenkunde Celle hat „Echt grün“ Maßnahmen entwickelt, wie Landwirte – über ihre tagtäglichen Anstrengungen hinaus – Insektenbesonders schützen können. Insekten spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. 75 Prozent der heimischen Kultur- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten angewiesen. Für gute Ernten und die ökologische Artenvielfalt von Pflanzen ist es unerlässlich, Insekten den Lebensraum einzuräumen, den sie benötigen. Der „Bienenfreundliche Landwirt“ muss dafür aus den Kategorien „Hofstelle“, „Ackerfläche“, „Grünland“ oder „Imkerkooperation“ wenigstens zwei auswählen und dort Handlungen für mehr Insektenschutz vornehmen, um insgesamt fünf Punkte zu erreichen. Um einen Punkt zu erlangen, können auf der Hofstelle naturbelassene Unkrautecken mit einer Fläche von mindestens 20 Quadratmetern (m2) sein, mehrjährige Feldstein- oder Sandhaufen mit einer Größe von 10 m2, Staudengärten blühen oder Baumstämme verrotten. Zwei Punkte erhält der Landwirt, wenn er einjährig Blühstreifen von mindestens 1.000 m2 anlegt, eine Kooperation mit einem Imker eingeht oder Grünland mit einer Fläche von mindestens 5.000 Quadratmetern nur einmal im Jahr mäht. „Drei Punkte sind möglich, wenn beispielsweise zweijährige Blühstreifen auf 500 m2 ohne zwischenzeitliche bodenwendende Maßnahmen angelegt werden“, beschreibt „Echt grün“ das Punktesystem, das in Zusammenarbeit mit dem Bieneninstitut Celle erarbeitet wurde. Hat ein Landwirt genügend Punkte gesammelt, erhält er die Auszeichnung „Bienenfreundlicher Landwirt“ für das Jahr. Diese Maßnahmen erfolgen von den Landwirtenfreiwillig als Selbstverpflichtung. Ziel ist aber, auch andere zu animieren. Jeder kann mitmachen, jede Fensterbank und jeder Vorgarten zählen. Bis zum 16. Mai 2020 kann sich für die Aktion unter https://eure-landwirte.de/jetzt-mitmachen-bienenfreundlicher-landwirt-2020/ angemeldet werden. (LPD 11/2020)

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