Fleischverzehr nimmt nur gering ab

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Mit einigen Verschiebungen innerhalb des Segments

L P D – Der Appetit der deutschen Verbraucher auf Fleisch hat in den vergangenen Jahren nur wenig abgenommen. Erstmals lag der Pro-Kopf-Verzehr im vergangenen Jahr jedoch mit 59,5 Kilogramm knapp unter der 60-kg-Marke. In den vergangenen zehn Jahren schwankte er stets im Bereich von 60 bis 62 Kilogramm je Kopf und Jahr, teilt der Landvolk-Pressedienst mit und bezieht sich auf Zahlen der Bundeanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Deutliche Verschiebungen gibt es dagegen innerhalb der verschiedenen Fleischarten.

So hat sich der Verzehr von Schweinefleisch in den vergangenen zehn Jahren um fünf Kilogramm verringert und lag für 2019 bei 34,1 Kilogramm. Zugelegt hat dagegen der Konsum von Rindfleisch, das vor zehn Jahren mit einem Pro-Kopf-Verzehr von knapp neun Kilogramm noch unter den Folgen der BSE-Krise litt. Mehr als zehn Kilogramm Rind- und Kalbfleisch wurden vor dieser Zeit pro Kopf und Jahr verzehrt, der Tiefpunkt datiert auf das Jahr 2001 mit 6,9 Kilogramm. Einen leichten Anstieg dagegen gibt es bei Geflügelfleisch: 13,8 Kilogramm verspeisten die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher 2019, das waren fast 2,5 Kilogramm mehr als vor zehn Jahren. Geflügel passt ideal zu schnellen und unkomplizierten Gerichten und ist mit keinen religiösen Tabus belegt.

Die Verzehrgewohnheiten haben auch einen Einfluss auf die Fleischerzeugung. Nach den Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft ist die Nettoeigenerzeugung von Schweinefleisch in jüngster Vergangenheit wieder gesunken und lag 20019 bei knapp 5,2 Mio. Tonnen (t). Den Höchststand markiert hier das Jahr 2011 mit mehr als 5,6 Mio. t. In den 1990er Jahren lag dieser Wert weit unter vier Mio. t. Die Geflügelfleischerzeugung dagegen hat sich in diesem Zeitraum fast verdreifacht und liegt aktuell bei mehr als 1,6 Mio. t. Einen starken Rückgang gab es auch bei der Nettoeigenerzeugung von Rindfleisch. Sie wird für das Jahr 1991 noch auf 2,1 Mio. t beziffert, rutschte bis 2000 auf 1,3 Mio. t und hat sich bis 2019 nochmals weiter verringert auf 1,1 Mio. t. (LPD 33/2020)

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