Frische regionale Lebensmittel wachsen um die Ecke

In Niedersachsen verkaufen 4.140 Höfe ihre Ernteprodukte direkt an den Verbraucher Foto: Landvolk

Direktvermarkter bieten verschiedene Möglichkeiten an, ihre Produkte zu beziehen

L P D – „Iss, was um die Ecke wächst!“ Dieser Spruch, prangt zurzeit in Hannover auf zahlreichen Plakatwänden und ist für viele Städter leichter durchführbar, als sie vielleicht denken. Wenn sie nicht ohnehin schon Kunde auf einem der 13 Bauernmärkte in Hannover sind, bei dem leckere, frische und vor allem saisonale Produkte aus einem 100 Kilometer-Umkreis von Hannover angeboten werden, gelangen Sie über den QR-Code auf dem Plakat zur Homepage mit zahlreichen Hofläden und Direktvermarktern der Umgebung.

Der Einkauf regionaler Lebensmittel lässt sich zudem mit einem Tagesausflug auf dem Fahrrad verbinden: Die Hofladenrouten rund um das Burgdorfer Holz, das Calenberger Land oder um das Steinhuder Meer verbinden Qualität, Geschmack und kurze Wege. Mit Obst und Gemüse, Eiern, Milch, Fleisch, Fisch, Suppen oder Marmeladen aus der Region Hannover im Gepäck kann dann der Heimweg angetreten werden.

Die Region hält zwar zu jeder Jahreszeit eine Fülle frischer Lebensmittel bereit, im September lädt die Regio-Challenge jedoch wieder dazu ein, in einer Art Wettbewerb bewusst regional Lebensmittel zu genießen. Die Herausforderung: Möglichst viele Mahlzeiten, die ausschließlich aus regionalen Hauptzutaten bestehen, zu essen. Ein Produktjoker pro Mahlzeit zum Beispiel für den Kaffee am Morgen sollte die Ausnahme sein. Die Grundidee: Durch die Challenge kann jeder in seiner nahen Umgebung neue Einkaufsmöglichkeiten kennenlernen. Vor allem die Begegnung mit Landwirtinnen und Landwirten schaffe Transparenz und mache die Landwirtschaft sichtbarer.

In Niedersachsen verkaufen mit 4.140 Höfen 12,2 Prozent der 34.040 landwirtschaftlichen Betriebe ihre Ernteprodukte direkt an den Verbraucher, zitiert das Landvolk Niedersachsen Zahlen aus dem Jahr 2023 vom Landesamt für Statistik Niedersachsen. Bundesweit sind es 14 Prozent. Einen Hofladenfinder für ganz Niedersachsen bietet die Initiative der niedersächsischen Kreislandvolkverbände „Echt grün – Eure Landwirte“ auf ihrer Homepage an. Dort werden auch Straßenverkäufe oder Automaten aufgelistet, beziehungsweise auf einer Karte dargestellt.

Wenn es keinen Hofladen in der Nähe gibt, bieten sich verschiedene Möglichkeiten, regionale Lebensmittel zu kaufen. Zum Beispiel Abokisten, die die landwirtschaftlichen Betriebe und Gärtnereien seit den 1990-er Jahren anbieten. Diese liefern die Erzeugnisse nach Wunsch nach Hause, oft sind sie dort auch online bestellbar. Eine weitere innovative Möglichkeit sind Verkaufsautomaten, die in Niedersachsen immer beliebter werden. Dort können rund um die Uhr regionale Lebensmittel wie Milchprodukte, Kartoffeln oder Fleisch gekauft werden. Eine Übersicht über mehr als 1.000 Angebote dieser Art bietet das Portal Service vom Hof der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Die „HofApp“ – ebenfalls von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen – erleichtert zudem die Suche nach Hofläden, Bauernmärkten, Hofcafés und Ferienhöfen in der Nähe. Sie ist kostenlos, smartphonegerecht und zeigt die Vielfalt regionaler Angebote, inklusive Rezepte, Saisonkalender und interaktiver Einkaufsliste. So können Verbraucher regionale Produkte bequem entdecken und genießen – egal, ob sie aus der Stadt kommen oder auf dem Land wohnen. (LPD 41/2025)

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