Frische Vitamine vom Feld direkt auf den Tisch

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Gemüsebauern bringen ihre Ernte unter Dach und Fach

L P D – Die Fratzen der Halloween-Kürbisse leuchten derzeit vor vielen Haustüren. Passend dazu blubbert in den Kochtöpfen oft eine Kürbissuppe, mit der sich die ganze Familie im Anschluss an einen herbstlichen Spaziergang nach dem Motto „Süßes oder Saures“ von innen aufwärmen kann, bevor die Süßigkeiten verputzt werden. Neben dem typischen Halloweengemüse ernten die Landwirte in Niedersachsen derzeit Bohnen, Möhren, verschiedene Kohlsorten wie Grünkohl und Wirsing, sowie typisches Wintergemüse wie Rote Bete, Knollensellerie, Schwarzwurzeln und Pastinaken, berichtet der Landvolk-Pressedienst und empfiehlt dem Verbraucher, sich mit den guten Qualitäten frisch aus der Region zu versorgen.

„Alle Kulturen werden noch bis zu den ersten Frösten geerntet und dann eingelagert“, erläutert Erich Klug, Anbauberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die Bauern seien derzeit voll in der Ernte. Lediglich Grünkohl, Rosenkohl und Winterporree könnten auch bei kalten Temperaturen auf dem Feld bleiben. „Bei milden Temperaturen gehen einige Landwirte sogar das Risiko ein und pflanzen noch Feldsalat ins Freiland, der dann bis Weihnachten geerntet werden kann“, schildert er. Da sich Salate schlecht lagern lassen, nutzen die Landwirte die Gelegenheit, sie möglichst ganzjährig anzubauen.

Deutschlandweit haben 2019 rund 5.900 Landwirte auf 126.946 Hektar Gemüse angebaut. Niedersachsen ist nach NRW das zweitgrößte Anbauland der vitaminreichen Leckereien. Auf 20.416 Hektar (ha) wurde 2019 von 774 Betrieben Gemüse im Freiland angebaut, NRW brachte es auf fast 27.000 ha, zitiert der Landvolk-Pressedienst Zahlen des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik. Neben Spargel wachsen vor allem Zwiebeln, Salate und Möhren sowie Blumen-, Rosen- und Grünkohl und Brokkoli auf den niedersächsischen Feldern. Möhren wuchsen 2019 beispielsweise vor allem in den Regionen Lüneburg und Hannover auf knapp 2.170 ha, Brokkoli wurde auf 935 ha, Blumenkohl auf 700 ha und Grünkohl auf 430 ha angebaut. Je nach Region wurde die Qualität und Menge des Gemüses auch in diesem Jahr durch die örtlichen Beregnungsmöglichkeiten begrenzt. 

Für Landwirte, die Sonderkulturen anbauen oder aber überlegen dort einzusteigen, empfiehlt Klug den Profi-Tag Gemüsebau der norddeutschen Kooperation im Gartenbau am 17. November. Neben Themen wie optimale Düngung und Pflanzenschutz wird es in dem Webinar auch um die Situation auf dem Markt gehen. „Dieser überregionale Austausch fehlt den Landwirten derzeit“, sagt Klug. Anmeldungen sind möglich unter: https://www.lwk-niedersachsen.de (LPD 84)2020)

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Wiebke Molsen

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