Gegenseitige Rücksicht sorgt für mehr Sicherheit

Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ Foto: Landvolk

Neue Broschüre „Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr“

L P D – Jetzt im Frühjahr fahren die Landwirtinnen und Landwirte wieder raus auf ihre Felder. Die erste Mahd und andere Pflege-Arbeiten stehen an. Säen, düngen und ernten müssen, wenn es das Wetter erlaubt, auch an Wochenenden erledigt werden – gerade dann, wenn es viele Menschen zu Ausflügen aufs Land zieht. Zu Beginn einer Saison ist deshalb immer besondere Vorsicht geboten, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sollten gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen. Zu oft schätzen sie die Geschwindigkeiten der landwirtschaftlichen Fahrzeuge falsch ein. Aufprallunfälle mit langsam abbiegenden Zugmaschinen mit eventuell schweren Folgen können daraus entstehen.

Spezielle Schilder – wie „Landwirtschaftlicher Verkehr – Fahrrad frei“ – weisen an Feldwegen darauf hin, das gemeinsame Miteinander zu fördern. Auch die einst in Göttingen initiierte Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ hat seitdem in vielen Regionen Niedersachsens Nachahmer gefunden. Hier werden weiße Markierungen auf die Wege gesprüht, die alle Wegenutzer an einen partnerschaftlichen Umgang erinnern sollen.

Landwirtschaftliche Fahrzeuge bewegen sich eben nicht nur auf Nutzflächen, sondern zwangsläufig auch im öffentlichen Straßenverkehr. Dabei muss eine Vielzahl von Verordnungen und Gesetzen eingehalten werden. Die aktuelle Broschüre „Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr“ beinhaltet für Land- und Forstwirte, Lohnunternehmer, Maschinenringe, Landmaschinenfachbetriebe, Überwachungs- und Kontrollbehörden sowie viele weitere Akteure eine Übersicht der wichtigsten gesetzlichen Vorgaben und Ausnahmen, die die Land- und Forstwirtschaft betreffen. Auch hier geht es um ein gutes Miteinander bei der Nutzung der Wirtschaftswege.

„Das Thema Sicherheit ist im Straßenverkehr immer von besonderer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund soll diese Broschüre dazu beitragen, dass alle Verkehrsteilnehmer, die land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr einsetzen, ordnungsgemäß und sicher unterwegs sind“, sagt Martin Vaupel, Berater für Landtechnik und Straßenverkehrsrecht bei der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen. „Damit wird auch ein positiver Beitrag zur Darstellung der Land- und Forstwirtschaft in der Öffentlichkeit geleistet“, ist der Experte überzeugt. Die neue, von Vaupel mit erarbeitete Broschüre ist abrufbar unter https://www.ble-medienservice.de/landwirtschaftliche-fahrzeuge-im-strassenverkehr-2025.html. (LPD 23/2025)

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