Gemüsebauern legen die Saat für die kommende Saison

Die niedersächsische Gemüseanbaufläche verzeichnete einen Zuwachs von 10,9 Prozent und die Anbaufläche von Gemüse in Gewächshäusern wurde 2024 im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent vergrößert. Foto: Landpixel

2024 große Gemüseernte eingefahren – Flächen und Anbau unter Glas gesteigert

L P D – Der Spargel steht in seinen frisch aufgepflügten Dämmen noch in den Startlöchern und auch die ersten Frühkartoffeln liegen gerade erst in der Erde, während sich Kürbis, Grünkohl oder Rosenkohl im März aus der heimischen Angebotspalette verabschieden. Wer auf die regionale und saisonale Herkunft seiner Lebensmittel achtet, ist derzeit auf Winter- und Wurzelgemüse aus dem Lager angewiesen. Trotzdem herrscht auf den Höfen in Niedersachsen reges Treiben. „Die Sonne tut den Menschen und den Pflanzen gut“, sagt Erich Klug, Berater Prozessqualität im Gartenbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Er freut sich über den relativ frühen Start in die Gemüsesaison. „Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als viele Äcker abgesoffen sind, sind die Flächen in diesem Frühjahr aufgrund der Witterung gut befahrbar und können bestellt werden“, lautet seine Beobachtung.

„Alle Welt ist derzeit damit beschäftigt, die Vorbereitungen zu treffen, um gesundes frisches Gemüse zu ernten“, sagt Klug. So auch Familie Bardowicks aus Bardowick im Landkreis Lüneburg, die neben Kartoffeln eine ganze Reihe weiterer Gemüsearten auf mehr als 20 Hektar anbaut. Das Aussäen von Möhren, Zucchini, Erbsen und Bohnen sowie das Pflanzen von Salat, Kohlrabi und Kohl ist derzeit in vollem Gange. „Der Anbau erfolgt das ganze Jahr über auf dem Sandboden im Freiland und im Moment vor allem in den Gewächshäusern“, sagt Andreas Bardowicks. Qualität zu produzieren sei der wichtigste Grundsatz des Gemüsebaubetriebes seit mehr als 100 Jahren.

2024 ernteten 900 niedersächsische Betriebe auf 24.500 Hektar Anbaufläche 757.145 Tonnen Gemüse, zitiert der Landvolk-Pressedienst das Landesamt für Statistik Niedersachsen. Auf 185 Betrieben wuchs das Gemüse in Gewächshäusern heran. Freilandgemüse wurde von 870 Betrieben auf 24.385 Hektar (ha) angebaut. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Menge an geerntetem Gemüse insgesamt um 13,2 Prozent gesteigert werden – trotz vereinzelter Berichte von Ertragseinbußen durch Nässe.

Laut Landesamt für Statistik verzeichnete die Größe der niedersächsischen Gemüseanbaufläche einen Zuwachs von 10,9 Prozent und die Anbaufläche von Gemüse in Gewächshäusern wurde 2024 im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent vergrößert. Die Erntemenge aus geschütztem Anbau konnte um 20,9 Prozent auf 37.553 Tonnen (t) gesteigert werden. Bezüglich der Erntemenge entfallen in Niedersachsen 68,4 Prozent auf Salatgurken (25.691 t), 25,5 Prozent auf Tomaten (9.580 t) und 4 Prozent auf Paprika (1.502 t). Bei den restlichen 2,1 Prozent handelt es sich um Salate, Radieschen und sonstige Gemüsearten, die unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen geerntet wurden. (LPD 21/2025)

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